
Ist immer alles besonders in Bewegung wenn sich die Jahreszeiten ändern? Oder ist das jetzt eine dumme, esotherische Mädchentheorie? Für Teetrinker? Ich darf das sagen, denn erstens bin ich ein Mädchen - oder mal gewesen, mittlerweile wohl faktisch zu alt sich Mädchen zu nennen, und ein "altes Mädchen" möchte man ja nicht sein, weil es kaum etwas trauriger klingendes gibt - und zweitens mag ich keinen Kaffee, was zugegebenerweise ein wenig uncool ist. Ich trinke Tee. Und ich besitze mehr als zwei Schwarzteesorten. Und eigentlich will ich ein Vorurteil pflegen und niemanden mögen auf den das zutrifft. Aber ich rede Unsinn und schweife ab von dem unsinnigen Thema, das ich eigentlich behandeln wollte: den Umbruch um mich herum. Selbst meine virtuellen Stalkingobjekte, meine folridanische Blogsoap - alle brechen sie auf zu neuen Ufern. Der Typ hat jetzt eine Freundin in New York. Sowas passiert einem, wenn man auf Tour gehen kann und überall rumreisen. Eins der Mädels - eigentlich das coolste - zieht weg. Innerhalb Floridas, also nicht unbedingt so richtig weg. Aber trotzdem verändert sie was.
Und hier? Leute werden mit ihren Studien fertig und suchen sich ihre ersten echten Jobs. Verdienen Geld, ziehen weg. Ziehen ins Ausland. Ich spiele Lotto um beides zu erreichen, Geld und Ausland. Kein sehr glohreicher Plan, schon klar. Aber die Arbeit an der Homepage gab mir erstmals seit langem das Gefühl, etwas der Arbeit nicht unähnliches zu tun. Klar, ich sitze nicht nur hier rum und drehe Daumen. Ich produziere ja, neben dem unsäglichen Kinojob, auch ständig Sachen, die ich jetzt da ausstellen will. Aber dennoch ist es anders, fast fühlt es sich an wie Büroarbeit. Ich muß Dinge dafür machen, die ich ungern tue (viel sinnvolles über mich habe ich immernoch nicht hinbekommen. Ein wenig inspiriert wurde ich hiervon. Ich weiß nicht, ob ich die Seite insgesamt so super finde, aber die Art wie der Text formuliert ist gefällt mir irgendwie. Natürlich hat die Gute ein bißchen mehr Relevantes vorzuweisen. Aber die generelle Idee sollte klar sein.) und das klingt doch verdammt nach Arbeit, oder?
Um mich um Sinnvolles zu drücken und mein vertrautes prokrastinieren zu pflegen habe ich heute (außer zwei tiefgründigen, wichtigen Blogs) schon einen Geburtstagsgruß gemalt. Ein Tortenstück, das ich Raphaela geschickt hab, die gestern Geburtstag hatte und die ich da vergaß. Nicht so schlimm, denke ich, sie vergisst mich regelmäßig. Ich bin immer nur zu spät...
Und morgen ist dann Nadjas. Schwierig. Wir haben uns unmerklich ziemlich überworfen. Sie ist böse auf mich, weil ich sie anfangs nach Mamas Tod nicht treffen wollte. Ich konnte einfach nicht, das ist kompliziert. Ich hab es aber nicht geschafft, iht das verständlich zu machen. Ich glaube, ich habe sie sehr verletzt, und das tut mir leid. Ich werde mich auf jeden Fall melden. Auch wenn die Kluft zwischen uns mittlerweile riesig-weit ist, und ich mir nicht so sicher bin, ob ich die jemals überwinden kann. Ganz klar ist aber wohl, daß das meine Aufgabe ist es zu versuchen. Morgen dürfte die beste Gelegenheit sein. Muß ich mal tapfer sein, ich alte feige Ziege.
Nebenbei mal bemerkt finde ich es unerklärlich und schade, daß es (durchaus zu recht, wie ich finde) haufenweise Tomtefans gibt, BOSSE aber nie einen rechten Durchbruch hatte(n). Das ist verkehrt und schade dazu. Irgendwo habe ich gehört, sie hätten ihren Plattenvertrag verloren. Wenn genug Platz auf der Erfolgstreppe ist für Juli und Silbermond und all diese traurigen Gestalten (die ich nicht richtig schlimm sondern vor allem laaaahm finde), dann müßte jemand wie Bosse zumindest soviel Platten verkaufen, daß ihn/sie (nie weiß ich, ob das nun eigentlich nur einer oder doch ne echte Band ist) das eigene Label nicht fallenlassen muss. So wäre die Welt, wäre sie gerecht.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen