Nun gut. Ich bin ein bißchen schwatzhaft, heute, was aber wohl daran liegt, daß ich schon den ganzen Tag am Computer hocke und versuche eine Idee, die ich heute Nacht hatte in sinn- und klangvolle Worte zu packen. Und daran offensichtlich scheitere. Beim Versuch mich von meiner Unfähigkeit abzulenken fand ich im Internet nicht nur ein Bild eines alten Kollegen von mir (auf der Bildseite, mit einem Artikel zu den erwarteten 1.Mai-Ausschreitungen in Berlin. Zumindest einer von uns hat es zu einer Berühmtheit gebracht, die ihm Bildzeitungsschmähungen einbringt. Respekt!) sondern auch einen kurzen Text von Sufjan Stevens der sich mit Vornamensproblematiken beschäftigt. Naheliegendes Thema wenn man Sufjan heißt, ein Name der selbst für Us-amerikanische Verhältnisse merkwürdig sein muß. Und dort ist es durchaus gängig, seinem Nachwuchs klingende Kreationen wie "Fluß", "Sonnenschein" oder "Keuschheit" (Chastity - so heißt die Tochter von Cher. Was zugegeben in sich schon einen Grund für Besuche beim Therapeuten darstellen könnte...) mit auf den steinigen Weg durch's Leben zu geben. Aber der fremdartig klingenden, nichts bedeutende, schwer auszusprechende Sufjan (dessen erste Silbe tatsächlich ausgesprochen wird wie der deutsche Vollrausch) machte dem Jungen das Leben wohl schon als Kind schwer. Ich habe keine Ahnug, ob die kleine Geschichte, die er da schreibt tatsächlich wahr ist, aber den schieren Gedanken diesen Namen doch bitte gegen was Normales eintauschen zu wollen kann ich sehr gut nachvollziehen. Als Kind gab ich mir bei jedem Spiel einen neuen, meiner Ansicht nach hübscheren Namen (immer wiederkehrende Schönheiten waren "Denise" und "Laura", das ich englisch ausgespochen haben wollte, nach der weiblichen Heldin der innig geliebten Vorabendserie Remington Steel mit Pierce Brosnan. Was bei mir dann ungefähr klang wie "Lohrah" und mich im Nachhinein an einen alten Papageien denken läßt...). Als Teenager dann war ich kreuzunglücklich mit diesem Namen, der meiner Ansicht nach viel zu "öko" klang, fürchterlich uncool und geradezu peinlich. Ich habe mir schon früh erzählen lassen, warum meine Eltern mich Ute nannten. Ihre Argumentation (ein kurzer Name, der sich im Gegensatzt zu dem meiner älteren Schwester nicht durch Verkürzung verunglimpfen liesse und immer genauso darstehen würde, wie sie sich das ausgedacht hätten - meine Mutter nannte mich übrigens ihr Leben lang mit Begeisterung Schnutchen...) schien schlüssig, war aber nicht dazu geeignet, diesen Image Faux Pas zu entschuldigen. Hieß es nicht, der Name bestimme nicht unwesentlich das Wesen? Sollte ich denn eine langweilige, Strickpullover tragende Tuse werden, ohne Chance auf sozialen Aufstieg? War mein Name etwa der Grund, daß ich in der Mittelstufe mit aller Welt aneckte und in der Schule trotz guter Noten (Gott! Eine Streberin schien ich dank meines Namens auch zu sein!) zutiefst unglücklich werden sollte?!
Vermutlich nicht. Was ich schon früh gut an dem Namen fand war seine Seltenheit. Ich kannte mindestens sechs Melanies, vier Steffies, Claudias - Namen, die mir auch nicht wirklich gut gefielen, über die man sich bloß weniger lustig machte. Anna fand ich schön, gibt's aber auch dauernd. Und hätte man mir mit 13 erlaubt, mir selbst einen Namen zu geben - ich möchte lieber nicht drüber nachdenken. Ich finde Ute noch immer eher unschön. Er hat den uncoolen Beigeschmack nie so ganz verloren, und oft erlebe ich es, daß Menschen denen ich meinen Namen sage ein wenig ungläubig zucken. Oder aber ich bilde mir das ein. Es ist überaus schwer, ihn irgendjemandem beizubringen, der der deutschen Sprache nicht mächtig ist - Holländer und Dänen vielleicht mal ausgenommen. Aber Fakt ist, daß ich mir auch heute vermutlich keinen Namen geben könnte bei dem man sicher sein könnte, daß ich ihn auch in 20 Jahren noch mag. Fiele mir schwer. Was zu der Frage führt, wie das wohl für Eltern ist. Finden die ihre Auswahl nach 15, 20, 30 Jahren wohl immernoch gut? Oder denken sie (wie bei Sufjan in dieser Geschichte) irgendwann: "Mein Gott, was haben wir dem Kind nur angetan?" Vielleicht überlagert die Liebe zu dem Kind, der Stolz den man idealerweise für seine Brut empfinden sollte solche Gedanken. Vielleicht gewöhnt man sich, so wie man bestimmte Namen immer gern bestimmten Haarfarben und Typen zuordnet - meist abhängig von der ersten (oder liebsten) Person, die man mit besagtem Namen jemals kennenlernte. Vielleicht frage ich meinen Vater mal. Ob er Ute noch immer schön findet. Ich bin mir ziemlich sicher, er wird es bejahen. Und auch ich bin lange über den Punkt hinweg, an dem ich in eine andere Stadt ziehen und mich dort mit einem neuen Namen einführen wollte. Eins ist nämlich mal sicher: man kann einen allen bekannten Vornamen nicht plötzlich ändern, das ist hochgradig lächerlich. Gerade fallen mir zwei so Fälle ein. Nein, dafür muß man schon wegziehen. Ich könnte das ja mal für kurze Zeit in Kanada versuchen. Die werden meinen echten Namen ja eh nicht sagen können. Es wäre mal ein interessanter Selbstversuch. Testen wer ich sein könnte, mit anderem Namen. Wer würde ich werden? Ich könnte das noch steigern, zum Beispiel indem ich bloß noch Röcke und Kleider trüge. Ha! Ich glaube das wäre lustig. Bloß, daß mir Birger, Yvonne, Constance und Sven (alle alle zieht es nach Kanada...) vermutlich einen Vogel zeigen würden, egal wie klangvoll mein neuer, international gängiger Name auch wäre. Ein Grund, sich von den allen fern zu halten? Wer weiß...
