Dienstag, 30. Juni 2009

"His head is a funny shape/ his head is a brick/"

Seit mehr als zwei Wochen ruft mich jeden Tag jemand von Vodafone an! Jeden Tag, gerne mehrfach. Vor etwa einer Woche habe ich mit einer von denen etwas ausgemacht. Eine Tarifänderung, denn sie lassen mich natürlich nicht aus meinem Vertrag bloß weil ich ans andere Ende der Erde ziehe. Und weil das alles niemals kompliziert genug sein kann kann man das nicht jetzt schon für August regeln. Also haben wir abgemacht, daß sie mich am 24. nochmal anrufen, meinen Tarif auf absolutes Minimum umstellen und mich - eigentlich! - bis dahin in Ruhe und Frieden lassen sollen. Jeden Tag brülle ich wen anderes an deswegen, denn mit jedem Tag werde ich ungehaltener. Dabei wollte ich froh sein und gutgelaunt. Das war mein Vorhaben für diese Woche und die nächsten, denn ich werde nicht mehr lange hier sein und sollte meine Zeit genießen. Vielleicht gehe ich also einfach bis zum 24. nicht mehr ans Telefon. Sorry Welt, aber totale Isolation erscheint mir angenehmer als die Aussicht nocmal mit so'ner Pappnase sprechen zu müssen...

Samstag, 27. Juni 2009

Vor meinem Badfenster...



"The amusement park rises bold and stark"

- Manche Menschen tun immer das, was man denkt daß sie tun würden. Ist das jetzt beruhigend konstant oder nervtötend vorhersehbar?

- auf YouTube gibt es Bruce Springsteen-Karaoke! Wie toll ist denn bitte das! Und was für eine schlechte Sängerin bin ich eigentlich!? Na, egal. Trotzdem Spaß.

- in den USA wurde Tanzen als Knastsport zugelassen: "(..) as a means to work out and to deal with aggressions." Ist es ein Zufall, daß das zwei Tage nach Michael Jacksons Tod kommt? Haben da Häftlinge rebelliert, weil sie Lust auf einen Gedenk-Moonwalk hatten?

Freitag, 26. Juni 2009

Sommer is'...

Schubkarre + Handschuhe
Mein Vater, die Heckenschere, eine wacklige Gerüstkonstruktion, eine schicke Mütze und eine Dornenhecke...

Die Balsamien blühen!
Die einzige Erdbeere dieses Jahr!

Tadaaa!

Ich habe einen Termin, eine Uhrzeit, ein Ticket! Es geht los, hurra, ich bin erleichtert und froh! Und "billig" war's auch noch. Ich bin grad ein bißchen überdreht. Dumm nur, daß ich in den letzten Tagen gar nicht mehr mit Birger sprechen konnte. Das ganze hat sich ja jetzt schon ein bißchen nach hinten verschoben, und bloß ne Woche nach mir fliegt Eva hin. Wir drohen uns also ein wenig zu stapeln bei ihnen. Aber auch das ist mir jetzt gerade mal ein bißchen egal, ich freu mich nur. Ich bin so froh, daß es losgeht. Ich habe wirklich schlimmes Fernweh.
Und es ist schön zu hören, daß quasi all meine Freunde sich zwar für mich freuen, aber auch alle sagen es täte ihnen leid. Ich komm ja wieder. Ich bring Geschenke. Ich schreibe Postkarten. Ich tu alles für euch, aber jetzt muß ich das machen! Das wird toll!!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Michael Jackson...

... stirbt gerade live auf CNN.

Wer Genossen hat...


... braucht keine Feinde.

Donnerstag, 18. Juni 2009



Seit ich diese Brille trage sprechen mich fremde Menschen an. Andauernd. Überall. Teenager kichern, Typen auf Parties und in Bars fragen ob ich "Studentin" sei (Immatrikulation und Brillenkauf gehen in erstaunlich vielen Köpfen Hand in Hand...). Betrunkene sagen: "Deine Brille ist zu groß." Manche sagen auch: "Cool!" oder gar: "Mutig!". Oder fragen, warum ich sie denn bloß trage. Alle Welt gibt ihren Senf dazu. Mit welchem Recht fragen die mich das? Was bringt jemanden dazu, eine Fremde auf der Strasse anzusprechen um ihr seine Meinung zu sowas Banalem wie einer Brille mitzuteilen? Rätselhaft...

