Montag, 30. März 2009
Frühling...
Im Park blühen kleine weiße Blumen. Die Sonne scheint, die Petersilie in meinem Vorzuchtskasten sprießt. Jetzt wäre wohl Zeit für bessere Laune und ein bißchen Optimismus, huh?!
Samstag, 28. März 2009
Southern hemisphere/ how did I end up here?/ This is the only home I know/
Gestern mittag habe ich mich mit Birger getroffen. Wieder seltsam. Ich habe nicht das Gefühl, als ließe er sich noch auf mich ein. Wir haben viel geschwiegen, ein schweres, niederdrückendes Schweigen. Ich saß da und mein Hirn raste und ich war böse auf ihn, sein Verhalten, fühlte mich nach Streit und dachte gleichzeitig, daß das nicht geht. Daß ich diese letzten Treffen nicht mit fruchtlosen Streitereien füllen sollte. Mit Uneinigkeiten, denn er wird mich einfach nicht verstehen. Oder zumindest wird er nicht bereit sein, mit mir darüber zu diskutieren. Was macht es für einen Unterschied, jetzt, ob er sich die letzten Wochen zurückgezogen hat? Vielleicht ist es ebenso schwer für ihn wie für mich, er wird sich aber wohl eher die Zunge abbeißen als mir das zu zeigen, irgendwie.
Ich hab ihm vom Barmann erzählt, und von Anna. Er war sehr ehrlich, kaum hilfreich und wenig tröstlich. Er war ehrlich. Er hat mir nie gesagt, was ich gern hören wollte, eine Eigenschaft, die unseren Freundschaft manchmal mühsam machte. Ich rede schon in der Vergangenheitsform. Er bleibt doch mein Freund. Bleibt er doch. Oder? Kann ein Freund am anderen Ende der Erde sein? Er hat in den letzten Wochen schon nicht mehr mitbekommen, was los war. Hat nicht mehr gefragt, sich irgendwie abgenabelt. Ich will darüber böse sein, persönlich beleidigt und ich will das zum Ausdruck bringen aber ich halte still aus Angst auf einem bösen Ton zu enden.
Ich hab in den letzten 10 Tagen soviel geheult wie seit letztem Sommer nicht mehr. Ich scheine immer wieder anzufangen, kann mich nicht stoppen. Albern. Ich bilde mir ein, daß das Leben gerade übertrieben hart zu mir ist, aber kann das stimmen? Ich fürchte ich bin in diesen Selbstmitleidsbottich gesprungen ohne mir Gedanken gemacht zu haben, wie ich wieder rauskommen will. Ich höre mir selber zu und kotze mich grad selbst son'n bißchen an. Sowas nennt man einen Teufelskreis oder? Gefangen in negativen Gedanken. So könnte der Titel eines Tokio Hotel Albums lauten. Ich will das so nicht, ich muß dagegen angehen. Also treffe ich mich nachher mit Anna. Bin ich noch böse? Ein bißchen. Ich glaube schon, daß unser (Vertauens-)Verhälznis ein bißchen angedötscht wurde. Und ich kenne mich, es wird Gelegenheiten geben, in denen ich ihr das irgendwie unter die Nase reiben wollen werde. Ich hoffe, ich beherrsche mich einigermaßen. Schließ lich habe ich beschlossen, ihr zu verzeihen. Da muß ich es wohl tun. Trotzdem fühlt sich mein Bauch fast so an, wie bei dem Gedanken in die Bar zu gehen und ihn wiederzutreffen. Blöde Gefühle, unbehaglich. Und wir hätten nicht in diese Situation geraten müßen, nicht sie und ich. Das nehme ich ihr schon übel, daß ich mich jetzt nicht 100%ig wohl fühle beim Gedanken meine quasi beste Freundin zu sehen. Wie dumm! Das hätte alles nicht sein müssen!
Ich hab ihm vom Barmann erzählt, und von Anna. Er war sehr ehrlich, kaum hilfreich und wenig tröstlich. Er war ehrlich. Er hat mir nie gesagt, was ich gern hören wollte, eine Eigenschaft, die unseren Freundschaft manchmal mühsam machte. Ich rede schon in der Vergangenheitsform. Er bleibt doch mein Freund. Bleibt er doch. Oder? Kann ein Freund am anderen Ende der Erde sein? Er hat in den letzten Wochen schon nicht mehr mitbekommen, was los war. Hat nicht mehr gefragt, sich irgendwie abgenabelt. Ich will darüber böse sein, persönlich beleidigt und ich will das zum Ausdruck bringen aber ich halte still aus Angst auf einem bösen Ton zu enden.