Donnerstag, 30. April 2009
Wie, zum Teufel...
...ist es möglich daß ich in meiner wahrlich nicht herrschaftlich großen Wohnung ständig alles verliere?! Weit vorne auf der ewigen Bestenliste des Verlustes: mein Handy, sehr dicht gefolgt von meiner Uhr. Ich verbringe Stunden mit suchen. Man sollte meinen 45qm seien schnell mal durchforstet. Welch ein Irrtum. Jetzt gerade abhanden gekommen: "Der futorologische Kongress" von Stanislav Lem. Super Buch. Und eigentlich gibt es nicht allzuviele Stellen, an denen ich Bücher habe. Ich hab das Gefühl heute schon jedes, das ich besitze mehrfach in der Hand gehabt zu haben auf der Suche nach dem einen. Das kann doch nicht sein. Also. Verliehen? Yvonne? Johanna? Kann sich irgendwer erinnern? Das ist ein tolles Buch, ich will's wiederhaben. Es macht mich ganz kirre nicht zu wissen wo es ist.
In der Korbmacherei, Pt.357..
Seit Wochen, eher Monaten tue ich mir selber leid wegen unerwiederter Liebe und dem Unvermögen seinerseits, damit in für uns beide erträglicher Art und Weise umzugehen. Aber just jetzt muß ich feststellen, wie schwierig diese erträgliche Art zu finden und zu formulieren ist - und in diesem Falle kann von "Liebe" noch weniger die Rede sein als in meinem/unserem. Bin ich ausreichend kryptisch?! Also. Dieser Knabe bombardierte mich gestern abend mit Nachrichten und Anrufen, der, der bei meinem letzten Barbesuch (dem im Kleid) so überaus enervierend an mir rumgegraben hat. Dem es meiner Ansicht nach vor allem um die prompte Befriedigung irgendwelcher Triebe und Bedürfnisse ging. Oder geht. Das ist fast zwei Wochen her, in denen ich nichts hörte. Und nun dieser Ansturm. Den ich direkt mal ignorierte indem ich so tat, als schliefe ich schon. Meisterleistung. Wieso tue ich mich so schwer mit Körben? Vermutlich schlicht, weil ich soviel Auswahl dann auch nicht habe (haha) und mich ständig frage, ob ich mit einer Zurückweisung nicht einen wirklichen Fehler mache. Weil es meinem Ego gefällt umworben zu werden, und ich das äußerst ungern komplett abstelle (ein bißchen krank, ich weiß schon...) und weil ich irgendwie Mitleid habe, obwohl das in diesem speziellen Fall vermutlich völlig unnötig ist. Der Gute hat "Problemfall" quer über die Stirn geschrieben. Das allein hält mich schon davon ab, mich näher auf ihn einlassen zu wollen, obwohl er nicht völlig uninteressant ist. (Heimlich frage ich mich, ob ich nicht vielleicht eine ähnliche Aura habe und finde den Gedanken reichlich furchteinflößend!) Für ihn spricht eigentlich nur die Tatsache, daß er befreundet ist mit einer guten Freundin.
Ha. Ich sollte mir wirklich nicht soviel Gedanken machen, ich halte sein Interesse ja nichtmal für ernstgemeint. Ich sollte ihm einfach kurz: "Nein danke" texten und gut sollte es sein. Daß ich mir derart viel Sorgen mache liegt nur an mir, an meinen Erfahrungen, daran, daß ich es vorsichtshalber besser machen will, nur für den Fall daß ich mich täusche und es ihm doch nicht soo egal ist was ich dazu sage.
Ha. Ich sollte mir wirklich nicht soviel Gedanken machen, ich halte sein Interesse ja nichtmal für ernstgemeint. Ich sollte ihm einfach kurz: "Nein danke" texten und gut sollte es sein. Daß ich mir derart viel Sorgen mache liegt nur an mir, an meinen Erfahrungen, daran, daß ich es vorsichtshalber besser machen will, nur für den Fall daß ich mich täusche und es ihm doch nicht soo egal ist was ich dazu sage.
