In einer liebreizenden E-Mail einer ebensolchen Freundin wurde mir heute geraten, das was gewesen ist doch erstmal als schönes Erlebnis anzunehmen. Als etwas, das ich immerhin hatte, ein guter Abend, eine schöne Nacht. Etwas, das mich in dem Moment glücklich und zufrieden machte. Ich glaube, das ist ein äußerst weiser Einwand. Ich bin so begierig auf etwas Größeres, "Besseres" daß ich fast aus den Augen verliere, daß es gut war. Soweit. Ohne Zweifel fände ich es besser, wenn daraus etwas geworden wäre was mich mehr als eine Nacht lang wärmt. Und irgendwo in den entlegeneren Regionen meines degenerierten Gehirns sitzt auch noch ein winziger Funken Hoffnung, daß noch nicht komplett alles verloren ist (was vermutlich dumm und naiv ist, aber das bin ich dann vielleicht einfach in diesem Punkt). Aber wenn ich ihn nie wieder sähe, oder er mir sagte er wolle das nicht wiederholen und nicht fortführen - die Erinnerung könnte dennoch eine sehr gute sein bekäme ich es denn hin, nicht albern-verbittert zu reagieren. Nicht beleidigt. Ich sollte mir tatsächlich Mühe geben, eine halbwegs positive Sicht auf diese ganze Geschichte zu wahren. Denn (bisher!) ist ja schlicht noch nichts Schlimmes passiert. Ich kann nicht bestreiten, daß ich Angst habe ihn wieder zu treffen, daß ich befürchte es könnte steif und komisch sein. Oder gar feindselig (obwohl ich nicht recht sehe warum er mir bös' sein sollte mache ich mir da reichlich irrational Sorgen...). Ich bin einigermaßen sicher, daß das Freitag passieren wird. Gesetzt den Fall er arbeitet dann, ich werde wohn hingehen.
Ich habe eben mal meine bisherigen Posts nach Barmann-Episoden abgesucht und musste denn auch wieder ein bißchen schmunzeln. Daß es überhaupt zu dieser Nacht gekommen ist ist ein kleineres Wunder, bräsig wie ich mich angestellt habe. Was mir aber auch auffiel: ich glaube wir sind uns noch nie vollkommen nüchtern begegnet. Daß heißt ich war's schon mal, letzten Sommer habe ich ja ein paar Wochen nicht getrunken. ( Nichts getrunken sollte ich sagen, dann klingt's nicht gar so nach Alkoholismus. ) Auch das ist nur so eine semi-ideale Vorraussetzung für dererlei Zwischenmenschlichkeitskram.
Hab ich es also wieder geschafft, huh? Alles voll von ihm und meinem ewigen Hirn-Spuk. Ernsthaft, das muß ein Ende finden. Und wenn er Freitag da ist, und nichts sagt von sich aus muß ich hingehen und es an- und aussprechen sonst verknotet sich mein Hirn noch beim ewigen spekulieren und ich sterbe an Gedankenverstopfung ohne was Schön-Schlaues im Kopf. Und das, liebe Freunde, wäre die wahre Schande!
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