Mittwoch, 17. Juni 2009

Ring ring ring...

Gerade eben habe ich versucht eine lustige Geschichte vom Wochenende zu posten, als eine von Annas Freundinnen in die plötzliche Stille einer musikalischen Kunstpause hinein übermäßig laut verkündete, man habe ihr heute einen Heiratsantrag gemacht. Was in dem Moment wirklich sehr, sehr komisch war nicht zuletzt, weil die Gute sich mehr als schwer tut mit Männern, immer. Und sie hat dann, nachdem sich alle ausgelacht hatten, auch erklärt daß der Antrag von einem ihrer arabischen Sprachschüler kam, der sich so das Amt vom Halse schaffen wollte. Und gerade eben war das in der schriftlichen Wiedergabe hier schon genauso unlustig wie jetzt. Ein Paradebeispiel dafür, daß man manchmal wirklich dabei gewesen sein muß. Tja. Was besseres, lustigeres habe ich dann heute nicht zu bieten. Tut mir leid.
Ich könnte mich allerhöchstens noch über die diversen Telefonanbieter in meinem Leben aufregen - übelste Halsabschneider, die einem nie nie nie sinnvoll weiterhelfen. Ich habe kein Händchen für die Wahl von solchen Firmen. Nach Kanada, das gelobe ich feierlich, werde ich vor einem erneuten Abschluß erstmal eine gründliche "Marktanalyse" starten um das geringste Übel zu finden. Denn ein Übel sind sie alle, davon bin ich ja mal überzeugt. Mein (altes) Problem ist: ich ertrage diese Menschen nicht. Diesen erstaunlicherweise immergleichen, schleimigen Telefonverkäufer die einen zutexten und ständig sagen: "wir haben da noch diese Option" oder "und wenn wir diesen, diesen und diesen Tarif verknüpfen sparen sie hier 2,37% und bekommen noch einen Kaffeebecher und einen zusätzlichen Telefonanschluß der ihnen aber überhaupt keine weiteren Kosten machen wird, wenn sie für mindestens 35, 88 Euro in der Woche Sms'en schicken oder mir ihre Großmutter verkaufen (...)" - an dieser Stelle glüht dann spätestens mein Kopf, ich werde kribbelig, hüpfe von einem Fuß auf den anderen und balle Fäuste in Hosentaschen. Ich unterschreibe um die Flucht antreten zu können. Und habe dann jahrelang den Ärger an der Backe, denn natürlich wurde ich über den Tisch oder die stylische Theke gezogen und natürlich bringe ich es jahrelang nicht über mich, wieder hin zugehen und die Dinge mit Hilfe einer dieser Idioten vielleicht doch noch zu verbessern. Jetzt aber habe ich alles gekündigt. Und bei meinem Festnetzanbieter darum gebeten, mich frühzeitig aus dem Vertrag zu lassen - weil ich ja schlicht nirgends mehr wohne, wo ich ihr Angebot überhaupt nutzen könnte. Sie wollen einen Beleg über Auszug (leicht) und einen neuen Mietvertrag bzw Nachweis der Ummeldung (quasi unmöglich) - ohne Betrug sehe ich da keine Chance. Ich könnte Birger bitten mir eine Art Untermietvertrag zu schicken, ein völlig fiktives Papier. Aber muß das denn sein? Müssen diese Konzerne denn solche Arschlöcher sein (jaja, ein Konzern ist keine Person, schon klar. Was gemeint ist ist doch trotzdem klar...) und einfach so schnöde auf ihren Paragraphen bestehen? Sie mögen juristisch ja im Recht sein, aber ernsthaft. Was soll denn das? Ich sitze in Kanada! Ich kann euch mein Visum zeigen. Ich werde da höchstvermutlich nie eine Wohnung haben, und selbst wenn werde ich da keinen arcor-Telefonanschluß haben können. Sie bieten das da nicht an. Was soll also dieses ganze Brimborium? Ernsthaft, diese Telefonscheiße gehört ganz eindeutig zu den wenigen Dingen die mich ernsthaft aufregen. Ich lese die Briefe die sie mir schicken und spüre die Tobsucht in meinem Bauch. Ich steh in solchen Momenten leider nur selten vor'm Spiegel aber täte ich es - ich bin sicher ich sähe dunklen Qualm aus meinen Ohren dringen. Und daß dem so ist merkt man daran, daß ich über dieses Thema, über das ich hier überhaupt nicht schreiben wollte ein dreiviertel Posting vollgemüllt habe. Sorry.