Freitag, 24. April 2009
Freund, Helfer und Lehrer
In etwa zwei Wochen startet der zweite Versuch eines "Anti-Islamisierungskongress'" in Köln. Im letzten Jahr konnte dieser Mist ja glücklicherweise verhindert werden, nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Viele viele Minderjährige Demonstranten endeten in Polizeigewahrsam, engekesselt oder sonstwie festgesetzt. Das erinnert doch fatal an den sogenannten Dortmunder Kessel vor einigen Jahren, in dessen Folge die Polizei hier ordentlich abgewatscht wurde. Geht man heute auf eine Demo und gibt es einen Kessel gibt es immer diese schon irgendwie lustige Durchsage Minderjährige mögen den Platz doch bitte jetzt verlassen. Ich war mehr als einmal dabei als ganze Familie mittendrin steckten, Anhänger des DHB oder einer kirchlichen Organisation. Oder schlicht wehrhafte Bürger. Und deren Kinder, teils im Grundschulalter sollten also raus aus dem Kessel, ihre Eltern aber keineswegs. Super Überlegung.
Aber natürlich ist mir klar, worauf (oder auf wen) solche Ansagen eigentlich abzielen: auf Teenager, keine Falken, Anarchisten oder Jungautonome. Kids die in aller Regel noch zur Schule gehen - oder das zumindest sollten. Und genau dieser Klientel wollte die Kölner Polizei diese Woche das demonstrieren beibringen. Es wurde zu einer Art Workshop geladen. Entschuldigung, aber das entbehrt nicht einer gewissen Komik! Wenn einen augerechnet die Polizei darüber aufklärt wie man sich verhalten soll geht der schiere Protestgedanke womöglich ein wenig flöten. Die Polizei scheint nicht zu merken, daß sie für diese Kinder nicht unbedingt Partner sind. In der Absicht Veranstaltungen wie diesen Kongress zu verhindern setzten die sich sehr bewußt über einzelne Gesetzt hinweg. Ich weiß auch nicht, ob ich das - hm. wie drücke ich das jetzt geschickt aus? Ich glaube an zivilen Ungehorsam. Wenn es rechtlich unmöglich ist, bestimmte Dinge zu unterbinden müssen die Bürgenr vielleicht dafür sorgen, daß diese Dinge keinen Spaß mehr machen. Das geht durchaus gewaltlos, kann dann aber trotzdem auch illegal sein. Die Jugend nahm das Demonstriertraining auch nicht besonders gut an. Welch Wunder. Sinnvoll wäre vielleicht, im Politikunterricht zu erorrtern, was technisch gesehen erlaubt, und was verboten ist. Damit naive junge Mitläufer (im Wortsinn, hier) nicht da rein geraten. Einen Polizeilehrgang brauch's da nicht...
Aber natürlich ist mir klar, worauf (oder auf wen) solche Ansagen eigentlich abzielen: auf Teenager, keine Falken, Anarchisten oder Jungautonome. Kids die in aller Regel noch zur Schule gehen - oder das zumindest sollten. Und genau dieser Klientel wollte die Kölner Polizei diese Woche das demonstrieren beibringen. Es wurde zu einer Art Workshop geladen. Entschuldigung, aber das entbehrt nicht einer gewissen Komik! Wenn einen augerechnet die Polizei darüber aufklärt wie man sich verhalten soll geht der schiere Protestgedanke womöglich ein wenig flöten. Die Polizei scheint nicht zu merken, daß sie für diese Kinder nicht unbedingt Partner sind. In der Absicht Veranstaltungen wie diesen Kongress zu verhindern setzten die sich sehr bewußt über einzelne Gesetzt hinweg. Ich weiß auch nicht, ob ich das - hm. wie drücke ich das jetzt geschickt aus? Ich glaube an zivilen Ungehorsam. Wenn es rechtlich unmöglich ist, bestimmte Dinge zu unterbinden müssen die Bürgenr vielleicht dafür sorgen, daß diese Dinge keinen Spaß mehr machen. Das geht durchaus gewaltlos, kann dann aber trotzdem auch illegal sein. Die Jugend nahm das Demonstriertraining auch nicht besonders gut an. Welch Wunder. Sinnvoll wäre vielleicht, im Politikunterricht zu erorrtern, was technisch gesehen erlaubt, und was verboten ist. Damit naive junge Mitläufer (im Wortsinn, hier) nicht da rein geraten. Einen Polizeilehrgang brauch's da nicht...
Montag, 20. April 2009
Soylent Green is people!
Erkenntnisse vom Wochenende:
- Eminem trägt sein Haar jetzt schwarz.
- gut, aber leider ohne Plattendeal: Charlotte Brandi
- nach Jahren verstehe ich mich endlich gut mit Thomas. Wir brauchten ewig um mitteinander warm zu werden, aber jetzt freu ich mich immer, wenn ich mit ihm zu tun habe.
- ich trug am Samstag ein Kleid. Das sorgte für einige Aufregung, weniger weil ich darin so wunder-wunderschön gewesen wäre. Sondern eher wegen des ungewohnten Anblicks. Und ausserdem reagieren Männer anscheinen auf Kleider. Ich bekam jedenfalls mehr als ein eindeutiges Angebot. Mehr als eindeutig in einem Fall. Ich verstehe die Männer nicht. Vielleicht verstehe ich auch einfach die Menschen nicht...
