Donnerstag, 26. Februar 2009

Und um...

... letzte Selbstachtungsreste in mir aufrecht und am Leben zu erhalten werde ich jetzt und hier mal die Klappe halten und mich mit sinnvolleren Dingen beschäftigen als nicht stattfindenden Telefonaten.

A concentrate of titanic sinificance...

Ich bin ja jemand, der nicht an sein Telefon geht wenn da steht: "Nummer unterdrückt." Das ist eine unfaire Herangehensweise von Seiten des Anrufes. Ich verteidige mein möglicherweise ignorantes Handeln damit, daß ich aber durchaus jemand bin, der gegbenenfalls seine Mailbox abhört.
In den letzten 3 Tage hätte ich mein kleines Prinzip fast aufgegeben. Aber dann auch wieder nicht.

Dienstag, 24. Februar 2009

Ernsthaft...

...ich fühle mich ein wenig wie eine Figur in einem dummen Jennifer Aniston Filmchen. "Hm? Warum nur meldet er sich denn bloß nicht? Vielleicht hat er meine Nummer nicht gefunden! Oder er hält sich an doofe 3-Tagesregeln. Oder er ist furchtbar schüchtern. Oder..." Oder ich bin ein hoffnungsloser Fall, eine dumme Gans und jemand, der es immer wieder schafft, die Menschen eben nicht an mich zu binden... Er steht wohl einfach nicht auf mich. Ich nerv' mich selber mit meinem Kopfkino.

Montag, 23. Februar 2009

Der größte Fernseher der Welt

Wie das jetzt anfangen, huh?
Also. In der Bar gewesen. Spaß gehabt. Mittelmäßig viel getrunken. Nach Bar-Ende mit dem Barmann in eine Kaschemme gegangen. Viel getrunken. Auch geknutscht. Als es schon hell war zum Barmann gegangen, wenig geschlafen und ohne nochmal nach Hause zu gehen 10 Stunden gearbeitet. So in etwas sah mein Wochenende aus. Möchte ich weitere Erklärungen abgeben? Je nun? Was soll ich sagen? Ich bin verwirrt, verwundert und etwas vom Lauf der Dinge überrumpelt. Es dürfte angebracht sein, den Ball hübsch flach zu halten und abzuwarten ob und was da noch passiert. Im schlimmsten Fall muß ich mir eine neue liebste Kneipe suchen... ;-)

Samstag, 21. Februar 2009

Handwerk & Abgrund

Es bebt. Es ist Samstag nachmittag, und aus unerfindlichen Gründen wird da unten noch immer rumrenoviert. Die unangenehme Folge: mein Fußboden bebt. Ich mit ihm, und natürlich meine Möbel. Das ist ein blödes Gefühl. Und irgendwie kommt mir der Verdacht, daß diese riesige Immobilienfirma die außer meinem noch geschätzte 3Millionen Häuser auf diesem Planet besitzt da unten doch tatsächlich einen Haufen Schwararbeiter beschäftigt. Das ist verwirrend. Ist es nicht so, daß die die Kosten für eine reguläre, legale Renovierung von der Steuer abschreiben können? Ich kenn mich ja nicht so super aus, aber merkwürdig erscheint es mir doch. Aber es wird für "normale" Handwerker viel zu viel und zu lang gearbeitet. Und: getsern hatten sie einen Hund dabei, einem, nach seinem Bellen zu urteilen ziemlich gigantisch großen Hund. Mysteriös. Mir ist ja fast alles egal, solange die nur mal endlich aufhören die Wände aufzustemmen (Leitungen werden erneuert) und mich hier oben derart in Schwingung zu versetzen.
Gestern habe ich "Milk" geguckt. Och ja. Nach all den Vorschußlorbeeren war ich ein bißchen enttäuscht. Er war schon gut, und es ist bestimmt wichtig diese Geschichte einem breiten Publikum zu erzählen. Aber letztlich fand ich ihn irgendwie ein bißchen langweilig. Er lief so wahnsinnig stringent auf sein (natürlich bekanntes) Ende zu. Klar war es ganz lustig all diese Jungs in ihren 70er Jahre Verkleidungen zu sehen (man beachte bitte den Emile Hirsch Charakter und seine Brille! KInderkacke ist meine dagegen, und jede, die in den letzten Monaten ihren Weg zurück auf die Nasen mehr oder weniger hipper junger Menschen gemacht hat...), aber ich fand es nicht spannend. Und am Ende war es fürchterlich pathetisch. Nicht, daß man was anderes von Gus can Sant erwarten würde, und sicher brauchte die Geschichte das auch. Aber trotzdem. Eher ein 3+Film. Mich ärgert jetzt nur, daß ich einer Meinung bin mit dem doofen Ex-Kinomitarbeiter der mit seinem selbstverliebten Gepose immer jedem auf den Geist geht. Eigentlich möchte ich immer schon aus Prinzip sagen (und finden!) daß er unrecht hat. Aber er meinte ihm sei der Film "zu schwul" sei (naja gut, kann man das bei dem Film mit dem Thema als Kritikpunkt anführen?) und nicht so richtig gut. Nicht so richtig. Verdammt, da hat er recht!

