Mir fallen sicherlich ein paar Dinge ein, die schlimmer sind, als Badeanzüge kaufen und vor allem vorher anprobieren - aber allzuviele dürften es nicht sein. Ich glaube, das muß sich sogar für Frauen mit kompletten Traumkörpern demütigend anfühlen. Erst macht man sich nackig - oder fast, denn man entledigt sich natürlich nicht seines Höschens und hofft inständig, daß das alle anderen potentiellen Käuferinnen dieses Badeanzuges auch so halten. Dieses Höschen zeichnet sich unschön unter dem Teil ab, und man fragt sich, ob man guten Gewissens alles, was einem in dieser Region nicht gefällt auf besagte Unterwäsche schieben kann. Das Licht ist komisch: entweder zu grell oder aber das, was der Inneneinrichter für "schmeichelnd" befunden hat, was aber im Klartext zu dunkel heißt und die eigenen Körperkonturen merkwürdig unscharf und schwammig erscheinen lassen. Was wiederum zu Hause zu bösen Überraschungen führen kann. Und nie nie erkennt man, ob einen die Farbe im hellen Sonnelicht bläßlich, totenbleich oder (in meinem Fall bisweilen) gelb erscheinen läßt. Eigentlich möchte man ein paar Schritte von dem Spiegelmonster wegtreten, aber dazu müßte man raus vor die Kabine wo der feiste Göttergatte der Dame in der Kabine links oder rechts nebenan während er auf seinen Liebste wartet friedlich in den Zähnen puhlt. Vor dem möchte man halt dann doch nicht flannieren - vor allem nicht in Bademoden, von deren Tragbarkeit man sich noch selbst überreden muß.
Das alles habe ich heute erlebt. Und keinen Badeanzug gekauft. Ich mußte fliehen. Vielleicht brauche ich bald mal einen FKK-Strand..
Freitag, 29. Mai 2009
Montag, 25. Mai 2009
It's a nice day for a white wedding...
Zwei Menschen heiraten, und nie nie hätte ich gedacht, daß ich nicht dabei sein würde. Daß sie es mir nichtmal persönlich mitteilen. Enttäuscht und traurig. Ich hätte kaum gedacht, daß sie das tun, denn vor allem sie hat das immer weit von sich gewiesen und wenn schon, dann doch mit mir als mindestens VIP-Gast. Wenn nicht Trauzeuge. Nr 1 Fan. Aber Dinge ändern sich und Freundschaften verschwinden einfach. Ich bin mir nicht sicher, daß ich überhaupt begriffen habe warum das in diesem Fall so gekommen ist. Es ist so deprimierend wie vielleicht auch unspektakulär.
Sonntag, 24. Mai 2009
Pretty girls make graves
Heute nacht, beim Nach Hause laufen von einer mittelmäßigen Party auf die ich eigentlich überhaupt nicht mitgeschleppt werden wollte traf ich auf einen alten Freund von mit. Jemanden, den ich ziemlich aus den Augen verloren habe, der aber eine Weile eng und wichtig und mir sehr lieb gewesen ist. Es war nach vier, ich war schon fast ne halbe Stunde unterwegs und ich wußte, daß ich gegen neun wieder aufstehen würde müssen - Anna und ich hatten uns nämlich selbst zur Taufe des Kindes von (nicht sehr engen) Freunden eingeladen, unser Kommen groß propagiert und ein faboulöses Geschenk erstanden, so daß klar war, daß absagen einfach nicht so ging. Also war klar, daß es wenig Schlaf geben würde. Es dämmerte schon, als er mir da so entgegenkam. Als ich ihn (aus einiger Entfernung) erkannt hatte überlegte ich noch kurz, schnell die Strassenseite zu wechseln. Nicht, weil ich ihn nicht mochte, oder grundsätzlich nicht mit ihm sprechen wollen würde. Aber genau dann da? Tat es