- gut wiederum verstand ich mich mit C. Wir haben nicht allzuviel gesprochen oder so, aber es fühlte sich normal an, nicht krampfig. Er kam und wollte Schnaps mit mir trinken was wir dann taten. Und dann war ich wieder einmal ein bißchen traurig. Ich weiß immer nicht, ob ich froh sein soll, daß er wirklich nett ist, ich mir nichts eingebildet habe was ihn als Person angeht. Ich hatte den richtigen Instinkt, er ist liebenswert, kein Blödmann, auch wenn er sich zuwischenzeitlich so verhalten hat. Vielleicht wäre mir das lieber, dann fiele es mir leichter damit abzuschließen und ich verspürte nicht so sehr den Drang ihn ständig anzustarren wenn ich da bin. Mir ist doch nicht zu helfen.
- wenn ich ins Freundekino gehe, bekomme ich nie den Film den ich eigentlich will. Diesen Sonntag Soylent Green statt Der Dritte Mann. Sie sind so lieb und nett, aber eigentlich eigentlich bin ich immer ein bißchen enttäuscht. Mit mir kann man das ja machen, ich mag die so, daß ich trotzdem wiederkomme. Aber für's normale zahlende Publikum ist das eher schlecht, huh?!
- Eminem trägt sein Haar jetzt schwarz.
- gut, aber leider ohne Plattendeal: Charlotte Brandi
- nach Jahren verstehe ich mich endlich gut mit Thomas. Wir brauchten ewig um mitteinander warm zu werden, aber jetzt freu ich mich immer, wenn ich mit ihm zu tun habe.
- ich trug am Samstag ein Kleid. Das sorgte für einige Aufregung, weniger weil ich darin so wunder-wunderschön gewesen wäre. Sondern eher wegen des ungewohnten Anblicks. Und ausserdem reagieren Männer anscheinen auf Kleider. Ich bekam jedenfalls mehr als ein eindeutiges Angebot. Mehr als eindeutig in einem Fall. Ich verstehe die Männer nicht. Vielleicht verstehe ich auch einfach die Menschen nicht...
- gut wiederum verstand ich mich mit C. Wir haben nicht allzuviel gesprochen oder so, aber es fühlte sich normal an, nicht krampfig. Er kam und wollte Schnaps mit mir trinken was wir dann taten. Und dann war ich wieder einmal ein bißchen traurig. Ich weiß immer nicht, ob ich froh sein soll, daß er wirklich nett ist, ich mir nichts eingebildet habe was ihn als Person angeht. Ich hatte den richtigen Instinkt, er ist liebenswert, kein Blödmann, auch wenn er sich zuwischenzeitlich so verhalten hat. Vielleicht wäre mir das lieber, dann fiele es mir leichter damit abzuschließen und ich verspürte nicht so sehr den Drang ihn ständig anzustarren wenn ich da bin. Mir ist doch nicht zu helfen.
- wenn ich ins Freundekino gehe, bekomme ich nie den Film den ich eigentlich will. Diesen Sonntag Soylent Green statt Der Dritte Mann. Sie sind so lieb und nett, aber eigentlich eigentlich bin ich immer ein bißchen enttäuscht. Mit mir kann man das ja machen, ich mag die so, daß ich trotzdem wiederkomme. Aber für's normale zahlende Publikum ist das eher schlecht, huh?!
Donnerstag, 16. April 2009
Kitchenstories
Morgen ist der Geburtstag meiner Schwester und natürlich werde ich ihr Kuchen backen. Zitronen-Kirschtarte. So weit so gut. Ich mach das ja gern. Nervig (und sehr sehr typisch für mich, leider) ist nur, daß ich quasi all meine Arbeitutensillien vorher erstmal wieder werd spülen müssen. Man könnte mit Fug und Recht sagen: ich habe meinen Haushalt nur so semi-gut im Griff. Vor allem das spülen. Ich mag ja kochen. Ich mag backen. Aber ich hasse spülen. Wirklich. Ich weiß, das ist albern, und ich weiß auch, wie ich es mir selber leichter machen könnte (einfach indem ich immer meine paar Sachen sofort wegspüle und den Kram nicht zu gigantischen Türmen anwachsen lasse...). Aber aus unerfindlichen Gründen bekomme ich das nicht hin. Vielleicht bin ich schlicht ein wenig unreif?
Montag, 13. April 2009
Im Zoo
Meine liebe Familie und ich, wir waren heute im Zoo. Wie gefühlte 92% aller hiesiger Familien. Es war voll, aber trotzdem ganz schön, denn das Getier hatte wohl sowas wie Frühlingsgefühle und war einigermaßen umtriebig. Selbst meine geliebten Faultiere, sonst Meister des totalen Stillstands hangelten sich durch ihr Gehege. Es gab Oran Utan Babies und Löwenkinder. Es war schön, trotz all der kreischenden Kleinkinder. Lustig: Papas Ostergeschenk an uns. Er hat ein paar Sachen in kleine Körbchen gepackt: eine Tasse, einen Schokohasen, eine Eierkerze - einfach so. Ich mußte ein bißchen grinsen. Im Vergleich zu solcherlei Geschenken von Mama war das schon arg spartanisch. Das ist keine Kritik, denn es war unheimlich lieb von ihm, überhaupt an sowas zu denken. Und ich war auch noch nie ein Freund von Ostergras...
