Heute ist übrigens der erste Todestag meiner Tante Wilma. Mit ihrem plötzlichen Tod begann mein kleines Schreckensjahr 2008. Und irgendwie ist die Trauer um sie, die jahrelang eigentlich die Omarolle in unserer Familie einahm, ziemlich untergegangen in dem was kurz danach passierte. Mamas Krankheit, die Therapie - Dinge, die viel Energie brauchten und den Gedanken an sie einfach in den Hintergrund treten ließen - schlicht weil da ja nichts mehr zu tun war. Das tut mir leid. Jedenfalls sitze ich heute hier und denke an sie und nochmal über alles nach, was passiert ist. Ein ganzes Jahr ist vergangen! Ich kann das kaum glauben.
Ich glaube nicht an einen "besseren Ort". Nicht an den Himmel, definitiv nicht an die Hölle. Ich glaube daran, daß der Tod tatsächlich das Ende einer Existenz ist, nicht nur der physischen, auch der psychischen. Menschen leben nur fort in Erinnerungen. Ich finde das aber auch nicht traurig. Ich kann mir nichts anderes vorstellen, keinen Garten Eden, keine Wattewolke. Es erscheint mir logisch und normal, daß zum Beispiel meine Mutter nicht von einem solchen Punkt zu mir "hinunter" (warum denkt man gemeinhin, daß der Platz für Verstorbene irgendwo oben ist?) schaut und mir beim werkeln zuguckt. Im Gegenteil. Genau diese Vorstellung ist doch irgendwie traurig, oder? In irgendeiner anderen Realität zu hocken und dein bisheriges Leben wie im Fernsehen anschauen und nicht mehr teilhaben können. Ich ziehe ein klares Ende vor. Natürlich weiß ich nicht mehr als Du. Aber ernsthaft. Was sollte schon sein?
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