Es stellte sich gestern die - vermutlich dämliche - Frage nach der Verderblichkeit bestimmter Lebensmittel. Mein Freund Holga wollte keinen Kamillentee trinken der, fest und trocken verschlossen, wohl schon ein paar Jahre in einer Blechdose in einer Schublade herumdümpelte. Er konnte dank fehlender Um-Verpackung kein Mindesthalbarkeitsdatum mehr feststellen. Ich meinte, daß schlimmste was ihm mit dem (eindeutig nicht schimmeligen) Tee wohl passieren könne sei, daß er nach nix mehr schmecke. Holga gestand extrem pingelig zu sein, auch abgelaufene Gewürze nicht aufgrund mangelder Geschmackstärke sondern nur aus Angst vor Vergiftung wegzuschmeißen. Aus Neugier kontrollierten wir daraufhin Salz und Zuckeverpackungen und erstaunlicherweise gab es beim Salz ein MHD, beim Zucker aber nicht? Warum? Beides wird doch zur Haltbarmachung von Speisen benutzt, oder? Was passiert denn, bitteschön, mit altem Salz? Setzen sich da tatsächlich Keime dran fest? Ich kann das kaum glauben. Und hätte ich raten sollen welches von beiden vielleicht schlecht werden könnte - ich hätte vermutlich eher Zucker gesagt. Jetzt sitze ich hier und meine unbefriedigte Neugier, die Frage nach dem "Warum?" macht mir zu schaffen. Ich bin ein Freak. Vielleicht sollte ich der Maus schreiben, meine Handschrift auf kindlich verstellen und mich "Chantal, 7 jaare" nennen.
Mein erwachsenes Ich hat heute erstmals richtig Spaß am Bein-Experiment. Mittlerweile ist der Unterschied immens. Lustigerweise wachsen die Haare an meinem linken Bein höchst ungleichmäßig. Ich habe Haarinseln und Meere von blanker Haut gleichermaßen, bin geradezu gescheckt. Erinnert mich an Jungs die ich kenne die immer sagen sie könnten keinen Bart tragen, sie hätten zu große Löcher in ihrer Gesichtsbehaarung... Ich hab kurz darüber nachgedacht jetzt noch einen drauf zu setzen und mein rasiertes Bein auch noch mit Selbstbräuner zu verschönen. Ein bleiches, haariges, gemeinhin als unattraktiv wahrgenommenes und dann ein glänzend-glattes, knackig gebräuntes Bein! Ein Statement über die innere Zerissenheit junger Frauen im Zeitalter von Schönheitswahn und Individualismuszwang. Hätte ich Kunst studiert, dies wäre meine Abschlußarbeit. Vielleicht.
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