Ich hab in den letzten 10 Tagen soviel geheult wie seit letztem Sommer nicht mehr. Ich scheine immer wieder anzufangen, kann mich nicht stoppen. Albern. Ich bilde mir ein, daß das Leben gerade übertrieben hart zu mir ist, aber kann das stimmen? Ich fürchte ich bin in diesen Selbstmitleidsbottich gesprungen ohne mir Gedanken gemacht zu haben, wie ich wieder rauskommen will. Ich höre mir selber zu und kotze mich grad selbst son'n bißchen an. Sowas nennt man einen Teufelskreis oder? Gefangen in negativen Gedanken. So könnte der Titel eines Tokio Hotel Albums lauten. Ich will das so nicht, ich muß dagegen angehen. Also treffe ich mich nachher mit Anna. Bin ich noch böse? Ein bißchen. Ich glaube schon, daß unser (Vertauens-)Verhälznis ein bißchen angedötscht wurde. Und ich kenne mich, es wird Gelegenheiten geben, in denen ich ihr das irgendwie unter die Nase reiben wollen werde. Ich hoffe, ich beherrsche mich einigermaßen. Schließ lich habe ich beschlossen, ihr zu verzeihen. Da muß ich es wohl tun. Trotzdem fühlt sich mein Bauch fast so an, wie bei dem Gedanken in die Bar zu gehen und ihn wiederzutreffen. Blöde Gefühle, unbehaglich. Und wir hätten nicht in diese Situation geraten müßen, nicht sie und ich. Das nehme ich ihr schon übel, daß ich mich jetzt nicht 100%ig wohl fühle beim Gedanken meine quasi beste Freundin zu sehen. Wie dumm! Das hätte alles nicht sein müssen!
Montag, 23. März 2009
"I don't know what I can save you from"
Sven schreibt aus Mexico. Er schließt Mails an mich gern mit einer Erinnerung daran, daß wir uns mal überlegt haben uns Mühe zu geben, jeden Tag irgendetwas Neues zu tun/sehen/erleben. Eine kleine pseudoesotherische Karmaspinnerei. Allerdings eine, an die ich grundsätzlich glaube, es macht das Leben lebenswerter, neuen Kram zu machen, und sei es nur ein völlig neuer Weg zur Arbeit oder was zu essen, das man nicht kennt. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet könnte man meinen, jede neue Erfahrung sei irgendwie eine gute - aber nein, das ginge dann doch eindeutig zu weit. Wir wollen nicht albern werden aus lauter Verzweifelung.
Am Wochenende habe ich dann schlußendlich Gelegenheit gehabt, mir meinen Korb abzuholen. Das alles ist nicht schön gelaufen (auch wenn er jetzt nicht scheiße war oder so. Er war, wie ich es erwartet habe) und ich fühle mich mies und einigermaßen angeschlagen, denn drum herum um diesen ganzen Vorgang gab es noch so plötzlich lodernde Nebenbrände mit denen ich einfach nicht gerechnet hätte. Wieder einmal erfahren, daß man seinen Freunden nicht helfen kann indem man sie in vermeindliche Watte packt. Ich hab einen Schlag aus einer völlig unerwarteten Richtung bekommen, der viel schlimmer für mich zu ertragen als die Sache mit dem Barmann. Wer ist der schon für mich, ich kenn ihn ja kaum. Er diente mir auch und vor allem als Projektionsfläche. Es ist nicht schön verschmäht zu werden, aber das wird schon klar gehen nach ein bißchen Wunden lecken. Diese andere Sache ist härter für mich, denn sie berührt viel tiefere wichtigere Beziehungen. Ich weiß, ich bin hier kryptisch, aber ich will nichts schreiben oder tun was mir dann vielleicht wiederum leid tun könnte. Noch mehr Kryptisches!
Fakt ist: jemand der mir sehr nah ist und dem ich sehr vertraue wollte mir Kummer ersparen und hat mir damit ganz gehörig und extra viel bescherrt. Kummer, meine ich. Ich fühle mich grad einigermaßen verlassen. Ich muß zusehen nicht zu tief in so'n Loch zu geraten.