Dienstag, 16. Juni 2009

"You're taking the fun out of everything"*

Weil es ja gut ist - oder sein soll! - seine ewig-gleichen Verhaltensmuster aufzubrechen, und ich eben diese in meinem letzten Beitrag an dieser Stelle ja auch arg beklagt habe bin ich gestern im Kino gewesen mit jemandem, der sich bisweilen (zu) agressiv um mich bemühte. Der mich immer ins Bett bekommen will, wenn er blau ist und wenn er es nicht ist sich zumindest immer und immer wieder meldet. Obwohl ich eigentlich immer "Nein" dazu sage wenn er was machen will. Mit Hartnäckigkeit lasse ich mich zu so manchem bringen. Gestern also. Horrofilm geguckt - keinen sehr guten noch dazu. Vielleicht verstehe ich das Genre aber auch einfach nicht? Jedenfalls war's schon eher ekelig als gruselig und das kann ja die Idee nicht sein. Komme ich ab vom eigentlichen Thema?
Das Ändern des Musters hat hier wenig gebracht. Ich will ihn immernoch nicht mehr als vorher. Vielleicht war er auch schlicht die falsche Person für diesen Selbstversuch. Ich dachte: gucken wir mal, das haben wir und nun ja. Er ist überhaupt kein uninteressanter Typ. Es kann sehr spannend sein, sich mit ihm zu unterhalten weil er Sachen macht und davon erzählt die ich nicht mache, auf die ich nicht käme und die also mal wirklich neu sind. So berichtete er mir von einer Erotikmesse auf der er war und ich durfte einen Vibrator begutachten, den er da (angeblich) geklaut hatte! Und ich glaube das war noch nichtmal als Anmachen irgendeiner Art gedacht, nicht mal als Provokation. Ich fand das alles eher belustigend.
Als Fazit bleibt: nichts Neues an der Heimatfront. Man muß halt auch mal was Anderes machen, auch wenn einen das meistens wohl auch nicht weiterbringt. Ernüchterung? Ach. Ich hab nicht viel erwartet. Hab mir nur mal selbst in den Hintern getreten und einen genaueren Blick auf das Angebot geworfen. Trotzdem schwahnt mir, daß ich auch weiterhin mehr übrig haben werde für die Stücke in der Auslage, die für mich unerreichbar sind. Aber zumindest soll niemand sagen, ich würde mir nix anderes angucken.

*Blur-Gedächtniswoche! Da!

Sonntag, 14. Juni 2009

"We've got a file on you."

Es ist ja nicht so, dass ich nur Körbe bekomme. In aller Regel ist es so: Ich will, was ich nicht bekommen kann während jemand mich will, der mich nicht bekommen kann. Hätte jeder Mensch auf der Welt zwei Partner, und gingen diese Beziehungen nicht über Kreuz wären irgendwann alle miteinander verbunden, wie in diesem Spielchen das die These aufstellt man könne zwischen zwei beliebigen Individuen eine Verbindungen mit nur so und so vielen Zwischenschritten herstellen. Bloß in echt. Ich weiß nicht, wie viele Menschen es auf der Erde gibt, aber der Gedanke mit jedem irgendwie verbunden zu sein ist erschreckend. Wie beruhigend also, dass es nicht üblich ist, mehr als einen Partner zu haben, gleichzeitig. Nicht wenige haben gar überhaupt niemanden. Vielleicht fischen sie im falschen Teich? Oder sie erkennen nicht, was direkt vor ihren Augen sitzt und wartet. Einige sind hässlich, geradezu entstellt. Einige zum im Boden versinken schön. Oder schüchtern. Oder eigenbrödlerisch. Gemein oder dumm möchte man der Liste hinzufügen, bloß kennt man da zu viele Beispiele die diese These entkräften. Auch sehr Nette kriegen es nicht hin. Mir gefällt diese romantische Theorie, dass es für jeden ein passendes Gegenstück gibt, irgendwo. Ich will das glauben und das fällt mir auch wesentlich leichter als die Hoffnung aufrecht zu halten, diesen jemand unter all den vielen, vielen Menschen auch finden zu können. Ich hätte wohl als Figur in einem Film geboren werden müssen. In der Realität taugen meine verqueren Phantasien und übertriebenen Erwartungen nicht wirklich. Und dabei halte ich sie nicht mal für übertrieben! Ich sage das hier nur, weil – na ja. Weil es wohl von mir erwartet wird. Weil andere denken, ich will zuviel und stehe mir damit gehörig selbst im Weg. Daß ich mir selbst das Leben bisweilen am Schwersten mache ist wohl richtig. Aber kann man sich das abtrainieren? Erwartungen? Es ist überhaupt nicht so, dass ich genau im Kopf habe wie jemand sein müsste, oder wie es mit ihm. Ich kenne wirklich Menschen die Vorstellungen von Körpergröße, Beruf und Kontostand haben, die eine bestimmte Haarfarbe wollen und jemanden, der mit ihnen Hobbies teilt, und an den richtigen Orten die richtige Sorte Urlaub macht. So bin ich, glaube ich, nicht. Ich will nur, dass das Gefühl stimmt. Und dass ich die Musik nicht hasse, die er am liebsten mag... Und obwohl mir schon Oberflächlichkeit vorgeworfen wurde – ich habe ja noch nicht mal einen bestimmten Typ! Klar möchte ich mich auch körperlich angezogen fühlen, aber da sind die Möglichkeiten nun wirklich mannigfaltig und ich in meinen Präferenzen nicht sehr beschränkt. Ich verliebe mich leicht. Offensichtlich (s.o.) nicht in die richtigen Männer. Ich sage mir, dass es das sein muss – und dass ich durchaus und im Wortsinn liebenswert bin. An blöden Tagen beschleichen mich da nämlich manchmal leise Zweifel.

Strange news from another star

Ist irgendjemandem außer mir klar wir großartig das ist? Naja, bestimmt...

Hm?

- wieviel Wäsche kann eine durchschnittliche Waschmaschiene auf einmal wohl bewältigen? Und was passiert wohl, wenn man ihr zu große Massen zumutet?

- wann werde ich aufhören, Spülen immer aufzuschieben bis wirklich überhaupt kein Geschirr mehr da ist?

- wann werde ich aufhören, immer nur die Männer zu mögen die mich nun mal gerade nicht mögen wollen?

- wieso weiß denn keiner, wie fabelhaft The Wave Pictures tatsächlich sind?

- wieviele Wochen noch bis zum 1. August?

- ist nicht klar, daß man auf eine Sms antworten sollte, wenn ihr letztes Zeichen ein Fragezeichen ist?

- bin ich übertrieben oberflächlich?

- sind kleine Männer gemeiner als große?

- wann war ich das letzte Mal am Meer?

- sollte "Wetten Dass...?" nicht endlich mal sterben?

- warum war Patrick Owomoyela auf Boris Becker's Hochzeit? (und warum weiß ich das? Warum wurde entschieden, daß diese ganze Hochzeit so interessant ist, daß einem selbst der öffentlich rechtliche Rundfunk quasi stündliche Up-Dates lieferte? Und wo hat Herr Becker sein ganzes Geld verloren daß er es jetzt nötig hat, diese ganze Veranstaltung an RTL zu verkaufen? DAS sind die wirklich drängenden Fragen...)

- wie blöd muß man sich vorkommen, wenn man sich - als Fußballprofi! - im Urlaub bei der "aktiven Erholung" das Kreuzband reißt?

- was, zum Teufel, ist aktive Erholung?

-wieviel Zeit kann man killen, bevor man anfangen muss zu tun, was man tun sollte? (i.e. spülen...)

Samstag, 13. Juni 2009

Was ich weiß aber nicht wissen will...

Ich weiß ein Geheimnis. Ich weiß ein Geheimnis, das ich wirklich für mich behalten soll. Und dabei wäre es etwas, über das wir alle furchtbar gerne tratschen würden. Oder einfach reden. Es ist redenswert verdammt! Und ich vermute, daß der Geheimniskrämer es über kurz oder lang sowieso erzählen wird. Und mir hat er es jetzt schon erzählt, weil es aufregend ist und er es loswerden musste. Manches MUSS man einfach sagen. Ich bin ja geschmeichelt, aber jetzt sitz ich hier und das Geheimnis zu wahren wird schwer. Ich bin ein Plappermaul. Es ist was anderes, wenn es sich um schlimme Dinge handelt, oder große Peinlichkeiten. Und um meine besten Freunde. Aber in diesem Fall? Wieso wurde ich erwählt als Geheimnisteiler? Ich eigne mich nicht. Ich hab schon phantasiert, wie ich Anna dazu bringe selbst darauf zu kommen! Nein, nein! Das hier ist meine Prüfung. Ich muß die Klappe halten. Aber es fällt mir schwer....