aber nicht. Statt dessen ließ ich mich überrascht erkennen, schwabulierte, hörte Neuigkeiten und nahm seine Begeisterung ebenso hin, wie sein Bedauern mich nicht öfter zu sehen. Das alles war nett, auch wenn in meinem Kopf die Uhr tickte und der Himmel immer heller wurde. Nach ca 20 Minuten verabschiedete ich mich. Alles gut, soweit. Bloß begriff ich dann erst, im weitergehen, was es wohl vermutlich bedeutete ihn just da, an dieser Stelle hinten hinter Kino und Hauptbahnhof getroffen zu haben - an einer Stelle, die mal sowas von ab von seinem Weg lag - ich fürchte der Gute war im Puff. Zumindest in der Sperrzone. Es gibt eigentlich keine andere Erklärung. Als ich ihn traf waren wir 20m entfernt vom Eingang in die Strasse, in der in meiner Heimatstadt die Bordelle liegen. Daß ich da nicht sofort drauf gekommen bin! Er erzählte mir genau wo er gewesen war und von dort zu Ihm nach Hause gäbe es einen hübschen, direkten Weg mitten durch die Fußgängerzone. ALs ich mich von ihm entfernte fragte ich mich erst: was macht er dann da? und dann war es auf einmal ganz klar und ich gruselte mich ein bißchen. Das ist schon so'n minimales bißchen bäh. Ich will mich nicht zum Moralapostel aufschwingen, aber der Gedanke, daß Jungs die ich kenne und mit denen ich eigentlich befreundet bin zu Prostituierten gehen ist komisch und befremdlich und schlicht ein wenig unangenehm. Er redete sofort so aufgedreht auf mich ein, daß ich mich im Nachhinein frage, ob das vielleicht ein bißchen Scham war. Vermutlich ist es ein kleiner Alptraum, dabei erwischt zu werden - noch dazu von einer Frau. Glück für uns, daß mein müdes Hirn einfach nicht mehr in seiner Normalgeschwindigkeit gearbeitet hat, das hätte höchst unangehem und befangen werden können...
Mittwoch, 20. Mai 2009
Ein etwas abwegiger Gedanke...
Auf dem Dach neben meinem Schlafzimmerfenster balzen und paaren sich die Tauben. Das ist ein bißchen widerlich und ein bißchen schön. Ich muß grinsen. Heißt das wohl, daß ich empfänglich wäre für Tierpornos?!
"Wenn ich die Geschichte in Worten erzählen könnte, brauchte ich keine Kamera herumzuschleppen"


Fotos meiner großen Familie. Alte Bilder von Leuten, die ich größtenteils nicht gekannt habe. Menschen bilden ihr Leben ab. Ich mag die Farben, die Art und Weise wie früher posiert wurde. Daß Fotos etwas besonderes waren, etwas wertvolles. Ich mag, daß fast alle Schnapschüsse unscharf sind, wie die meisten Erinnerungen, die ich habe, auch.
Heute haben alle ihre korrigierten Fotos auf dem Computer und keiner macht mehr Abzüge. Das ist ein echter Verlust, denke ich, wenn ich dasitze und in diesen riesigen Bergen von Bildern wühle. Ich glaube einfach nicht, daß meine potenziellen Enkel sich vor einen Bildschirm setzen und sich Bilddateien aus meiner "Jugend" anschauen werden - oder von mir aus noch eine Generation später. Ich mag das ungeschönte, zufällige von analogen Fotos. Einmal draufgedrückt gibt es das Bild, und man muß es aktiv zerstören, wegschmeißen, zerschneiden und sich auch des Negativs annehmen um ein analoges Bild loszuwerden. Und wer macht das schon? Also landen all diese Fehlschüsse und Grimassen und mitfotografierte Daumen in einer Kiste, in einer Ecke, in Kellern und auf Dachböden - und warten auf den, der sie irgendwann rauskramt.