Am Wochenende habe ich dann schlußendlich Gelegenheit gehabt, mir meinen Korb abzuholen. Das alles ist nicht schön gelaufen (auch wenn er jetzt nicht scheiße war oder so. Er war, wie ich es erwartet habe) und ich fühle mich mies und einigermaßen angeschlagen, denn drum herum um diesen ganzen Vorgang gab es noch so plötzlich lodernde Nebenbrände mit denen ich einfach nicht gerechnet hätte. Wieder einmal erfahren, daß man seinen Freunden nicht helfen kann indem man sie in vermeindliche Watte packt. Ich hab einen Schlag aus einer völlig unerwarteten Richtung bekommen, der viel schlimmer für mich zu ertragen als die Sache mit dem Barmann. Wer ist der schon für mich, ich kenn ihn ja kaum. Er diente mir auch und vor allem als Projektionsfläche. Es ist nicht schön verschmäht zu werden, aber das wird schon klar gehen nach ein bißchen Wunden lecken. Diese andere Sache ist härter für mich, denn sie berührt viel tiefere wichtigere Beziehungen. Ich weiß, ich bin hier kryptisch, aber ich will nichts schreiben oder tun was mir dann vielleicht wiederum leid tun könnte. Noch mehr Kryptisches!
Fakt ist: jemand der mir sehr nah ist und dem ich sehr vertraue wollte mir Kummer ersparen und hat mir damit ganz gehörig und extra viel bescherrt. Kummer, meine ich. Ich fühle mich grad einigermaßen verlassen. Ich muß zusehen nicht zu tief in so'n Loch zu geraten.
Sonntag, 22. März 2009
Freitag, 20. März 2009
Dinge, die angeblich "in" sind...
...und die ich besitze:
- farbige Socken. Reichlich. Meine Absicht ist da aber weniger Zutritt zum Hippster-Himmel sondern vor allem die Möglichkeit auf einfachste Weise ein passendes Paar aus dem Wäscheberg zu ziehen. Ich habe einen leichten Spleen was nicht zueinandergehörende Strümpfe angeht. Ich fühle mich dann fies am Fuß...
- große, dominante, vermeindlich häßliche tatsächlich aber doch überaus coole Brillen. Denn: wenn ich schon blind bin soll das auch jeder sehen.
- billige Plastikdigitaluhren (Casio!). Hab ich schon ewig. Weil: wirklich cool. Und weil meine 80,.-Uhr nach 2 oder 3 Jahren unwiederbringlich ihren Geist aufgegeben hat...
- farbige Socken. Reichlich. Meine Absicht ist da aber weniger Zutritt zum Hippster-Himmel sondern vor allem die Möglichkeit auf einfachste Weise ein passendes Paar aus dem Wäscheberg zu ziehen. Ich habe einen leichten Spleen was nicht zueinandergehörende Strümpfe angeht. Ich fühle mich dann fies am Fuß...
- große, dominante, vermeindlich häßliche tatsächlich aber doch überaus coole Brillen. Denn: wenn ich schon blind bin soll das auch jeder sehen.
- billige Plastikdigitaluhren (Casio!). Hab ich schon ewig. Weil: wirklich cool. Und weil meine 80,.-Uhr nach 2 oder 3 Jahren unwiederbringlich ihren Geist aufgegeben hat...
Donnerstag, 19. März 2009
"Jetzt ist schon wieder was passiert..."
Ich habe den Knochenmann geguckt. Östereich und Österreicher mag ich, glaube ich, nur im Film. Da aber schon sehr. Guter Humor. Bei der Gelegenheit habe ich zarte Bande zu unserer neuen Kollegin geknüpft - ich bemühe mich ja immer, möglichst wenig grantig oder gar furchteinflößend rüber zu kommen. Sie ist mir ganz symphatisch. Studiert Raumplanung. Wie es jemand gemacht hat den wir kennen... Vielleicht kommt sie mal mit, mir scheint, sie hat hier noch nicht so wirklich Anschluß gefunden.
Und vorher war ich mit meiner Schwester Abendessen. Es ist schon deprimierend, wie wenig wir uns allem Anschein nach nur noch zu sagen haben. Es geht irgendwie nicht. Wir saßen uns teilweise geradezu sprachlos gegenüber, und mein Hirn raste auf der Suche nach aushaltbaren Themen. In den letzten Monaten gehen mir alle möglichen Beziehungen zu Bruch wie es scheint. Oder sie verändern sich zumindest sehr. Vielleicht bin ich auch einfach kein Spaß, derzeit.
Ich brauch Frühling, etwas, daß mir einfach die latente Schwermut ein bißchen vertreibt. Ich blase viel zuviel Trübsal.
Und vorher war ich mit meiner Schwester Abendessen. Es ist schon deprimierend, wie wenig wir uns allem Anschein nach nur noch zu sagen haben. Es geht irgendwie nicht. Wir saßen uns teilweise geradezu sprachlos gegenüber, und mein Hirn raste auf der Suche nach aushaltbaren Themen. In den letzten Monaten gehen mir alle möglichen Beziehungen zu Bruch wie es scheint. Oder sie verändern sich zumindest sehr. Vielleicht bin ich auch einfach kein Spaß, derzeit.
Ich brauch Frühling, etwas, daß mir einfach die latente Schwermut ein bißchen vertreibt. Ich blase viel zuviel Trübsal.
