Mir fallen sicherlich ein paar Dinge ein, die schlimmer sind, als Badeanzüge kaufen und vor allem vorher anprobieren - aber allzuviele dürften es nicht sein. Ich glaube, das muß sich sogar für Frauen mit kompletten Traumkörpern demütigend anfühlen. Erst macht man sich nackig - oder fast, denn man entledigt sich natürlich nicht seines Höschens und hofft inständig, daß das alle anderen potentiellen Käuferinnen dieses Badeanzuges auch so halten. Dieses Höschen zeichnet sich unschön unter dem Teil ab, und man fragt sich, ob man guten Gewissens alles, was einem in dieser Region nicht gefällt auf besagte Unterwäsche schieben kann. Das Licht ist komisch: entweder zu grell oder aber das, was der Inneneinrichter für "schmeichelnd" befunden hat, was aber im Klartext zu dunkel heißt und die eigenen Körperkonturen merkwürdig unscharf und schwammig erscheinen lassen. Was wiederum zu Hause zu bösen Überraschungen führen kann. Und nie nie erkennt man, ob einen die Farbe im hellen Sonnelicht bläßlich, totenbleich oder (in meinem Fall bisweilen) gelb erscheinen läßt. Eigentlich möchte man ein paar Schritte von dem Spiegelmonster wegtreten, aber dazu müßte man raus vor die Kabine wo der feiste Göttergatte der Dame in der Kabine links oder rechts nebenan während er auf seinen Liebste wartet friedlich in den Zähnen puhlt. Vor dem möchte man halt dann doch nicht flannieren - vor allem nicht in Bademoden, von deren Tragbarkeit man sich noch selbst überreden muß.
Das alles habe ich heute erlebt. Und keinen Badeanzug gekauft. Ich mußte fliehen. Vielleicht brauche ich bald mal einen FKK-Strand..
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