Im Haus meiner Eltern gibt es eine Million Fotos. Das liegt daran, daß mein Vater ein begeisterter Fotograf ist und als solcher auch gesteigertes Interesse an den Bildern anderer hatte. Er hat viel aufgehoben und gesammelt, wirklich archiviert oder geordnet hat er nichts. Ich habe in den meisten Fällen keine Ahnung, wer das ist auf diesen Bildern. Meine Oma Lina (die Dame mit dem Kopf im Fenster) war halbwegs fleißig darin, Orte und Daten auf Rückseiten zu vermerken, eine Taktik von denen gern abgeraten wird, weil die Säure von Tinte die Fotos zerstört. Ein Glück, daß sie meist einen Bleistift nahm. Auf mütterlicher Seite war man da schludderiger. Aber da erkenne ich auch mehr - und es sind einfach weniger Menschen. Ich weiß nicht genau, was ich denken und fühlen soll wenn ich diese Bilder angucke. Fühle ich mich zugehörig zu den Männern und Frauen und Kindern? Nicht so wirklich. Ich gucke schon auf meine eigenen Kinderbilder mit merkwürdiger Distanz - vor allem, wenn Situationenabgebildet sind, an die ich mich selbst nicht erinnere. Es gibt ja auch falsche Erinnerungen, solcher zweiter Hand, ausgelöst von Erzählungen die bei jedem Familienessen wieder aufgetischt werden oder wurden und von Fotos, die man tausendmal gesehen hat. Und dann glaubt man plötzlich, sich wirklich zu erinnern wie das war, wie man sich fühlte da oben auf dem Klettergerüst als man nicht mehr wüßte wieder runter. Das sind unzuverlässliche Erinnerungen, zusammengereimt mit Hilfe der kollektiven Erinnerungen anderer und mit Hilfe von Fotos, die ja nie die Wirklichkeit zeigen sondern ein Fragment, das sich zu allem Überfluß auch noch interpretieren läßt. Bleibt die Frage, warum ich so latent besessen bin von Fotos, warum ich manchmal das Gefühl habe ein Bild zu brauchen, um die Dinge wirklich zu verstehen. Oder zu glauben. Warum ich ein Foto von mir am Todestag meiner Mutter wollte, eins von ihr in ihrem Bett auf der Intensivstation. Eins von ihrem Grab. Eins von Birger aus dem Fenster geschossen , wie er meine Wohnung verlässt nachdem wir uns trennten, natürlich unscharf weil ich selbstverständlich geheult habe? Warum bin ich so fixiert auf Aufnahmen? Traue ich meinem Hirn nicht, meiner Erinnerung? Fakt ist, daß ich vieles nicht mehr weiß. Auch vieles, von dem andere behaupten sie könnten das niemals vergessen. Ich erinnere mich nicht mehr an meinen ersten Kuß, kaum mehr an meinen ersten Schultag. Ich bin unzuverlässig wie die Bilder, aber vielleicht hoffe ich, daß sich das ergänzt: was ich auf dem Foto sehe und was noch in den Untiefen meiner Erinnerung schwimmt und schwelt. Vielleicht glaube ich beides zusammen ergebe eine glaubhafte, reale Erinnerung. Ich weiß nicht. Ich kann nur nicht anders.

Sonntag, 17. Mai 2009
Ich bin nicht der unordentlichste Mensch auf Erden.
Das ist eine erfreuliche Erkenntnis. Eigentlich ist es bei mir sogar ziemlich wohnlich selbst dann noch, wenn ich denke ich halt's nicht mehr aus. Ich habe meine Meister gefunden, was die zweifelhafte Kunst angeht, in Chaos, Unordnung und (stellenweise) Dreck zu leben. Und sich da gar wohl zu fühlen. Ich bin ein Waisenkind, weiß ich seit gestern und werde mir ab sofort nie wieder Sorgen darum machen, ob ich da schon ernstlich ein "Problem" haben könnte.
Andere Wochenendbeobachtungen waren weniger erfreulich, aber vielleicht nötig. Ich muß mal langsam wieder klar kommen. Und mir vielleicht tatsächlich eine neue Stammkneipe suchen. Oder an anderen Tagen als bisher dahin gehen.