Sonst noch erwähnenswert dieser Tage: die viele Elektropost aus Mexico. 3 Mails in vier Tagen? Was ist da los? Hat er etwa Sehnsucht nach mir? Kaum vorstellbar, oder? In seiner letzten Mail gab er mir einen Wink, mir doch mal Skype anzuschaffen. Was ein guter Gedanke ist, nicht unbedingt wegen ihm sondern vor allem wegen Birger.
Ich bin ein bißchen verwirrt. Woher jetzt plötzlich diese Anhänglichkeit? Ich sollte da besser nicht soviel drüber nachdenken. Ich mag ihn ja sehr. Und bisweilen fehlt er mir auch. Er war immer ein sehr sehr guter Gesprächspartner. Gern hätte ich ihm Joan Didion ans Herz gelegt. Könnte ich auch per Mail, natürlich. Aber er sitzt im wilden, aufregenden Mexico. Da wird er sich wohl kaum ein Buch suchen. Hier täte er das. Ja, ich vermisse ihn. Komisch, damit hätte ich eigentlich nicht gerechnet. Unser Verhältnis war ja nicht unbedingt immer unkompliziert. Und er kann einfach ein ziemliches Arschloch sein. Habe ich da eine gewissen Schwäche? Vielleicht.
Ich habe übrigens dieser Tage auch vom Barmann geträumt. Irgendwas diffuses, weiß nicht mehr genau. Ich halte mich fern, das ist meine Taktik derzeit: Vermeidung. Schlau, nicht schlau? Ich bin mir nicht sicher. Ich schätze am Samstag habe ich wieder das Vergnügen. Müssen wir durch.
Sonst noch erwähnenswert dieser Tage: die viele Elektropost aus Mexico. 3 Mails in vier Tagen? Was ist da los? Hat er etwa Sehnsucht nach mir? Kaum vorstellbar, oder? In seiner letzten Mail gab er mir einen Wink, mir doch mal Skype anzuschaffen. Was ein guter Gedanke ist, nicht unbedingt wegen ihm sondern vor allem wegen Birger.
Ich bin ein bißchen verwirrt. Woher jetzt plötzlich diese Anhänglichkeit? Ich sollte da besser nicht soviel drüber nachdenken. Ich mag ihn ja sehr. Und bisweilen fehlt er mir auch. Er war immer ein sehr sehr guter Gesprächspartner. Gern hätte ich ihm Joan Didion ans Herz gelegt. Könnte ich auch per Mail, natürlich. Aber er sitzt im wilden, aufregenden Mexico. Da wird er sich wohl kaum ein Buch suchen. Hier täte er das. Ja, ich vermisse ihn. Komisch, damit hätte ich eigentlich nicht gerechnet. Unser Verhältnis war ja nicht unbedingt immer unkompliziert. Und er kann einfach ein ziemliches Arschloch sein. Habe ich da eine gewissen Schwäche? Vielleicht.
Ich habe übrigens dieser Tage auch vom Barmann geträumt. Irgendwas diffuses, weiß nicht mehr genau. Ich halte mich fern, das ist meine Taktik derzeit: Vermeidung. Schlau, nicht schlau? Ich bin mir nicht sicher. Ich schätze am Samstag habe ich wieder das Vergnügen. Müssen wir durch.
Ostern
Dieses Jahr in Mode: Artikel über das "Osterwunder". Je nach Publikation dürfen entweder eine Reihe von B-D Prominenter erzählen, wie sie die Auferstehungsgeschichte "verstehen". Oder aber sagen, wo sie ihren Kindern den Eiersuch-Parcours aufbauen. Oder aber mehr oder weniger Intellektuelle Zeitgenossen lassen uns wissen wie sie mit der rational unglaubwürdigen, dem christlichen Glauben ja aber dennoch fundamental zu Grunde liegenden Ostersache umgehen ohne ihre Aufgeklärtheit drangeben zu müssen. A-ha. Ist das neu? Gibt es da in jedem Jahr und fällt es mir diesmal nur besonders auf? Oder holen sie diese berühmteste Wundergeschichte jetzt raus, weil alles so verdammt fürchterlich läuft? Frei nach dem Motto: "Wenn ihr hierran glauben könnt, dann könnt ihr dochwohl auch ein glückliches Ende der Krise für möglich halten!"
Also sitzt man da, und quält sich durch ein langweiliges "Zeit"-Feuilleton und Sonntags durch die BamS und fragt sich, ob man nicht ganz richtig im Kopf ist, weil man wieder mal nicht dran glauben kann. Ich komm mir vor wie ein Spielverderber. Irgendwer sagte neulich, ich solle diese Geschichte und die Tatsache, daß Abermillionen Menschen sie glauben als Mahnung nehmen, daß wir eben nicht alles wissen. Es sei natürlich höchst unwahrscheinlich, daß das so oder auch nur ähnlich passiert sei aber - wer weiß? Natürlich gibt es, anders als für Jesu' Leben und Tod keine wissenschaftliche Beweise. Aber eben all diese Menschen die das glauben. Die sich absolut sicher sind. Kann man das völlig ignorieren? Vielleicht nicht (auch wenn ich eigentlich glaube: doch...). Aber wie das ein Hinweis sein soll, daß sich die wirre, zerrüttete und von Menschen produziertw Weltwirtschaftskrise in etwas Positives wenden könnte bleibt schleierhaft. Ich seh den Zusammenhang nicht. Das einzige, was man daraus erkennen könnte wäre wohl, daß, sollte man sich vor lauter Kummer und Existenzangst und Scham aus dem nächsten Fenster schmeißen es eine leise Hoffnung gibt aus ein Leben danach. Die theoretische Möglichkeit, daß das Ende des Lebens nicht das Ende ist - das ist wohl Ostern. Ich weigere mich anzuerkennen, daß sich das auch auf alle anderen Bereiche übertragen läßt. Woran man wohl meinen Unglauben erkennt...
