Am Freitag war ich auf einer Designerparty. Also einer von Designstudenten (oder in diesem Falle: frischgebackenen Absolventen) organisierte Party. Ein paar meiner Freunde haben Fotodesign studiert (oder tun es noch) und ich geh öfter zu deren Parties - auch wenn die oft einer gewissen Absurdität und unfreiwilliger Komik nicht völlig entbehren.
Ist immer alles ausgesprochen cool da, laute, anstrengende (ziemlich technische) Musik und Outfits auf die sicher viel Geld und Mühe verwendet wurde. Derzeit ist es nun leider so, daß das, was bei denen als hip, chic oder sonstwie angesagt gilt vor allem häßlich ist. Schlecht angezogen attraktiv und cool zu wirken ist die Kunst. Erstaunlicherweise beherrschen sie die. Ich finde es zwar blöd, sich derart häßliche Kleidungsstücke auszusuchen, war aber doch erstaunt, wie anders diese unpassenden wild gemusterten Klamotten an ihnen aussahen als zum Beispiel an diesem verirrten Enddreißiger, der verwaschene Karottenjeans und ein T-Shirt mit einem verblassten Musterdruck trug genau wie diese Designkids. Und scheiße darin aussah wie man es erwarten würde. Muß mit Attitüde zu tun haben. Und Selbstbewußtsein.
Ich mag ja viele von denen. Bloß gehöre ich nicht dazu. Ich steh am Rand und trinke ihr billiges Bier und staune vor mich hin. Meine Freundin Anna sagt man solle sich besser in keinen von denen verlieben, zuviel Oberfläche,Egos und Exaltiertheiten. Oder schlicht Arroganz. Ich hab eine Schwäche für sie, weil sie auch spannend und oft sehr talentiert sind.
Sonntag, 13. Juli 2008
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