Sonst so? Gestern uneingeladen auf einer Hochzeitsfeier gewesen und mich fehl am Platz gefühlt, und schwerst under-dressed. Dann uneingeladen auf einer Geburtstagsparty. Wo das nicht so das Problem war. Dafür einen dieser seltsamen Momente erlebt wenn man unverhofft auf Menschen trifft mit denen man mal einmalig was zu tun hatte und ein bißchen gehofft hatte, das könnte auch so bleiben. Und dann nimmt einen jemand mit zu einer Party und plötzlich stehst du in einem WG-Zimmer von jemandem namens Rainer der sagt: "Dich kenn ich doch!" und bedeutungsschwanger die Brauen lupft und fühlst dich mies und hoffst, den damals nicht geknutscht zu haben. Bist dir aber nur zu 98% sicher. und dann (als wäre das nicht schon merkwürdig genug) erzählt dir jemand, daß ein Mädel, das du gut kennst und dauernd siehst schon seit ewigen Zeiten auf den steht und du fühlst dich gezwungen zu einem theatralischen Ausruf à la "Ach, das ist der Mitbewohner von dem sie immer redet?" und fühlst dich wie in einem nur mäßig guten Film. Eigentlich ist er schlecht, der Film, und du betest, daß jemand vorspult. Ich weiß nicht wer da sein Happy End haben wird, ich vermute mal nicht ich, jedenfalls nicht, wenn der Typ die männliche Hauptrolle gibt. Ich bin da eher eine kleine Nebenrolle...
Mann, drücke ich mich heute verspult aus. Voll drin in dem Filmthema, huh?! Könnte daran liegen, daß ich schon das ganze Wochenende durcharbeite. Und das nächste und übernächste auch. Ich arbeite vier Wochenenden am Stück alle Tage. Bis auf einen Samstag, der mir dann ja auch schon fast wieder egal ist. Ich muß doch mal wieder zu Arbeitsbesprechungen gehen, sonst verteilen die mich bloß noch auf blöde Termine. Na. Zumindest verdiene ich so mehr Geld weil die Schichten am Wochenende länger sind. Das sollte meine neue Rangehensweise sein: im grundsätzlich Schlechten auch das Gute sehen...
Andere Wochenendbeobachtungen waren weniger erfreulich, aber vielleicht nötig. Ich muß mal langsam wieder klar kommen. Und mir vielleicht tatsächlich eine neue Stammkneipe suchen. Oder an anderen Tagen als bisher dahin gehen.
Sonst so? Gestern uneingeladen auf einer Hochzeitsfeier gewesen und mich fehl am Platz gefühlt, und schwerst under-dressed. Dann uneingeladen auf einer Geburtstagsparty. Wo das nicht so das Problem war. Dafür einen dieser seltsamen Momente erlebt wenn man unverhofft auf Menschen trifft mit denen man mal einmalig was zu tun hatte und ein bißchen gehofft hatte, das könnte auch so bleiben. Und dann nimmt einen jemand mit zu einer Party und plötzlich stehst du in einem WG-Zimmer von jemandem namens Rainer der sagt: "Dich kenn ich doch!" und bedeutungsschwanger die Brauen lupft und fühlst dich mies und hoffst, den damals nicht geknutscht zu haben. Bist dir aber nur zu 98% sicher. und dann (als wäre das nicht schon merkwürdig genug) erzählt dir jemand, daß ein Mädel, das du gut kennst und dauernd siehst schon seit ewigen Zeiten auf den steht und du fühlst dich gezwungen zu einem theatralischen Ausruf à la "Ach, das ist der Mitbewohner von dem sie immer redet?" und fühlst dich wie in einem nur mäßig guten Film. Eigentlich ist er schlecht, der Film, und du betest, daß jemand vorspult. Ich weiß nicht wer da sein Happy End haben wird, ich vermute mal nicht ich, jedenfalls nicht, wenn der Typ die männliche Hauptrolle gibt. Ich bin da eher eine kleine Nebenrolle...