Freitag, 20. Februar 2009

Ein kleiner Runterzieher...

Heute vor einem Jahr wurde bei meiner Mutter die Krankheit diagnostiziert. Wie schnell das alles ging. Kommt mir ganz unwirklich vor. Heute nachmittag treffe ich mich mit Papa, ich hoffe das wird keine gar so traurige Angelegenheit.

Dienstag, 17. Februar 2009

It was a light in a wilderness of darkness to me...

Birgers Kuchen, und vermutlich sieht er noch immer so aus - er wollte ihn gestern abend nicht anschneiden, weil er schon zu viel gegessen hatte. Na. Ob der unbedingt besser wird, man weiß es nicht...
Ansonsten war es ein netter Abend. Auch verwunderlich. Denn natürlich war Christoph da und erstaunlicherweise war am Ende des Abends - der natürlich im Spirit endete, denn was sollte man Montags sonst tun wenn sich alle (Birger, Eva...) extra freu genommen haben? - war wieder alles normal. Wie immer. Wir redeten und tanzten und er grabbelte mich in seiner typischen Art ein bißchen an, er blieb länger als Birger etc ging aber vor Anna und mir. Alles völlig unspektakulär. Ohne jede Aussprache, wohlgemerkt. Nun denn. Nehme ich das mal so hin. Es lohnt sich vermutlich nicht, sich darüber allzuviel Gedanken zu machen. Wenn Birger erstmal fort ist sehe ich wahrscheinlich keinen von denen mehr...

Montag, 16. Februar 2009

"A sky for shoeing horses under"