Also sitzt man da, und quält sich durch ein langweiliges "Zeit"-Feuilleton und Sonntags durch die BamS und fragt sich, ob man nicht ganz richtig im Kopf ist, weil man wieder mal nicht dran glauben kann. Ich komm mir vor wie ein Spielverderber. Irgendwer sagte neulich, ich solle diese Geschichte und die Tatsache, daß Abermillionen Menschen sie glauben als Mahnung nehmen, daß wir eben nicht alles wissen. Es sei natürlich höchst unwahrscheinlich, daß das so oder auch nur ähnlich passiert sei aber - wer weiß? Natürlich gibt es, anders als für Jesu' Leben und Tod keine wissenschaftliche Beweise. Aber eben all diese Menschen die das glauben. Die sich absolut sicher sind. Kann man das völlig ignorieren? Vielleicht nicht (auch wenn ich eigentlich glaube: doch...). Aber wie das ein Hinweis sein soll, daß sich die wirre, zerrüttete und von Menschen produziertw Weltwirtschaftskrise in etwas Positives wenden könnte bleibt schleierhaft. Ich seh den Zusammenhang nicht. Das einzige, was man daraus erkennen könnte wäre wohl, daß, sollte man sich vor lauter Kummer und Existenzangst und Scham aus dem nächsten Fenster schmeißen es eine leise Hoffnung gibt aus ein Leben danach. Die theoretische Möglichkeit, daß das Ende des Lebens nicht das Ende ist - das ist wohl Ostern. Ich weigere mich anzuerkennen, daß sich das auch auf alle anderen Bereiche übertragen läßt. Woran man wohl meinen Unglauben erkennt...
Donnerstag, 9. April 2009
"Irgendwo unter'm Staub"
Momentan denke wieder alle daran das ewig sinkende Kino-Schiff zu verlassen, und wer könnte es ihnen (mir!) verdenken?! Wir werden mies behandelt und lächerlichst bezahlt. Es ist vielmehr so, daß unsere Chefin uns gern mal das Gefühl vermittelt, wir seien das Problem, weil wir zuviel erwarten würden, nicht sorgfältig wären und sie eingentlich schlichtweg ruinieren würden. Und das ist eine ziemliche Frechheit angesichts der Tatsache, daß die meisten von uns viele viele Stunden jede Woche da verbringen und ständig damit beschäftigt sind, ihre Fehler auszubürsten und ihre merkwürdig-geschäftschädlichen Entscheidungen vor den Kunden zu rechtfertigen oder doch zumindest zu erklären. Wobei man sich oft so blödsinnig vorkommt, daß man allein dafür eine Gehaltserhöhung fordern möchte.
Bloß spielt sich da mittlerweile ein Großteil dessen ab, was ein Amerikaner wohl "Social Life" nennen würde (was wäre ein deutscher Ausdruck? Privatleben? Sozialleben? Gibt es den Ausdruck, oder ist das eine krude Quatschübersetzung des englischen Begriffs?), und ich weiß, daß es da einigen ähnlich geht. Ich bin auch faul, was keine gute Ausrede ist. Und ich möchte gerne, daß die Kinos erhalten bleiben, dumme Chefin hin oder her, ein weit besseres Argument, denn würden jetzt mehrere von uns zugleich aufhören bräche da alles so'n bißchen zusammen. Ohne es zugeben zu wollen verlässt sie sich enorm auf uns und unsere Gutwilligkeit. Ihr eins auszuwischen käme diesbezüglich einem Todesstoß für die Kinos gleich. Natürlich natürlich, würde ich gehen hieße das noch nichts, auch und vor allem nicht, daß alle anderen sich ein Beispiel daran nehmen würden. Ich bin nicht verantwortlich, auch wenn ich mich minimal so fühle. Vor allem aber habe ich nicht so viel Lust mir jetzt noch einen neuen "Erstjob" zu suchen bevor ich im Sommer hoffentlich von dannen ziehe. Ich habe die leise Hoffnung, daß mich der Kanadaaufenthalt aus den Kinoklauen wird befreien können, nicht nur vorübergehend. Was nicht heißt, daß ich nicht gern noch an anderen Fronten was dazu verdiente. Tu ich ja aber. Mit meinem Nachhilfemädchen und so anderem Kleinkram krebse ich einigermaßen komfortabel vor mich hin - wenn sowas überhaupt geht. Oder ich bin einfach nur faul und behäbig und immer noch nicht wieder richtig auf dem Damm... ;-)
Ich höre das neue Bosse-Album. Ich mag Bosse, und seine Platten wurden immer besser bisher. Ich hab's ja schonmal gesagt, oder?, aber ich verstehe einfach nicht warum das nicht läufz so recht. Wer dafür sorgt, daß Silbermond die Nr 1 der deutschen Charts werden könnte auch mal auf bessere Texte hören und den mögen. Und kaufen. Oder wer omte mag. Wieso hatten Madsen mehr Erfolg? Man weiß es nicht. Versteht es nicht. Ich finde: hört Bosse!