Mann, drücke ich mich heute verspult aus. Voll drin in dem Filmthema, huh?! Könnte daran liegen, daß ich schon das ganze Wochenende durcharbeite. Und das nächste und übernächste auch. Ich arbeite vier Wochenenden am Stück alle Tage. Bis auf einen Samstag, der mir dann ja auch schon fast wieder egal ist. Ich muß doch mal wieder zu Arbeitsbesprechungen gehen, sonst verteilen die mich bloß noch auf blöde Termine. Na. Zumindest verdiene ich so mehr Geld weil die Schichten am Wochenende länger sind. Das sollte meine neue Rangehensweise sein: im grundsätzlich Schlechten auch das Gute sehen...
Donnerstag, 14. Mai 2009
Mittwoch, 13. Mai 2009
Montag, 11. Mai 2009
"If seeing is right then look where you're at"
Samstag war ich im Stadion. Man glaubt es ja kaum, aber mittlerweile macht das ja wirklich wieder Spaß! Es ist kein quälendes Gemurkse mehr, und die Chancen stehen gut, daß man einen Sieg zu sehen bekommt. Wie Samstag auch. Mir taten die Karlsruher ab einem geweissen Punkt dann tatsächlich schon fast leid. Die werden wohl absteigen, und ich weiß nicht, ob sie das verdient haben.
Tja. Und abends war ich dann auf der Party bei Eva. Ich bin da hingegangen mit der Absicht das beste daraus zu machen. Hat ganz gut geklappt möchte ich sagen, hab mich halbwegs wohl gefühlt und sogar Spaß gehabt. Vor allem dank Lars. Der ist einfach lustig, ich mag ihn gern um mich haben. Und seine Freundin war nicht da, also benahm er sich wieder mehr wie sein altes Party-Selbst. Was übrigens nicht heißen soll, daß ich sie nicht mag. Im Gegensatz zu einigen anderen find ich sie eigentlich nett. Und er scheint echt verliebt und glücklich mit ihr zu sein. Das halte ich ihr auf jeden Fall zugute, auch wenn sie manchmal scheinbar ein wenig zickig rüberkommt. Was ich allerdings nur aus Erzählungen weiß, in meiner Gegenwart war sie bisher nicht so. Ausgemacht wenig hält übrigens Christoph von Lars' Freundin. Ich dagegen mag seine, Christophs Freundin nicht so wirklich. Irgendwie ist sie komisch. Vielleicht bin ich auch bloß ein wenig eifersüchtig, weil ich doch ziemlich wenig Aufmerksamkeit bekomme seit sie aufgetaucht ist. Samstag allerdings kam er zu mir und fragte, ob ich Birger vermissen würde. Kluge, naheliegende Frage in dem Umfeld. Es hielt sich aber in Grenzen. Auf Parties hatte ich immer wenig von ihm weil er ständig überall und mit jedem zugange war. Wir, also Christoph und ich (und Andrea dazu) haben uns mal wieder erklärt wie toll wir uns finden und daß wir unbedingt mal wieder was zusammen machen müssen. Bla bla, leider. Klappt höchst vermutlich wieder nicht so richtig. So ist das halt, auch wenn ich rausfand, daß er Donnerstag echt angerufen hatte um was mit mir zu machen - nicht bloß für irgendeine naseweise Information. Andrea nun hatte ihren taufrischen Liebsten dabei - Axel. Einen (haha!) Raumplaner. Sie schien ausgeglichen und glücklich und ausgelassen. Wir haben nicht so viel ernsthaft gesprochen, aber ich fand es schön, sie so zu sehen. Und auch eher hatte weniger was von einem Karrieretypen als ich befürchtet hatte. Sie haben sich bei so'nem Datingportal im Netz kennengelernt. Mache ich was falsch? Ich bilde mir ja manchmal ein ein bißchen verzweifelt an dieser Front zu sein, aber offensichtlich nicht. Ich käme einfach nicht auf die Idee, so zu suchen. Ganz egal, ob das mittlerweile die zweit häufigste Art sein soll, einen Partner zu finden. Mir ist und bleibt das suspekt.