I (heart) your avatar...
Gestern kam mein Freund mit der Second Life-Liebschaft zu mir und bat mich, im Falle seines Todes (oder für den Fall, daß er ins Koma fiele...) eben diese zu benachrichtigen. Er schrieb mir ihre E-Mailadresse auf, er meinte das ernst, es war ihm immens wichtig. "Beid dir bin ich mir sicher, daß du nicht irgendwelche Quatsch-Mails schickst." Na. Würde ich schon gerne. Ich hab mich also einverstanden erklärt, nicht aber, ohne meine Stirn in Zweifelsrunzeln gelegt zu haben. Ich find' das alles immernoch irre, kann es immernoch nicht im geringsten nachvollziehen und begreife nicht, wie man mit so einem fragilen Schatten einer Beziehung froh werden kann. Er kennt ihren wahren Vornamen bloß, weil sie sich verplappert hat. Sie kenne ihre Anschriften nicht, und keine Telefonnummern. Er nennt sie trotzdem seine Freundin - ohne sie je gesehen, gespürt oder auch gerochen zu haben. Sie nennt ihn vermutlich ihre Affäre, sie ist nämlich zu allem übel auch noch verheiratet. Und der gute Gatte ahnt nix von ihren virtuellen Vergnügungen. Nein nein, so wirklich gutheißen kann ich das nicht. Ich finde das seltsam, auch auf die Gefahr hin, als altmodisch aufzufallen....
Aber man soll ja Toleranz üben, nicht immer von sich selber ausgehen und schlicht versuchen ein guter Freund zu sein. Also habe ich ihren echten Namen aus ihm rausgeleiert, denn wenn ich schon jemandem Todesnachrichten überbringen soll, will ich ihn zumindest nicht mit irgendeinem dämlichen Web-Pseudonym ansprechen müssen. Ich glaub das alles nicht...
Aber man soll ja Toleranz üben, nicht immer von sich selber ausgehen und schlicht versuchen ein guter Freund zu sein. Also habe ich ihren echten Namen aus ihm rausgeleiert, denn wenn ich schon jemandem Todesnachrichten überbringen soll, will ich ihn zumindest nicht mit irgendeinem dämlichen Web-Pseudonym ansprechen müssen. Ich glaub das alles nicht...
Samstag, 14. März 2009
El diente de léon
Heute ist Birgers Abschiedsparty und ich fürchte mich ein bißchen. Vermutlich werde ich im Laufe des Abends irgendwann mal heulen. Und vermutlich nicht nur ich. Das könnte eine extrem sentimentale Angelegenheit werden. Puh. Der allgemein eher weniger überbordenden Stimmung also nur zuträglich.
Ich war gestern nach der Arbeit mit Holga aus, wir endeten an einer anderen Theke (eine sehr bewußte Entscheidung übrigens) wo der Barmann einen übertriebenen Narren an mir fraß und mir ständig Getränke spendierte. Was zu Folge hatte, daß ich viel mehr trank als ich vor der Party heute iegentlich wollte. Und mich direkt ein bißchen mies vor Holga fühlte, dem der Schnaps einfach nicht ständig hingestellt wurde. Ja, Schnaps. White Russian gar. Ich fürchte ein weiteres Mal ich trinke zu viel. Und dann rede ich zuviel. Folge: Holga ist jetzt weit besser ins Bild gesetzt über die leidige Geschichte des ausbleibenden Anrufs als mir recht wäre. Nun gut. Er sagte doch tatsächlich daß das ganz neue Seiten an mir wären: so verletzlich. Und verliebt. Dem würde ich ja nicht mal wirklich zustimmen. Verletzt bin ich. Mein Ego hat das getroffen und angepisst bin ich eindeutig auch. Sogar ein bißchen verwirrt. Aber verliebt? Will ich nun wirklich nicht auch noch sein. Also bestreite ich das, setze mich zur Wehr, verweigere ich mich einfach. Nö nö. Kommt nicht in die Tüte. Und wenn ich das nur oft genug wiederhole stimmt es vielleicht irgendwann auch wirklich.
Es ist ja nicht so, als hätte man nicht ausreichend tiefgreifenderes über das es sich zu sorgen gilt. Eine weitere Tante mit Krebs. Das Haus und die Steuern. Die wunde rote Stelle an meinem rechten Ellbogen. Und die Frage, ob ich heute Abend zur Feier des traurigen Anlasses ein Kleid anziehen sollte.
