Wochen sind vergangen. Eher Monate.
Meine Mutter ist gestorben. Heute vor drei Wochen genau, Sonntags früh - nachts eher. Ich bekam einen Anruf um zwanzig Minuten vor zwei. Ich war in einer Bar, mitten im eigentlich besten Abend seit langem.
Wir haben sie beerdigt. Unter einem Baum an einem sonnigen Tag. Ich habe Fotos vom Grab gemacht, von mir an ihrem Todestag. Von meinem Vater. Ich brauche Bilder um Dinge zu fassen. In der Zwischenzeit ist ein Krieg ausgebrochen und die olympischen Spiele. Herr Clement wurde aus der SPD geworfen und dann wieder nicht. Solschenytzin ist gestorben. Die Welt hat Bilder von Angelina Jolies Babies zu Gesicht bekommen. Tonga einen neuen König. Feliks und Lena haben sich getrennt, Johanna bewirbt sich weiter, bisher ohne Erfolg leider. Ich gehe zu meiner unterbezahlten Arbeit im Kino und verschwende ansonsten weiter mein Leben und meine Fähigkeiten. Alles geht einfach immer weiter. Einer merkwürdige Erkenntnis.
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