Tja. Und abends war ich dann auf der Party bei Eva. Ich bin da hingegangen mit der Absicht das beste daraus zu machen. Hat ganz gut geklappt möchte ich sagen, hab mich halbwegs wohl gefühlt und sogar Spaß gehabt. Vor allem dank Lars. Der ist einfach lustig, ich mag ihn gern um mich haben. Und seine Freundin war nicht da, also benahm er sich wieder mehr wie sein altes Party-Selbst. Was übrigens nicht heißen soll, daß ich sie nicht mag. Im Gegensatz zu einigen anderen find ich sie eigentlich nett. Und er scheint echt verliebt und glücklich mit ihr zu sein. Das halte ich ihr auf jeden Fall zugute, auch wenn sie manchmal scheinbar ein wenig zickig rüberkommt. Was ich allerdings nur aus Erzählungen weiß, in meiner Gegenwart war sie bisher nicht so. Ausgemacht wenig hält übrigens Christoph von Lars' Freundin. Ich dagegen mag seine, Christophs Freundin nicht so wirklich. Irgendwie ist sie komisch. Vielleicht bin ich auch bloß ein wenig eifersüchtig, weil ich doch ziemlich wenig Aufmerksamkeit bekomme seit sie aufgetaucht ist. Samstag allerdings kam er zu mir und fragte, ob ich Birger vermissen würde. Kluge, naheliegende Frage in dem Umfeld. Es hielt sich aber in Grenzen. Auf Parties hatte ich immer wenig von ihm weil er ständig überall und mit jedem zugange war. Wir, also Christoph und ich (und Andrea dazu) haben uns mal wieder erklärt wie toll wir uns finden und daß wir unbedingt mal wieder was zusammen machen müssen. Bla bla, leider. Klappt höchst vermutlich wieder nicht so richtig. So ist das halt, auch wenn ich rausfand, daß er Donnerstag echt angerufen hatte um was mit mir zu machen - nicht bloß für irgendeine naseweise Information. Andrea nun hatte ihren taufrischen Liebsten dabei - Axel. Einen (haha!) Raumplaner. Sie schien ausgeglichen und glücklich und ausgelassen. Wir haben nicht so viel ernsthaft gesprochen, aber ich fand es schön, sie so zu sehen. Und auch eher hatte weniger was von einem Karrieretypen als ich befürchtet hatte. Sie haben sich bei so'nem Datingportal im Netz kennengelernt. Mache ich was falsch? Ich bilde mir ja manchmal ein ein bißchen verzweifelt an dieser Front zu sein, aber offensichtlich nicht. Ich käme einfach nicht auf die Idee, so zu suchen. Ganz egal, ob das mittlerweile die zweit häufigste Art sein soll, einen Partner zu finden. Mir ist und bleibt das suspekt.
Donnerstag, 7. Mai 2009
EVERYBODY WILL ASK WHAT BECAME OF YOU
Illusion is the first of all pleasures...