Ich war gestern nach der Arbeit mit Holga aus, wir endeten an einer anderen Theke (eine sehr bewußte Entscheidung übrigens) wo der Barmann einen übertriebenen Narren an mir fraß und mir ständig Getränke spendierte. Was zu Folge hatte, daß ich viel mehr trank als ich vor der Party heute iegentlich wollte. Und mich direkt ein bißchen mies vor Holga fühlte, dem der Schnaps einfach nicht ständig hingestellt wurde. Ja, Schnaps. White Russian gar. Ich fürchte ein weiteres Mal ich trinke zu viel. Und dann rede ich zuviel. Folge: Holga ist jetzt weit besser ins Bild gesetzt über die leidige Geschichte des ausbleibenden Anrufs als mir recht wäre. Nun gut. Er sagte doch tatsächlich daß das ganz neue Seiten an mir wären: so verletzlich. Und verliebt. Dem würde ich ja nicht mal wirklich zustimmen. Verletzt bin ich. Mein Ego hat das getroffen und angepisst bin ich eindeutig auch. Sogar ein bißchen verwirrt. Aber verliebt? Will ich nun wirklich nicht auch noch sein. Also bestreite ich das, setze mich zur Wehr, verweigere ich mich einfach. Nö nö. Kommt nicht in die Tüte. Und wenn ich das nur oft genug wiederhole stimmt es vielleicht irgendwann auch wirklich.
Es ist ja nicht so, als hätte man nicht ausreichend tiefgreifenderes über das es sich zu sorgen gilt. Eine weitere Tante mit Krebs. Das Haus und die Steuern. Die wunde rote Stelle an meinem rechten Ellbogen. Und die Frage, ob ich heute Abend zur Feier des traurigen Anlasses ein Kleid anziehen sollte.
Mittwoch, 11. März 2009
PAUL GRAHAM, Folkwangmuseum Essen
Anna und ich waren im Folkwang, in Essen. Zu sehen: eine Fotoausstellung von Paul Graham, einem Briten der tolle Farbfotos macht. Seine Arbeiten stehen in der Tradition britischer Sozial-Doku-Fotografie - eine Richtung, die vor ihm wohl hauptsächlich in schwarz-weiß vorkam. Es gab versciedene Serien, unter anderem fotografiert in Arbeitaämtern, an Tankstellen und Rasstätten entlang Englands längster Autobahn und in Nordirland vor dem Waffestillstand (der ja vielleicht leider derzeit wieder obsolet geworden ist...). Einiger seiner Bilder erinnerten mich kurioserweise enorm an heutige pseudo-realistische Modefotografie, an gestellte Realitäten. Soweit ich verstanden habe sind Grahams Bilder das aber nicht - gestellt, inszeniert. Auch wenn das manchmal kaum zu glauben ist, bei all der farbige Helligkeit, und der Gleichgültigkeit der gezeigten Protagonisten. Zum Beispiel gibt es da eine Serie von Porträts von Mensche vor dem Fernseher. So einfach wie wirkungsvoll und schön. Seine Fotos sind in der Tat sehr ästhetisch, auch dann, wenn sie den bespuckten Grabstein Francos zeigen, oder eine völlig überschminkte japanische Frau, oder eine Ultra-Nahaufnahme eines Gesichts. Ich hätte einige dieser Fotos haben wollen. Ausserdem hatte ich sofort wieder Lust zu fotografieren. Hab ich lang nicht mehr. Mal sehen wie das Wetter morgen ist...
Es war schön etwas mit Anna zu machen das nicht trinken oder tanzen war. Unsere Unternehmungen bei Tag sind viel zu selten, ich glaube das sieht sie auch so. Muß man also mal ändern. Ich hoffe mal, wir kommen wieder öfter weg über die reine Planungsphase und das ewige "Wir müssen mal..."-Gerede.
Es war schön etwas mit Anna zu machen das nicht trinken oder tanzen war. Unsere Unternehmungen bei Tag sind viel zu selten, ich glaube das sieht sie auch so. Muß man also mal ändern. Ich hoffe mal, wir kommen wieder öfter weg über die reine Planungsphase und das ewige "Wir müssen mal..."-Gerede.
"Small talk in a smaller community"
Ein Kleid und ein Bauch-weg Schlüpfer - das ist eine Kombination wie geradewegs aus einem Bridget Jones Roman, und nachdem ich mich dieser Tage bereits fühlte wie in einer RomCom (jaha! So kann man das auch nennen!) mit Jennifer Aniston kommen ich mir allenthalben fast ein wenig gefangen vor, in albtraumhaften Auswüchsen bubblegumhafter Popkultur. Während die Feministin in mir Ferien macht und meine Körpermitte sich eingeklemmt fühlt hilft mir die Buchse tatsächlich deutlich besser auszusehen in meinem Sonderangebotskleid, das ,-90 billiger war als mein Darunter.
