Samstag, 21. Februar 2009

Handwerk & Abgrund

Es bebt. Es ist Samstag nachmittag, und aus unerfindlichen Gründen wird da unten noch immer rumrenoviert. Die unangenehme Folge: mein Fußboden bebt. Ich mit ihm, und natürlich meine Möbel. Das ist ein blödes Gefühl. Und irgendwie kommt mir der Verdacht, daß diese riesige Immobilienfirma die außer meinem noch geschätzte 3Millionen Häuser auf diesem Planet besitzt da unten doch tatsächlich einen Haufen Schwararbeiter beschäftigt. Das ist verwirrend. Ist es nicht so, daß die die Kosten für eine reguläre, legale Renovierung von der Steuer abschreiben können? Ich kenn mich ja nicht so super aus, aber merkwürdig erscheint es mir doch. Aber es wird für "normale" Handwerker viel zu viel und zu lang gearbeitet. Und: getsern hatten sie einen Hund dabei, einem, nach seinem Bellen zu urteilen ziemlich gigantisch großen Hund. Mysteriös. Mir ist ja fast alles egal, solange die nur mal endlich aufhören die Wände aufzustemmen (Leitungen werden erneuert) und mich hier oben derart in Schwingung zu versetzen.
Gestern habe ich "Milk" geguckt. Och ja. Nach all den Vorschußlorbeeren war ich ein bißchen enttäuscht. Er war schon gut, und es ist bestimmt wichtig diese Geschichte einem breiten Publikum zu erzählen. Aber letztlich fand ich ihn irgendwie ein bißchen langweilig. Er lief so wahnsinnig stringent auf sein (natürlich bekanntes) Ende zu. Klar war es ganz lustig all diese Jungs in ihren 70er Jahre Verkleidungen zu sehen (man beachte bitte den Emile Hirsch Charakter und seine Brille! KInderkacke ist meine dagegen, und jede, die in den letzten Monaten ihren Weg zurück auf die Nasen mehr oder weniger hipper junger Menschen gemacht hat...), aber ich fand es nicht spannend. Und am Ende war es fürchterlich pathetisch. Nicht, daß man was anderes von Gus can Sant erwarten würde, und sicher brauchte die Geschichte das auch. Aber trotzdem. Eher ein 3+Film. Mich ärgert jetzt nur, daß ich einer Meinung bin mit dem doofen Ex-Kinomitarbeiter der mit seinem selbstverliebten Gepose immer jedem auf den Geist geht. Eigentlich möchte ich immer schon aus Prinzip sagen (und finden!) daß er unrecht hat. Aber er meinte ihm sei der Film "zu schwul" sei (naja gut, kann man das bei dem Film mit dem Thema als Kritikpunkt anführen?) und nicht so richtig gut. Nicht so richtig. Verdammt, da hat er recht!

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