Diese Woche stehe ich auf Kriegsfuß mit aller erdenklicher Technik, Hard- wie Software, online-acounts - alles! Nix, was funktionieren würde, hiervon mal abgesehen! Was ist da los? Hab ich versehentlich einen Finger in die Steckdose gesteckt und nun ist alles verhext? Es macht mich wahnsinnig. Bei nix werde ich so schnell ungehalten und kirre und tobsüchtig wie bei bockiger Technik. Das liegt womöglich daran, daß ich über all diese Wunderdinge nur absolut oberflächlich Bescheid weiß, und wenn's dann nicht läuft binnen Sekunden am Ende meiner minimalen Weisheit ankomme. Und nichts mehr tun kann! Außer dem typischen Mädchending: aus- und wieder anmachen. Und hoffen. Ich bin hilflos und unfähig und darum böse. ES NERVT MICH! NEEEERV! Ganz weit vorne (aber nur minimal vor Ätz-E-Bay...) die von meiner Schwester geliehene Digitalkamera. Meine lustige Schwester hat das Ding augenscheinlich noch nie an einen PC angeschlossen, die liest die Speicherkarte immer in einem Fotoladen aus und brennt die Bilder auf CD. Das will ich aber nicht, ich will den Spaß direkt auf meine Kiste. KLAPPT ABER NICHT. Und das beigelegte Benutzerhandbuch hilft mir einen echten Scheiß. Hab schon vor den Tisch getreten. wie scön, daß ich für Sven der nachher kommt gerade Kuchen backen konnte. Das beruhigt mich. Mist, was bin ich für ein altmodischer Mensch mit konventioneller Rollenteilung. Ich hoffe tatsächlich auf Sven. Schande.
Würde das klappen mit den Bildern - ich könnte stolz vorzeigen, was ich in den letzten Tage gemacht habe. Namlich wundervolle "Sammelteller" für die Wand. Nein nein, ich fang nicht an zu Töpfern oder so. Ich verschöne bloß meine Aussteuer, sozusagen. Ich würd's ja herzeigen, aber NEIN. Geht ja nicht. Es droht Dampf aus den Ohren und ein Herzanfall. Ich geh mal besser raus, jetzt...
Würde das klappen mit den Bildern - ich könnte stolz vorzeigen, was ich in den letzten Tage gemacht habe. Namlich wundervolle "Sammelteller" für die Wand. Nein nein, ich fang nicht an zu Töpfern oder so. Ich verschöne bloß meine Aussteuer, sozusagen. Ich würd's ja herzeigen, aber NEIN. Geht ja nicht. Es droht Dampf aus den Ohren und ein Herzanfall. Ich geh mal besser raus, jetzt...
Mittwoch, 6. Mai 2009
Vergleichende Irrelevanz
Es ist krass, wie stark manche Erinnerungen mit Gerüchen verbunden sind. Wann immer ich den Geruch von Heißkleber in die Nase bekomme erinnere ich mich unwillkürlich an mein Praktikum in der neunten Klasse. Ich bin schlagartig wieder fünfzehn und klebe Christbaumkugeln an häßliche Tannengestecke bei Blumen Risse. Was für eine grauenhafte Zeit! Gearbeitet habe ich damals mit Jasmin aus meiner Parallelklasse, und ohne übermäßig gemein sein zu wollen war dieses Mädchen der Mensch mit der miesesten Allgemeinbildung den ich je getroffen habe. Ich hatte damals den Verdacht, daß sie noch nie eine Nachrichtensendung auch nur halb gesehen habe. Ich kam mir ihr wahnsinnig überlegen vor. Einige Jahre später sollte sie ein 2er-Abitur machen - sie konnte einfach hervorragend lernen und sich raufschaffen was von ihr verlangt wurde. Aktives Interesse hatte sie, glaube ich, auch später nicht unbedingt an den Dingen. An irgendwelchen Dingen. Heute, das weiß ich zufällig, hat sie zwei Kinder und einen Mann. Sie führt ein gewöhnliches gewöhnlich glückliches Leben. Kein Grund mehr also, für irgendwelche elitären Gedanken. Und das alles wegen stinkender Heißklebe...
Dienstag, 5. Mai 2009
Pacing the panicroom
Ich habe soeben eine Nachricht von Andrea bekommen, die mir letztendlich wohl bloß die große Neuigkeit mitteilen wollte, daß sie einen neuen Freund hat. Den ersten seit wir uns kennen, genaugenommen. Puh. Sollte ich das als Zeichen begreifen, daß doch noch Hoffnung besteht? Wenn sogar ein verkorster (wenn auch durchaus liebenswerter und netter) Mensch wie sie einen abbekommt? Oder soll ich mich erstmal eine halbe Stunde Neid und Eifersucht und der nicht zu beantwortenden Frage hingeben, warum ich das nicht eigentlich auch mal haben kann? Da bin ich noch unentschieden...