Ich habe den Vorleser gelesen. Nicht so gut. Tut mir ja auch leid, aber was soll ich sagen? Ich hatte sowieso nie so den Drang das zu lesen und wie sich herausstellte ist es auch wahrlich eher mittelmäßig. Ich hab's gelesen weil nächste Woche der Film kommt - und es nur 200+ Seiten hat, da reichen dann drei Abende. Trotzdem kommt es mir fast vor wie verschwendete Zeit. Wenn man sich eines so ernsten Themas annimmt sollte man auch was zu sagen haben, oder? Verschwurbelte Sätze und gefühlte drei Millionen Mal die Bemerkung der Erzähler "erinner sich nicht mehr"! Dann vielleicht besser mal die Klappe halten. Die Geschichte war so dünn, wirkte so unfertig auf mich. Ich bin wieder einmal mehr als erstaunt was die meistverkauften Bücher sind. Die Meistgelesenen. Deprimierend, eigentlich. "Der Vorleser" wurde in zig Sprachen übersetzt, es ist Abiturstoff geworden, Schullektüre. Dabei kommt, und das ist vermutlich, was mich am meisten störte an dem Buch, so ein klammes, ungutes Gefühl von Pseudoverständinis für die Täter auf. Hanna ist keine Figur, die man verurteilt ebensowenig wie die Erzählerfigur es tut. Sollte man aber. Kann schon sein, daß es Menschen wie sie gab - die durch dumme Zufälle zu Tätern wurden. Aber die Erklärung, die hier für ihr Tun gegeben wird ist erbärmlich, dünn - fast lächerlich. Vielleicht sind Menschen so, aber ich weiß nicht ob man so nachsichtige Bücher über sie schreiben sollte. Ob man solche Figuren in solchen Geschichten mit einem solchen Unterton erfinden sollte. Es hat mich zu keiner Zeit gegrauust bei dem Buch, die Schilderungen des Lagers und des Marsches bei dem die meisten der gefangenen Frauen dann starben waren verknappt und distanziert gehalten. 200 Seiten? Wer sollte da eine solche fürchterliche Geschichte erzählen können? Wer sollte das versuchen wollen? Mir kommt das vor wie so ein Alibibuch, der Holocaustroman für Nichtleser - da hat man das auch abgefrühstückt und kann sich dazugehörig fühlen. Wieso ist dieses schmale Bändchen ein solcher Erfolg? Was sagt das aus über die Menschen? Ich begreife es einfach nicht! Vielleicht sehe ich das völlig falsch? Jemand soll es mir erklären...

Ich habe Birger den schokoladigsten Schokoladenkuchen ever gebacken. Er wird dreißig, heute. Und während ich das tat hörte ich meine neue Why?-Cd und muß sie nun allen ans Herz legen. Weil sie super ist. Total stark, wie Christoph vielleicht sagen würde (muß mich mal mental darauf vorbereiten, daß ich den heute Abend vermutlich sehen werde...). Also: WHY? - "Alopeica". Möchte ich wirklich ebenso warm ans Herz legen wie vom Vorleser dringlich abraten...

Sonntag, 15. Februar 2009

"Reasons not to be an Idiot"

Dieses Wochenende habe ich...
- "Revanche" geguckt, den Film der dieses Jahr "...für Östereich ins Oscarrennen geht!". Sehr zu recht möchte ich sagen. Er wird ihn sicher nicht gewinnen, aber er ist großartig. Ein großer Film, mit einem ziemlich großartigen Ende zu dem ich hier aber besser mal nix sage, das wäre dem nachhaltigen Eindruck den der Film machen kann doch eher abträglich.
- Yvonne besucht. Im Museum Küppersmühle gewesen und mit dem Drang gekämpft ein paar Anselm Kiefer Bilder zu berühren. Ich muß superreich werden um mir meine eigene, anfaßbare Kunst kaufen zu können! Ich hasse das wirklich, immer Abstand halten müssen. Bei Skulpturen denke ich oft sogar, daß das die Idee dahinter sein muß: eine bestimmte Haptik zu erzielen. Eine ziemliche Verschwendung dieses ewige Anfaßverbot (jaja, ich weiß natürlich, daß das kein Bild, keine Statur unbeschadet aushalten würde wenn jeder sie angrapschen würde. Dennoch..)!
- Die Bar besucht. 2x. Jaaaa. Ich weiß, es ist langweilig und ermüdend wenn ich jetzt wieder vom Barmann anfange, zumal es außer dem üblichen vor und zurück auch eigentlich nichts zu berichten gäbe. Sollte das irgendwann wider erwarten doch mal anders sein - hier fände es sich als Erstes. Ich lach ein bißchen über mich, das ist besser als sich in den Schlaf zu weinen (und das schrieb ich bloß, weil es so schön pathetisch klingt. Von Tränen bin ich, Gott sei's gedankt, doch noch weit entfernt in dieser Sache...)

Donnerstag, 12. Februar 2009

Nachtrag...

...eine Nachricht vom unglücklichen Handwerker. Dem das wohl schrecklich unangenehm war und der mir, nach Auskunft meines freundlichen Herrn Hausverwalters (dessen Name in dem Brief da oben ebenso phantasiert ist wie meiner, nebenbei bemerkt...) schon fast Blumen zur Entschuldigung kaufen wollte. Wie süß. Jedenfalls bekomme ich morgen jetzt ein komplett neues Schloß mit allen dazugehörigen Schlüsseln. Das nennt man wohl prompte und restlose Problemlösung.

