Sonntag, 18. Januar 2009

(Ich habe sie satt, die Salinger-Zitate-Überschriften!!)

Ich war dieses Wochenende zwei mal in der Bar. Die Bar, jaja. Die Bar und ihr Barmann, der von zwei Abenden nur einen anwesend war, da nur als Gast und zwar als einer, der nicht unbedingt mit mir hat sprechen wollen. Je nun. Was soll ich sagen? Es nervt mich immer wenn Leute so wenig konstant in ihrem Verhalten sind. Gut, beim letzten Mal war ich sicherlich einigermaßen anstrengend. Aber es ist grundsätzlich immer so, daß er mir sehr unterschiedliche Signale sendet. Glaube ich. Zumindest. Du liebe Güte, es ist geradezu lächerlich was für eine seltsame Eigendynamik diese Sache bekommen hat! Ohne die gutgemeinten Kommentare meiner lieben Freunde würde ich mir vermutlich nicht für fünf Pfennig Gedanken um ihn machen. Ich hätte irgendwann gedacht: netter Typ, aber ich hätte nicht angefangen jede Geste und jedes Wort zu analysieren. Es ist Annas süße Stimme in meinem Ohr, "der mag dich doch!" flüsternd die mir diesen ganzen Ärger eingebracht hat. Und es ist so, daß ich mich mittlerweile doppelt ärgere, nicht zuletzt über mich, darüber, daß ich mich über sein bisweilen abweisendes Verhalten ärgere. Ärger, Ärger. Das ist alles so überflüssig. Ich sollte mich fern halten, hab ich das schon mal gesagt? Ich sollte mich an eine Bannmeile rund um den Laden halten. Denn (und das ist eine weitere lachhafte Tatsache) ich hab ihn ja noch nie irgendwo anders gesehen, getroffen erlebt! Gott, ich bin erbärmlich mir derart viel Gedanken um einen mittel attraktiven, maximal mittel netten Quasi-Fremden zu machen! Das ist doch reine Projektion. Lustig: wenn man nur allen davon erzählt machen automatisch alle irgendwelche Zeichen aus! Gestern war eine andere Freundin da, ich zeigt ihn ihr, sagte er rede nicht wirklich mit mir und sie meint aber sofort zu sehen, daß er mich aber schon "so anguckt". Ich sollte ihn zum Un-Thema erklären. Sein und mein Verhalten und meine Wahrnehmung dieses' geben mir allein schon Stoff für ewigen Gedankenketten und Grübeleien und Kopfquatsch, das muß nicht noch von außen befeuert werden.
Auf dem Weg nach Hause habe ich mir gestern böseste Lebensgeschichten für ihn ausgemalt. Er kam äußerst schlecht weg dabei. So bin ich. Ich übe Kopfrache für schlechtes Kopfkino... Wenn das mal kein Weg zu einem ausgeglichenen, erfolgreichen Leben ist...

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