Montag, 4. Mai 2009
Endlich hat das Nachdenken ein Ende!
...ist der fabelhafte Slogan eines Sms-Dienstes der einem -Tadaa!- den perfekten Namen für's Kind veraten soll. Perfekte Überschrift für einen kleinen Nachtrag zu dem Namensding von neulich. Gestern mit Felix gearbeitet der den Standpunkt vertrat, daß seine Kinder nur Namen bekommen sollten, die kein weiterer Mensch in seinem Umfeld hat. Und da der junge Mann viele Freunde hat und ständig neue Menschen trifft muß der sich mal ranhalten mit Nachwuchs damit der am Ende nicht Hermine oder Joseffa heißen muß, weil das die letzten unbesetzten Namen sind.
Gerade rief Birger an. Er hat einen Job! Soweit ich verstanden habe eine halbe Stelle in einem Übergangsheim für Obdachlose? Schwere Arbeit, aber natürlich trotzdem super. Es ist so typisch für ihn, daß alles immer läuft. Es freut mich für ihn, aber ernsthaft, ich hätte nichts anderes erwartet.
E. dagegen kommt scheinbar doch nicht so klar. Er meinte sie habe ihn angemotzt weil er gestern nur 15Minuten Zeit zum telefonieren gehabt hätte. Sie war richtig sauer, obwohl sie wohl wirklich quasi täglich telefonieren. Sie argumierte tatsächlich, daß das mit Constance doch auch geklappt hätte. Sie kann nicht loslassen, immer noch nicht. Sogar er hat das diesmal zugegeben. Er ist tausende Meilen weg, mit einer neuen Frau, in einem neuen Leben und sie ist immer noch nicht frei. Mehr als 14 Monate nachdem sie sich getrennt haben. Ich staune und finde es komisch. Und denke, daß ich doch nicht völlig Unrecht hatte als ich ihr komisch Verhältnis in den letzten Monaten eben genau so wahrgenommen habe - als komisch. Und nicht so ganz normal oder gesund, zumindest nicht für E. Und nun muß ich da Samstag auf diese Party und meinen vorlauten Mund halten, nicht lästern. Und gleichzeitig razsfinden wie denn die anderen alle so Evas Verhalten finden - in einer Geheimmission von Birger selber. Haha! So ein Spaß, man hält's nicht aus...
Gerade rief Birger an. Er hat einen Job! Soweit ich verstanden habe eine halbe Stelle in einem Übergangsheim für Obdachlose? Schwere Arbeit, aber natürlich trotzdem super. Es ist so typisch für ihn, daß alles immer läuft. Es freut mich für ihn, aber ernsthaft, ich hätte nichts anderes erwartet.
E. dagegen kommt scheinbar doch nicht so klar. Er meinte sie habe ihn angemotzt weil er gestern nur 15Minuten Zeit zum telefonieren gehabt hätte. Sie war richtig sauer, obwohl sie wohl wirklich quasi täglich telefonieren. Sie argumierte tatsächlich, daß das mit Constance doch auch geklappt hätte. Sie kann nicht loslassen, immer noch nicht. Sogar er hat das diesmal zugegeben. Er ist tausende Meilen weg, mit einer neuen Frau, in einem neuen Leben und sie ist immer noch nicht frei. Mehr als 14 Monate nachdem sie sich getrennt haben. Ich staune und finde es komisch. Und denke, daß ich doch nicht völlig Unrecht hatte als ich ihr komisch Verhältnis in den letzten Monaten eben genau so wahrgenommen habe - als komisch. Und nicht so ganz normal oder gesund, zumindest nicht für E. Und nun muß ich da Samstag auf diese Party und meinen vorlauten Mund halten, nicht lästern. Und gleichzeitig razsfinden wie denn die anderen alle so Evas Verhalten finden - in einer Geheimmission von Birger selber. Haha! So ein Spaß, man hält's nicht aus...
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