Und gestern nacht, als ich mal so überhaupt nicht schlafen konnte habe ich das merkwürdige Buch zu Ende gelesen: "Lieber Osama!" von Chris Cleave. Hm. Ich kann mir da schwer eine Meinung bilden, tendiere aber zu nicht so wirklich toll. Teilweise kam mir das tatsächlich vor wie die milde perverse Phantasie eines Upperclass-Engländers bezüglich süßer Asi-Schicksen zu Zeiten des Anti-Terror Terrors. Ich vermute er wollte auch die Gesellschaft, verlogene Politiker und unseren Sicherheitswahn kritisieren der uns alle Werte und hart erkämpfte Freiheiten vergessen zu lassen droht. Nicht so gelungen, weil man sich nur dauernd fragte: "Ist das ihr Ernst? Oder seiner? Jetzt und da haben die jetzt Sex?" Es war auch lustig, teilweise. An einer Stelle kotzt die Hauptfigur Prinz William auf die Schuhe (denn gekotzt - und getrunken! - wir ebensoviel wie gevögelt..). Letztlich wirkte das ganze Ding wie eine zu arg gewollte Provokation. Einigermaßen unterhaltsam aber ebenso abartig und unnötig ekelhaft. Vielleicht bin ich konvetionell veranlagt und prüde, aber der Superhit war's nicht. Ich hab gelesen, daß das schon verfilmt wurde, mit Ewan McGregor und Michelle Williams. Scheint gefloppt zu sein - was Wunder. Ich glaube auf der Leinwand kann man solche Figuren mit derartigen Anwandlungen noch schwerer verkaufen. Und wollte man der Vorlage gerecht werden müßte das reichlich explizit werden. Kein Familienfilm. Ich muß mal fahnden, ob es den irgendwie auf Dvd oder so gibt. Ein bißchen neugierig bin ich dann ja schon...
Geneigtes Publikum. Wann habe ich zuletzt soviel geschriebn? Vermutlich an einem Tag, an dem wichtigere Dinge auf mich warteten. Wie heute. Darum bringe ich das hier mal abrupt zu einem Ende. FIN.
Bloß spielt sich da mittlerweile ein Großteil dessen ab, was ein Amerikaner wohl "Social Life" nennen würde (was wäre ein deutscher Ausdruck? Privatleben? Sozialleben? Gibt es den Ausdruck, oder ist das eine krude Quatschübersetzung des englischen Begriffs?), und ich weiß, daß es da einigen ähnlich geht. Ich bin auch faul, was keine gute Ausrede ist. Und ich möchte gerne, daß die Kinos erhalten bleiben, dumme Chefin hin oder her, ein weit besseres Argument, denn würden jetzt mehrere von uns zugleich aufhören bräche da alles so'n bißchen zusammen. Ohne es zugeben zu wollen verlässt sie sich enorm auf uns und unsere Gutwilligkeit. Ihr eins auszuwischen käme diesbezüglich einem Todesstoß für die Kinos gleich. Natürlich natürlich, würde ich gehen hieße das noch nichts, auch und vor allem nicht, daß alle anderen sich ein Beispiel daran nehmen würden. Ich bin nicht verantwortlich, auch wenn ich mich minimal so fühle. Vor allem aber habe ich nicht so viel Lust mir jetzt noch einen neuen "Erstjob" zu suchen bevor ich im Sommer hoffentlich von dannen ziehe. Ich habe die leise Hoffnung, daß mich der Kanadaaufenthalt aus den Kinoklauen wird befreien können, nicht nur vorübergehend. Was nicht heißt, daß ich nicht gern noch an anderen Fronten was dazu verdiente. Tu ich ja aber. Mit meinem Nachhilfemädchen und so anderem Kleinkram krebse ich einigermaßen komfortabel vor mich hin - wenn sowas überhaupt geht. Oder ich bin einfach nur faul und behäbig und immer noch nicht wieder richtig auf dem Damm... ;-)
Ich höre das neue Bosse-Album. Ich mag Bosse, und seine Platten wurden immer besser bisher. Ich hab's ja schonmal gesagt, oder?, aber ich verstehe einfach nicht warum das nicht läufz so recht. Wer dafür sorgt, daß Silbermond die Nr 1 der deutschen Charts werden könnte auch mal auf bessere Texte hören und den mögen. Und kaufen. Oder wer omte mag. Wieso hatten Madsen mehr Erfolg? Man weiß es nicht. Versteht es nicht. Ich finde: hört Bosse!
