Heute ist Birgers Abschiedsparty und ich fürchte mich ein bißchen. Vermutlich werde ich im Laufe des Abends irgendwann mal heulen. Und vermutlich nicht nur ich. Das könnte eine extrem sentimentale Angelegenheit werden. Puh. Der allgemein eher weniger überbordenden Stimmung also nur zuträglich.
Ich war gestern nach der Arbeit mit Holga aus, wir endeten an einer anderen Theke (eine sehr bewußte Entscheidung übrigens) wo der Barmann einen übertriebenen Narren an mir fraß und mir ständig Getränke spendierte. Was zu Folge hatte, daß ich viel mehr trank als ich vor der Party heute iegentlich wollte. Und mich direkt ein bißchen mies vor Holga fühlte, dem der Schnaps einfach nicht ständig hingestellt wurde. Ja, Schnaps. White Russian gar. Ich fürchte ein weiteres Mal ich trinke zu viel. Und dann rede ich zuviel. Folge: Holga ist jetzt weit besser ins Bild gesetzt über die leidige Geschichte des ausbleibenden Anrufs als mir recht wäre. Nun gut. Er sagte doch tatsächlich daß das ganz neue Seiten an mir wären: so verletzlich. Und verliebt. Dem würde ich ja nicht mal wirklich zustimmen. Verletzt bin ich. Mein Ego hat das getroffen und angepisst bin ich eindeutig auch. Sogar ein bißchen verwirrt. Aber verliebt? Will ich nun wirklich nicht auch noch sein. Also bestreite ich das, setze mich zur Wehr, verweigere ich mich einfach. Nö nö. Kommt nicht in die Tüte. Und wenn ich das nur oft genug wiederhole stimmt es vielleicht irgendwann auch wirklich.
Es ist ja nicht so, als hätte man nicht ausreichend tiefgreifenderes über das es sich zu sorgen gilt. Eine weitere Tante mit Krebs. Das Haus und die Steuern. Die wunde rote Stelle an meinem rechten Ellbogen. Und die Frage, ob ich heute Abend zur Feier des traurigen Anlasses ein Kleid anziehen sollte.
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