Mittwoch, 10. Juni 2009

Haariges


Also meine Damen. Mir geht mein Haar so dermaßen auf die Nerven. Es stellt sich also die Frage: ab? Richtig ab, so wie bei "vorher lang, hinterher kurz!"? Vielleicht schon, huh? Wäre sicher auch reisepraktisch. Sähe dann vielleicht so aus wie oben. Ohne die alberne Pose, versteht sich haha. Gut? Schlecht? Ja? Nein? Was für ein Mädchengesabbel! Hilfe!

Montag, 8. Juni 2009

Fototausch!

Ryan Russell ist ein amerikanischer Fotograf den ich mal via MySpace kennenlernte - schöne neue Welt, huh? Jedenfalls hat er mal einen Fototausch initiert, vor ewigen Zeiten. Letztes Jahr irgendwann? Ich hab ihm eins geschickt und am Samstag bekam ich dieses zurück. Ich vermute wir sehen einen Parplatz in Birmingham, Alabama. Da kommt er her. Schön mal Post zu bekommen die weder Rechnung noch Mahnung noch Werbung heißt. Mehr Fotos von Ryan sehen wir hier.

Die Welt ist schlecht.

Mein Kino wurde beraubt. "Mein" Kino meint natürlich jenes in dem ich gegen Hungerlohn arbeite und beraubt bedeutet zum Glück nicht Raubüberfall. Und ich war auch überhaupt (noch) nicht da. Trotzdem bin ich einigermaßen empört ob dieser Dreistigkeit.
Da kam ein Typ rein gestern nachmittag, tischte meinem armen Vorführer eine - im Rückblick - ziemlich hahnebüchene Story auf und verschwand mit der Kasse. Wie er das machte? Mit Geschwindigkeit und Geschick. Wäre das Leben ein Film, man fände ihn vermutlich gut und würde ihn mögen. Er brachte S. dazu, ihm für ca 20 Sekunden den Rücken zuzudrehen, und das genügte das noch in der Kassentasche befindliche Geld zu klauen. Er blieb noch, redete und ging erst nach ein paar Minuten mit der Behauptung er sei ja vielleicht doch im falschen Kino. Und S. merkte den Verlust auch erst viel später. Als ich später zum arbeiten eintrudelte war die Aufregung groß. Zum Glück reagierte unsere Chefin echt ziemlich cool, es gab Mitleid statt Vorwürfen - die auch fehl am Platz wären. Der Arme kam sich eh schon blöd genug vor so reingelegt worden zu sein. Jedenfalls mußten wir die Polizei rufen und Anzeige erstatten. 350Euro Verlust brechen keinem das Kreuz, übel ist es für unser kleines Nippelkino aber schon.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Alles explodiert irgendwann*

Komisch, wie schnell man das Gefühl bekommt hier raus zu sein, beziehungsweise (übrigens ein Wort, das man quasi niemals ausschreibt...) an einem Punkt, wo man sozusagen den Anschluss verloren hat. Weil zuviel passiert ist. Und in meinem Leben passiert ja eigentlich grundsätzlich nichts. In den letzten Tagen sind allerdings fast haufenweise anekdotische Dinge passiert. Oder auch echte Dramen, nicht mir, aber zumindest im erweiterten Umfeld. Jetzt weiß ich nicht ob, wie und was ich schreiben soll oder will. Dieser Eintrag ist also quasi nur ein Füller.
Hab gerade meinen Vater besucht, der aus dem Englandurlaub zurück ist. Ich weiß jetzt eine Menge über englische Kathedralen, die Öffnungszeiten von ländlichen Postoffices und das Frühstück auf der Fähre zwischen Hull und Rotterdam. Was mir aber als besonders unnützes Wissen besonders in Erinnerung geblieben ist: ein Schaf scheren lassen kostet den Bauern 1Pfund. Mit Glück verkauft er die Wolle (das "Vlies" wie mein Schlaumeier-Papa mehrfach sagte...) für 1,10. 10% Gewinn. Viel? Wenig? Ich hab so wenig Ahnung von Wirtschaft...!


*sagt ein Graffitti in meiner Nachbarschaft