Hausbesuch

Heute morgen, zehn Minuten vor 8. Ich werde unsanft geweckt. Von einem jungen Mann. Einem Handwerker, einem verirrten. Der sollte/wollte wohl die Wohnung der alten (und mittlerweile leider toten) Frau Haberecht unter mir revovieren. Zu diesem Zwecke bekam er einen Schlüssel, der aber nicht in das Schloß besagter Wohnung passte so daß der Typ dacht sich vertan zu haben und es kurzerhand bei mir probierte. Es sei versichert, es gibt kaum ein schlimmeres Gefühl als geweckt zu werden vom Geräusch eines in der von einem allein bewohnten Wohnung herumschlecihenden Menschen. Ich vermute der Schreck kostet mich einige Stunden bis Tage Gesamtlebenszeit...
Ich bin ein wenig fassungslos! Wieso gibt es da einen Schlüssel zu meiner Wohnung von dem ich nichtmal wußte? Wer hat den? Die Hausverwaltung, der furchtbare Hausmeister? Beides wäre kaum rechtens (Susanne, meine Juristen-Schwester hat mir das freundlich bestätigt...) und es ist ziemlich beunruhigend und schlicht unangenehm. Ich habe also eine mild-empörte E-Mail an den Mann von der Hausverwaltung geschrieben, den der neulich mal da war, nett war und mich minimal angegraben hat. Und ja, natürlich habe ich vorher angerufen, ihn aber nicht erreicht. Also: eine Mail. Ich will diesen Schlüssel, das geht so nicht. Es gibt kaum was gruseligeres als jemand Fremdes unerwartet in deinem Schlafzimmer!