Und gestern nacht, als ich mal so überhaupt nicht schlafen konnte habe ich das merkwürdige Buch zu Ende gelesen: "Lieber Osama!" von Chris Cleave. Hm. Ich kann mir da schwer eine Meinung bilden, tendiere aber zu nicht so wirklich toll. Teilweise kam mir das tatsächlich vor wie die milde perverse Phantasie eines Upperclass-Engländers bezüglich süßer Asi-Schicksen zu Zeiten des Anti-Terror Terrors. Ich vermute er wollte auch die Gesellschaft, verlogene Politiker und unseren Sicherheitswahn kritisieren der uns alle Werte und hart erkämpfte Freiheiten vergessen zu lassen droht. Nicht so gelungen, weil man sich nur dauernd fragte: "Ist das ihr Ernst? Oder seiner? Jetzt und da haben die jetzt Sex?" Es war auch lustig, teilweise. An einer Stelle kotzt die Hauptfigur Prinz William auf die Schuhe (denn gekotzt - und getrunken! - wir ebensoviel wie gevögelt..). Letztlich wirkte das ganze Ding wie eine zu arg gewollte Provokation. Einigermaßen unterhaltsam aber ebenso abartig und unnötig ekelhaft. Vielleicht bin ich konvetionell veranlagt und prüde, aber der Superhit war's nicht. Ich hab gelesen, daß das schon verfilmt wurde, mit Ewan McGregor und Michelle Williams. Scheint gefloppt zu sein - was Wunder. Ich glaube auf der Leinwand kann man solche Figuren mit derartigen Anwandlungen noch schwerer verkaufen. Und wollte man der Vorlage gerecht werden müßte das reichlich explizit werden. Kein Familienfilm. Ich muß mal fahnden, ob es den irgendwie auf Dvd oder so gibt. Ein bißchen neugierig bin ich dann ja schon...
Geneigtes Publikum. Wann habe ich zuletzt soviel geschriebn? Vermutlich an einem Tag, an dem wichtigere Dinge auf mich warteten. Wie heute. Darum bringe ich das hier mal abrupt zu einem Ende. FIN.
Dienstag, 7. April 2009
"A song about Ping Pong"
Na gut. Alle zu erwartenden "Katastrophen" haben sattgefunden, beziehungsweise: alles, wovor ich ein bißchen Angst hatte, was sich aber nicht ändern/verhindern ließ ist vorbei. Ich hab das ja schon öfter gesagt und gehofft und vielleicht ist das ein bißchen lachhaft und milde esotherisch, aber: es kann ja fast nur besser werden. Und um ehrlich zu sein geht mir meine mickerige Laune mittlerweile so dermaßen selbst auf den Geist, daß ich den Verdacht habe für meine Umwelt langsam unerträglich zu werden. Es ist an der Zeit, sich ein bißchen am Riemen zu reißen und einfach mal so zu tun, als sei man sicher, daß jetzt alles gut wird. Vielleicht überliste ich nicht nur mich selbst sondern auch ein etwaiges Schicksal...
Zwei Menschen haben sich heute bei mir gemeldet, von denen ich jeweils sehr lange nix gehört habe. Ich musste schon ein bißchen schmunzeln. So scheint es ja oft im Leben zu sein: einer weg, 2 (wieder) dazu.
Zwei Menschen haben sich heute bei mir gemeldet, von denen ich jeweils sehr lange nix gehört habe. Ich musste schon ein bißchen schmunzeln. So scheint es ja oft im Leben zu sein: einer weg, 2 (wieder) dazu.
Montag, 6. April 2009
Ach Scheiße.
Ich hab mich heute morgen von Birger verabschiedet und jetzt bin ich mal wirklich traurig. Ich weiß, daß das gut für ihn ist und ich gönne ihm sein Glück von Herzen. Ich hab mir auch alle Mühe gegeben, es nicht zu arg raushängen zu lassen, aber für mich ist das ein herber Verlust. Keine "Chance" wir mir alle möglichen Gutmeiner weismachen wollen. Ein Verlust der schmerzt.
Freitag, 3. April 2009
Stilblüten in Schaum
Auf der Rückseite meiner neuen Shampoo-Sorte steht der hahnebüchenste Humbug. Eine Reihe von hochwissenschaftlichen Grafiken, Bildchen und Diagrammen: ein winziger orangener Balken, daneben ein doppelt so hoher orangener Balken beschriftet "2x" und darüber steht: Es ist bewiesen. Auf jeden Fall! Ich hab's gekauft weil silikonfrei und meine Friseurin sagt, darauf sollte man achten. Und bei der Gelegenheit fällt auf: warum ist die "Zutatenliste" auf solchen Dingen immer in so merkwürdig wissenschaftlichem Englisch? Viel Fragen.
Donnerstag, 2. April 2009
Sometimes I make you sad
Die Dinge "bessern" sich marginal möchte ich sagen. Zum einen ist echt Frühling, grad. Die Sonne scheint (nicht mehr jetzt natürlich, es ist Nacht...), und es ist schwer ununterbrochen Trübsaal zu blasen wenn es so schön ist. Zum anderen sind ein paar gute Kleinigkeiten passiert: ein weiterer Mini-Lottogewinn. Bei Easy Readers hab ich ein Chuck Palahniuk Buch gewonnen, weil ich wußte, daß Helena Bonham Carter mit Tim Burton verheiratet ist (leeeicht). Und ich hatte normale (Anna) und sogar ganz schöne (Birger) Treffen mit meinen Sorgenkindern an der Freundesfront. Den Barmann gesehen und es ausgehalten. Kleinigkeiten, aber Beweise, daß noch nicht alles verloren ist bloß weil mir in letzter Zeit mal ein bißchen oft zum Heulen zumute war.
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