Sonntag, 8. März 2009
"They always said that gin was a depressant..."
Um mich herum streiten sich Paare ohne Aussicht auf einen Ausweg obwohl sie sich lieben. Jemand anders muß mitansehen, wie die vermeintlich beste Freundin (und Mitbewohnerin. Und Bandkollegin...) mit dem (noch arg frischen) Ex-Freund (und gemeinsamen Chef!) anbandelt, die dann auch noch in mild-hysterische Weinkrämpfe ausbricht wenn man ihr sagt, daß man jetzt zumindest nicht mehr zusammenwohnen möchte. Oder man stellt ganz einfach als Paar fest, daß man nicht mehr gut zusammenbleiben kann, weil die Vorstellungen von Zukunft krude auseinanderklaffen. Und man ja nicht jünger wird und die zynische Frage, ob man seine Zeit mit jemandem vertut der, anders als man selbst (keine) Kinder will plötzlich eine vordringliche wird. Will man den Rest seiner kurz vor dem Ende stehenden "Jugend" mit jemandem verbringen, der ganz offensichtlich ein arges Alkoholproblem hat und nichtmal den Wunsch, das in den Griff zu bekommen?
Führt mir das viel zitierte Schicksal auf diese Weise vor Augen, daß nicht angerufen werden ein vergleichsweise kleines Übel ist? Soll mir das Trost sein und mir einflüstern, wie gut ich es ALLEIN doch tatsächlich habe? Ist das die Idee? Gibt es eine?
Führt mir das viel zitierte Schicksal auf diese Weise vor Augen, daß nicht angerufen werden ein vergleichsweise kleines Übel ist? Soll mir das Trost sein und mir einflüstern, wie gut ich es ALLEIN doch tatsächlich habe? Ist das die Idee? Gibt es eine?
Freitag, 6. März 2009
Weincremetorte...
"Billy The Kid did what he did and then died"
Es regnet sprichwörtliche Bindfäden, und irgendwie passt das. Keine so gute Woche bisher. Ich hab ihn mir auch gefangen, den Virus, fühlte mich im Wortsinn beschissen, musste dennoch arbeiten und hab als Folge des ganzen seit Montag nichts "Richtiges" mehr gegessen. Dazu kommt, daß wir ein wenig unerwartet jetzt doch wieder vor Erbschaftssteuerproblemen stehen, ich will nicht ins Detail gehen, nur mal bemerken, daß es in meiner Familie irgendwie unüblich zu werden scheint, ein Happy-End zu erleben. Im letzten Jahr war es ja eindeutig so, daß wir das jetzt aber immer so haben sollen - ist eigentlich nicht einzusehen. Ich würde gern Birger treffen, aber der meldet sich nicht zurück. In 4einhalb Wochen ist er weg. Ich kann's kaum glauben.
Und - Hurra! - unter all diesen runterziehenden Umständen soll ich heute losgehen und den Barmann aufsuchen und ihn bitten, mir den Korb auch verbal zu erteilen damit ich raus kann aus meinem Hirnspuk. Ich glaub, das wird ein Supertag...
Und - Hurra! - unter all diesen runterziehenden Umständen soll ich heute losgehen und den Barmann aufsuchen und ihn bitten, mir den Korb auch verbal zu erteilen damit ich raus kann aus meinem Hirnspuk. Ich glaub, das wird ein Supertag...
Montag, 2. März 2009
(Hatte schon immer die Vermutung, daß alle Lösungen irgendwo zwischen meinem und einem anderen Leben liegen.)
In einer liebreizenden E-Mail einer ebensolchen Freundin wurde mir heute geraten, das was gewesen ist doch erstmal als schönes Erlebnis anzunehmen. Als etwas, das ich immerhin hatte, ein guter Abend, eine schöne Nacht. Etwas, das mich in dem Moment glücklich und zufrieden machte. Ich glaube, das ist ein äußerst weiser Einwand. Ich bin so begierig auf etwas Größeres, "Besseres" daß ich fast aus den Augen verliere, daß es gut war. Soweit. Ohne Zweifel fände ich es besser, wenn daraus etwas geworden wäre was mich mehr als eine Nacht lang wärmt. Und irgendwo in den entlegeneren Regionen meines degenerierten Gehirns sitzt auch noch ein winziger Funken Hoffnung, daß noch nicht komplett alles verloren ist (was vermutlich dumm und naiv ist, aber das bin ich dann vielleicht einfach in diesem Punkt). Aber wenn ich ihn nie wieder sähe, oder er mir sagte er wolle das nicht wiederholen und nicht fortführen - die Erinnerung könnte dennoch eine sehr gute sein bekäme ich es denn hin, nicht albern-verbittert zu reagieren. Nicht beleidigt. Ich sollte mir tatsächlich Mühe geben, eine halbwegs positive Sicht auf diese ganze Geschichte zu wahren. Denn (bisher!) ist ja schlicht noch nichts Schlimmes passiert. Ich kann nicht bestreiten, daß ich Angst habe ihn wieder zu treffen, daß ich befürchte es könnte steif und komisch sein. Oder gar feindselig (obwohl ich nicht recht sehe warum er mir bös' sein sollte mache ich mir da reichlich irrational Sorgen...). Ich bin einigermaßen sicher, daß das Freitag passieren wird. Gesetzt den Fall er arbeitet dann, ich werde wohn hingehen.