Samstag, 7. Februar 2009

Nordstadt

Es gibt geschätzte dreiundvierzig Trizillionen Möglichkeiten Kontakt aufzunehmen zu einem einem bis dato unbekannten Menschen - die meisten davon beinhalten Sätze, Aussagen, Sprüche, kurz: Worte. Einige sind besser geeignet als andere, selbstredend. Kaum eine Wortfolge ist allerdings so unpassend wie: "Gestern wollte ich mich umbringen. Echt." - ohne entspannend ironischen Unterton vorgetragen. Ich kann das beurteilen, denn mir wurde dieser etwas bizarre Annäherungsveruch zuteil, gestern. Ich sollte keine Witze darüber machen, eigentlich war es tragisch wie ärgerlich, und ich einigermaßen aus der Fassung gebracht. Was soll man denn anfangen mit so einer Aussage? Wie soll man da reagieren?
Der Mensch der das zu mir sagte war ein schon nachmittags ziemlich betrunkener Typ der ins Kino kam als ich arbeitete. Zugegebenerweise hatt ich schon mal das zweifelhafte Vergnügen, meine grandiose Einleitung da oben dient also vor allem der poetischen Darstellung, tatsächlich hatten wir schon mal miteinander gesprochen. Da war er auch besoffen und es war auch unerfreulich, aber zumindest war nicht von Selbstötung die Rede. Dafür schlief er im Nachmittagsfilm ein, kippte dabei sein volles Bier um und ließ sich nur mit leichter Gewalt und mit Hilfe von Sven wecken um dann pöbelig zu werden. Als ich ihn also gestern reinkommen sah schwahnte mir nichts allzu Gutes. Wieder guckte er den Frühfilm, ihm wehte bereits eine stattliche Fahne voraus und während der schlechten französischen Komödie (die ihm tatsächlich zu gefallen schien) kam er mehrfach raus um noch mehr Bier zu erstehen - bis zu dem Punkt wo ich ihm erklärte dies sei nun das letzte das er von mir bekommen würde. Nach dem Film, er konnte nicht mehr wirklich sicher stehen und darum verweigerte ich ihm auch ein Ticket für den nachfolgenden, schwafelte er erst ein wenig über hörbare Radiosender und Hörspielversionen von Frank Schätzings Erfolgsroman "Der Schwarm" um dann oben bereits erwähnten Satz auf mich loszulassen. Gut, vorher warf er noch ein vergleichsweise zusammenhangloses "Habt ihr hier spitze Gegenstände?" in die aus mir und Kati bestehende Runde, aber dann rückte er gleich raus mit der knallharten Warheit. Ich reagierte ein klitzekleines bißchen unbedacht wenn man nur von einer minimalen Chance ausgehen möchte daß er das ernst meinte. Ich sagte ihm, daß das ja nun keine Art sei. Was ich denn bitte damit anfangen sollte (worauf er tatsächlich meinte ich könnte ihm ja Möglichkeiten aufzeigen, womit er Methoden der Selbsttötung meinte, nicht etwa Möglichkeiten sich besser zu fühlen...), und wieso er das ausgerechnet mir erzählen zu müssen meinte. Er reagierte beleidigt, ich riet ihm nach Hause zu fahren und sich doch einfach nicht zu töten. Ich bin eine Zynikerin. In meinem Viertel wimmelt es von tragischen Fällen, Trinker, Junkies, Gestörte die mal glücklich mit ihrer Störung leben und somit einen geweissen Unterhaltungsgrad haben und solche denen es nicht gut geht. Gestalten, die echt fertig sind kommen hier gehäuft vor und am schwierigsten zu ertragen sind die, bei denen klar ist, daß sie einmal eine Chance gehabt hätten. Die einigermaßen Klugen halbwegs Gebildeten. Zu dieser Kategorie gehörte der Typ gestern eindeutig auch. Ich weiß natürlich nie, was diesen Menschen passiert ist, aber seit ich hier wohne denke ich oft, daß der Schritt aus dem gereglten Leben hin zu so einer Existenz kein gigantisch großer sein muß. Und es ist nicht so, daß mir Menschen wie er nicht auch leid tun. Es ist nur so, daß man sich sowas hier nicht zu sehr zu Herzen nehmen sollte, es kommt schlicht zu häufig vor. All zu lange möchte ich hier nicht bleiben. Weil ich merke wie ich härter werde, unbarmherziger. Und eigentlich will ich das nicht.

Mittwoch, 4. Februar 2009

Addicted to Bad Ideas

Mein Vater hat einen Hexenschuß. Oder etwas Ähnliches, er geht ja nicht zum Arzt. Statt dessen beordert er mich den lädierten Rücken mit ABC zu pflastern. Ich bin skeptisch, uns scheinbar nicht zu unrecht, denn gerade rief er nochmal an und erklärte, das Pflaster hätte nun doch nicht so gut getan. Es wurde ihm zu heiß. Die Apothekerin, die ich danach fragte, meinte Hitze sei gut bei Verspannungen aber schlecht, wenn es sich um was "Entzündliches" handele. Da greife man dann eher zum Kühlpack. Seine neueste Selbstdiagnose lautet nun auch "entzündlich". Was ihn aber nicht dazu bringt, doch mal zum Arzt zu gehen. Kann ich ihm auch nicht helfen. Soll ich aber. Um ihm dieses (offensichtlich unnütze) Ding über den Hintern zu pappen mußte ich meinen halben Tag umwerfen. Natürlich schnee-regnete es und ein Bus kam auch nicht. Zumindest habe ich keine Schmerzen...

Ich habe mir gestern ein Glas Nutella gekauft. Das sollte ich nicht, denn wenn welches da ist esse ich es. Ununterbrochen, quasi. Und ist kein Brot mehr da tut's auch ein Löffel. Für mich müßte es das Zeug echt in viel, viel kleineren Einheiten gebn. Ich bin zügellos. Drum kauf ich es auch fast nie.

Nebenbei bemerkt...

