Gestern spielten Nouvelle Vague ein Konzert im hiesigen pompösen Konzerthaus. Ausser den Menschen die ich überhaupt nicht kannte waren JohannaMarcKatiSwantjeKaiViteYvonneAndreaBirgerEvaBrittaTatjanaTimoTimmiTobiManu-MartinLeftyIndraKaiLilSonjaScarlettFrankyMagdalen sowie etliche Leute die ich zwar vom Sehen kenne, aber nicht mit Namen: Kinostammgäste, Menschen aus der Nachbarschaft oder die man immer wieder in Kneipen etc sieht. Mann könnte also wohl sagen dieses Konzert war der Gewinner bei der Wahl der freitäglichen Abendunterhaltung gestern. Glücklicherweise waren sie auch sehr gut, auch wenn sie mir in einem weniger steifen Rahmen vermutlich noch mehr Spaß gemacht hätten. Konzerte im sitzen sind irgendwie immer heikel. Die Distanz zwischen denen auf und jenen vor der Bühne vergrößert sich jedenfalls sofort kollossal. Die singenden Damen waren süß und furchteinflößen weil sich, zumindest teilweise, grenzwertig irre gebärdent. Musikalisch jedenfalls war es sehr sehr gut. Diese beiden Mädels singen gar nicht auf der einen Platte die ich habe, aufgefallen wäre mir das aber nicht. Ich hätte gern ein kurzes Paillettenkleid und den Mut es auch zu tragen. (Und die vom Winterspeck befreite Figur!)Ich will ein neues Buch anfagen und kann mich nicht entscheiden zwischen Camus' "Die Pest"; Bernhard Schlink: "Der Vorleser" (weil ich es gelesen haben will bevor der Film kommt, nicht weil ich denke es sei ein so tolles buch, Bestseller hin oder her...); Chris Cleave: "Lieber Obama" (auch so'n Hypebuch, auch aus der Grabbelkiste...) und Nicole Krauss: "Kommt ein Mann ins Zimmer". Frau Krauss ist trotz ihres teutonischen Namens Amerikanerin, verliebt/verlobt/verheiratet mit Jonathan Safran Foer und selbst Autorin eines veritabelen Weltbestsellers dessen Titel mir grad nicht einfällt. Irgendwas mit Liebe, ich hab's nicht gelesen. Auf ihrem Buchrücken steht ein Lob von Susan Sontag. Von deren Lob lasse ich mich beeindrucken. Also? Was tun? Ich habe heute morgen im Bett von allen vieren ein paar Seiten gelesen aber so richtig weitergebracht hat es mich nicht. Er droht mir jetzt das Leseverwirrungsschicksal wenn ich einfach in allen weiterlese, keinem gerecht werde und anfange Charaktere zu verwechseln. Mehr als zwei Romane zur gleichen Zeit kann mein Verstand eigentlich nicht bewältigen. Vielleicht nehme ich doch erstmal die Pest, da kenne ich die Geschichte, weiß wie es ausgeht, wer alles stirbt etc. Und es ist kurz. Und man schindet mit Sicherheit am meisten Eindruck in der U-Bahn...
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