Ich habe eben mal meine bisherigen Posts nach Barmann-Episoden abgesucht und musste denn auch wieder ein bißchen schmunzeln. Daß es überhaupt zu dieser Nacht gekommen ist ist ein kleineres Wunder, bräsig wie ich mich angestellt habe. Was mir aber auch auffiel: ich glaube wir sind uns noch nie vollkommen nüchtern begegnet. Daß heißt ich war's schon mal, letzten Sommer habe ich ja ein paar Wochen nicht getrunken. ( Nichts getrunken sollte ich sagen, dann klingt's nicht gar so nach Alkoholismus. ) Auch das ist nur so eine semi-ideale Vorraussetzung für dererlei Zwischenmenschlichkeitskram.
Hab ich es also wieder geschafft, huh? Alles voll von ihm und meinem ewigen Hirn-Spuk. Ernsthaft, das muß ein Ende finden. Und wenn er Freitag da ist, und nichts sagt von sich aus muß ich hingehen und es an- und aussprechen sonst verknotet sich mein Hirn noch beim ewigen spekulieren und ich sterbe an Gedankenverstopfung ohne was Schön-Schlaues im Kopf. Und das, liebe Freunde, wäre die wahre Schande!
Ich habe eben mal meine bisherigen Posts nach Barmann-Episoden abgesucht und musste denn auch wieder ein bißchen schmunzeln. Daß es überhaupt zu dieser Nacht gekommen ist ist ein kleineres Wunder, bräsig wie ich mich angestellt habe. Was mir aber auch auffiel: ich glaube wir sind uns noch nie vollkommen nüchtern begegnet. Daß heißt ich war's schon mal, letzten Sommer habe ich ja ein paar Wochen nicht getrunken. ( Nichts getrunken sollte ich sagen, dann klingt's nicht gar so nach Alkoholismus. ) Auch das ist nur so eine semi-ideale Vorraussetzung für dererlei Zwischenmenschlichkeitskram.
Hab ich es also wieder geschafft, huh? Alles voll von ihm und meinem ewigen Hirn-Spuk. Ernsthaft, das muß ein Ende finden. Und wenn er Freitag da ist, und nichts sagt von sich aus muß ich hingehen und es an- und aussprechen sonst verknotet sich mein Hirn noch beim ewigen spekulieren und ich sterbe an Gedankenverstopfung ohne was Schön-Schlaues im Kopf. Und das, liebe Freunde, wäre die wahre Schande!
LiLaLotto
Ich habe diesen Samstag mit zwei verschiedenen Lottoscheinen jeweils 3 Richtige gehabt. Ich spiel ja online, wenn und weiß daher nicht, ob ich insgesamt 6 richtig hatte oder jeweils die gleichen auf beiden. Aber man stelle sich das mal vor: alle richtig aber nicht auf einem Schein! Ich trau mich nicht, das mal zu checken, das wäre schon hart.
Sonntag, 1. März 2009
"I curse the last six months I've been hiding behind a mustache"
Einiges:
- in einem Fiat befindet sich kein Reserverad mehr, wohl aber ein Reifenreparatur-Kit, unvollständig und mit mehr als mangelhafter Gebrauchsanleitung.
- einige meiner Freunde verbringen ihre freien Sonntage damit, an Krimi-Schnitzeljagden durch die Düsseldorfer Innenstadt teilzunehmen.
- Yvonne, Matthias und Anna haben sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen, die einen schlimm, der andere weniger übel. Ich zog es vor, Abstand zu wahren.
- Mein (Groß-) Onkel Kurt sah aus wie eine mutige Mischung aus Theo Lingen, Bela Lugosi und dem jungen Horst Tappert. Ich hab bei Papa ein riesiges Portrait mitgenommen, ich würde es ja gern abfotografieren, aber für meine miese Handycamera ist es da jetzt zu dunkel zu. Morgen vielleicht.
- will man den ADAC von einem deutschen Mobiltelefon anrufen braucht man keine Vorwahl. Taxifahrer mit Autotelefonsystem aber schon.