Den Rücktritt des Papstes zu fordern ist purer Blödsinn. Ein Papst kann nicht zurücktreten, das liegt im Wesen der Sache. Gottes Stellvertreter auf Erden ist nicht fehlbar. Und möglichst wenig menschlich. Ließe man ihn abdanken könnte man gleich das ganze Konzept in die sprichwörtliche Tonne treten.
Ich bin jedenfalls froh, keine Katholikin zu sein. Könnte ich aber auch kaum, wäre ich ich. Das würde ich nicht aushalten...

Montag, 2. Februar 2009

Herrenhandball


Ich war mal Spielerfrau. Birger, heute mein guter, damals mein "fester" Freund spielt seit Kindertagen Handball. Früher war ich oft bei Spielen und am Samstag mal wieder. Nach sechs oder sieben Jahren.
Sport auf dieser Ebene - wir sprechen von der Kreisliga - ist speziell. Zum Beispiel das gegnerische Team: Tabellenführer, nach Birgers Aussage. Lauter Jungspunde mit einem gigantischen Fantross im Schlepptau - die Mamis, die just der Pubertät entwachsenen Freundinnen, einige jüngere Geschwister und sogar Omas. Sie wärmten sich synchron auf und klatschten dabei rhythmisch in die Hände. Vielleicht dachten sie sie seien die Rugby Nationalmannschaft von Neuseeland die vor den Matches immer traditionelle Maori-Tänze aufführt, mit Geschrei und Brimborium? Um sich aufzuputschen hatten sie einen Ghettoblaster dabei - mit Rihanna an die Spitze... Ihre Fans sollten später ununterbrochen auf eine Tommel eindreschen, weniger rhythmisch als das Geklatsche, und nervtötend. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl davon Herzrythmusstörungen zu bekommen, denn eine Ausziehtribüne in einer Schulturnhalle (nebenbei bemerkt: die Turnhalle der Schule an der ich einst mein Abitur machte...) ist ein prima Resonanzkörper. Mir kam der Verdacht, daß die ihre Gegner (und deren Zuschauer) schlicht in den Wahnsinn trieben um aufzusteigen.
TV Eintracht dagegen - in ihrem traditionellen Schluff viel angenehmer. Denn mal ehrlich: das hier ist zwar Sport, und da geht es immer ums gewinnen, aber so zu tun als stünde man nur drei Siege vor dem Profidasein ist da einfach albern und unangebracht. Es wirkt lächerlich. "Mein" Team also, uneinheitlich gekleidet, uneinheitlich in der Auswahl der Auffärmübungen, einigermaßen einheitlich im Alter - mindestens Mittelalt, höchst uneinheitlich in der Leistungstärke. Natürlich haben sie verloren. Trotzdem hatte man fast den Eindruck sie hätten mehr Spaß gehabt.
Und sowas gibt es in quasi jeder Turnhalle, in jeder Stadt, an jedem Wochenende. Es gibt richtige Handballfamilien (natürlich gilt das wohl auch für Fußball, Volleyball und Taschenhalma, aber ich bin nur mit einem Handballer zusammen gewesen...) mit Kindern die da aufwachsen. Deren Tradition es eben ist, die Wochenenden in miefigen Sporthallen zu verbringen, Cola für einen Euro zu kaufen, über die dicksten Schiedsrichter der Welt zu staunen und sich über unfähige Kreisläufer bzw Trainer aufzuregen. Eine faszinierende, mir völlig fremde Welt. Wir waren Sonntags im Museum als ich klein war...
Wenn Birger nach Kanada geht war es das mit ihm und dem TV Eintracht, nach mehr als 20 Jahren. Kann man sich das vorstellen? Zwanzig Jahre im gleichen Verein und noch nichtmal 30 Jahre alt? Und nun macht er Schluß mit Handball, das man in ganz Nordamerika quasi nicht kennt. So bleibt ihm zumindest die zweite Mannschaft erspart, dieses obskure Sammelsurium aus Halbinvaliden, Übergewichtigen und einfach wirklich alten Männern in zu engen Trikots. Die aber auch mehr Spaß haben als die Kreisligaführenden...