Mein Kino wurde beraubt. "Mein" Kino meint natürlich jenes in dem ich gegen Hungerlohn arbeite und beraubt bedeutet zum Glück nicht Raubüberfall. Und ich war auch überhaupt (noch) nicht da. Trotzdem bin ich einigermaßen empört ob dieser Dreistigkeit.
Da kam ein Typ rein gestern nachmittag, tischte meinem armen Vorführer eine - im Rückblick - ziemlich hahnebüchene Story auf und verschwand mit der Kasse. Wie er das machte? Mit Geschwindigkeit und Geschick. Wäre das Leben ein Film, man fände ihn vermutlich gut und würde ihn mögen. Er brachte S. dazu, ihm für ca 20 Sekunden den Rücken zuzudrehen, und das genügte das noch in der Kassentasche befindliche Geld zu klauen. Er blieb noch, redete und ging erst nach ein paar Minuten mit der Behauptung er sei ja vielleicht doch im falschen Kino. Und S. merkte den Verlust auch erst viel später. Als ich später zum arbeiten eintrudelte war die Aufregung groß. Zum Glück reagierte unsere Chefin echt ziemlich cool, es gab Mitleid statt Vorwürfen - die auch fehl am Platz wären. Der Arme kam sich eh schon blöd genug vor so reingelegt worden zu sein. Jedenfalls mußten wir die Polizei rufen und Anzeige erstatten. 350Euro Verlust brechen keinem das Kreuz, übel ist es für unser kleines Nippelkino aber schon.
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