- Nicht alle Taxifahrer sind nett.
- Alle ziehen gerade nach Berlin.
- Habe "Demokratie" von Joan Didion gelesen und wirklich super gefunden. Ein kleines Kunstwerk derliterarischen Komposition, das dem Leser ständige Aufmerksamkeit abverlangt. Mir macht sowas ja Spaß. Ich mußte diese literarischen Fähigkeiten die ganze Zeit bewundern..
- Ich habe meine Uhr verschludert. Ich bringe es immer wieder fertig in meiner ja doch kleinen Wohnung mit ihrern begrenzten Platzmöglichkeiten Dinge ins Nirvana zu befördern. Sie völlig und absolut spurlos verschwinden zu lassen. Das ärgert mich, aber nicht so doll in diesem Fall, denn schlimmstenfalls kaufe ich mir das gute Stück nochmal. Bei Karstadt. Für unter 10Euro. Trotzdem doof.
- ...und wo wir bei doofem sind: nein, er hat sich nicht gemeldet. Mittlerweile wurde mir von verschiedenen Seiten signalisiert, daß das in der Tat einigermaßen schlechtes Benehmen ist. DAS FINDE ICH AUCH. Ich prangere das an. Und vor allem auch, daß es jetzt doch wieder ich sein soll, der etwas "unternimmt". Ich muß da jetzt nächstes Wochenende hinmarschieren und hoffen (fürchten!) daß er da ist und hingehen und ihn ansprechen und - was sagen? "Hm? Erinnerst du dich an mich nicht oder an deine Kinderstube?". Das ist doch alles nicht nötig, eigentlich sind wir doch schon groß und könnten uns normal über diese Dinge auseinandersetzen. Ach was red ich. Emotional werde ich für immer 13 bleiben.
- in einem Fiat befindet sich kein Reserverad mehr, wohl aber ein Reifenreparatur-Kit, unvollständig und mit mehr als mangelhafter Gebrauchsanleitung.
- einige meiner Freunde verbringen ihre freien Sonntage damit, an Krimi-Schnitzeljagden durch die Düsseldorfer Innenstadt teilzunehmen.
- Yvonne, Matthias und Anna haben sich einen Magen-Darm-Virus eingefangen, die einen schlimm, der andere weniger übel. Ich zog es vor, Abstand zu wahren.
- Mein (Groß-) Onkel Kurt sah aus wie eine mutige Mischung aus Theo Lingen, Bela Lugosi und dem jungen Horst Tappert. Ich hab bei Papa ein riesiges Portrait mitgenommen, ich würde es ja gern abfotografieren, aber für meine miese Handycamera ist es da jetzt zu dunkel zu. Morgen vielleicht.
- will man den ADAC von einem deutschen Mobiltelefon anrufen braucht man keine Vorwahl. Taxifahrer mit Autotelefonsystem aber schon.
- Nicht alle Taxifahrer sind nett.
- Alle ziehen gerade nach Berlin.
- Habe "Demokratie" von Joan Didion gelesen und wirklich super gefunden. Ein kleines Kunstwerk derliterarischen Komposition, das dem Leser ständige Aufmerksamkeit abverlangt. Mir macht sowas ja Spaß. Ich mußte diese literarischen Fähigkeiten die ganze Zeit bewundern..
- Ich habe meine Uhr verschludert. Ich bringe es immer wieder fertig in meiner ja doch kleinen Wohnung mit ihrern begrenzten Platzmöglichkeiten Dinge ins Nirvana zu befördern. Sie völlig und absolut spurlos verschwinden zu lassen. Das ärgert mich, aber nicht so doll in diesem Fall, denn schlimmstenfalls kaufe ich mir das gute Stück nochmal. Bei Karstadt. Für unter 10Euro. Trotzdem doof.
- ...und wo wir bei doofem sind: nein, er hat sich nicht gemeldet. Mittlerweile wurde mir von verschiedenen Seiten signalisiert, daß das in der Tat einigermaßen schlechtes Benehmen ist. DAS FINDE ICH AUCH. Ich prangere das an. Und vor allem auch, daß es jetzt doch wieder ich sein soll, der etwas "unternimmt". Ich muß da jetzt nächstes Wochenende hinmarschieren und hoffen (fürchten!) daß er da ist und hingehen und ihn ansprechen und - was sagen? "Hm? Erinnerst du dich an mich nicht oder an deine Kinderstube?". Das ist doch alles nicht nötig, eigentlich sind wir doch schon groß und könnten uns normal über diese Dinge auseinandersetzen. Ach was red ich. Emotional werde ich für immer 13 bleiben.
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