...ist ja immer vieles. Heute beispielsweise:
- die Tatsache, daß ich nicht Lotto spielen durfte, weil ich keinen Ausweis bei mir hatte. Und die Frau hinter dem Tresen sich nicht sicher war, ob ich denn 18 sei. Nein, 18 bin ich nicht. Mehr. seit 13 Jahren. Sollte ich mich geschmeichelt fühlen oder besorgt sein?
- das Internet und seine Fähigkeit, einem bisweilen gehörig den Spaß zu verderben. Ich hab mir ja, wie schon angekündigt, "Heart Burns" von Tom Gabel gekauft. Aber gekannt habe ich die Songs schon Monate, und seit ca einer Woche auch in genau den Versionen, die jetzt da drauf sind. Hab ich alles gewußt. Trotzdem beschleicht mich ein bißchen die Enttäuschung. Ich vermisse das Gefühl des begeisterten Neuentdeckens, des unbedingt sofort nach Hause laufen und die Anlage anmachen müssens. Ich bin selbst schuld, niemand zwingt mich ja, mich auf den entscheidenden Seiten herumzutreiben. Ich bin nur ein zu schwacher Charakter für all diese virtuellen Versuchungen.
- die Tatsache, daß ich mir, Armut hin oder her, denn doch eine Hose gekauft habe und die total anders isr als alles, was ich mir vorgestellt hatte. Nämlich reichlich eng. Nein, nichts Rock'n'Roll mäßig enges, daß wirklich keiner mehr sehen mag. Eng genug, um über die Größe meines Hinterns sinnieren zu wollen. Also ich. Sonst hoffentlich keiner. Ungewohnt eng. Und weil das hier gerade schon in eine Art Mode Depesche ausartet noch..
- die Tatsache, daß es einfach keine Sweatshirts ohne Kaputze dran gibt. Für erwachsene Menschen. Nirgends, ausser vermutlich bei American Apparel, aber da müßte ich einen Tagesausflug ins protzige Düsseldorf machen, und das wäre dann ja doch albern. Ich sage hier mal ganz großkotzig folgendes voraus: im nächsten (aber spätestens in 2) Jahr(en) werden das alle wollen und man wird die Dinger überall bekommen. H&M's Kinderarmee produziert die vermutlich schon irgendwo in der Welt, und ihre Chefdesigner freuen sich an jeder Nase wie mir, die verzweifelt suchend durch die Läden rennt (jaja, ich weiß schon. Angeblich sind H&M garnicht so übel was Kinderarbeit angeht. Vielleicht sind es auch schlecht bezahlte Erwachsenen, die mein Sweatshirt zusammennähen. Daß es allerdings kein superzufriedener, gut behandelter Mensch ist lassen einen die Preise schon vermuten).
Freitag, 31. Oktober 2008
Scheiss auf Halloween. Oder Reformation...
...heute ist ein Tag, an dem ich nicht anders kann! Ich muss jetzt mein "Fan-tum" zelebrieren und losrennen um Tom Gabels Soloalbum zu kaufen. Sofort am ersten Tag. Nachdem ich ein paar Wochen drauf hingebfiebert habe.
Jemand muß sich mal bessere Begrifflichkeiten für dererlei Leidenschaften ausdenken....
Jemand muß sich mal bessere Begrifflichkeiten für dererlei Leidenschaften ausdenken....
Donnerstag, 30. Oktober 2008
we fell apart in the parties of the empty heart
Die Frage, die mich dieser Tage immer wieder beschäftigt ist die, ob Mama "vorbereitet" war. Hat sie irgenwie ihren Kram geordnet bevor sie ins Krankenhaus ging? Ich könnte Papa fragen, aber dann auch wieder nicht. Ich kann an diesen Wunden noch nicht kratzen.
Ich glaube fast, daß sie einfach keine Zeit hatte für eine Bestandaufnahme, eine Ordnung ihrer Sachen. Oder für Gespräche und Problemlösungen. Sie wurde diagnostiziert, mußte gleich bleiben, bekam schnell die Chemo, wurde unfaßbar schwach und hilflos. Kam wieder ins Krankenhaus, wurde operiert, Komplikationen, Tod. Wann hätte sie sich kümmern sollen? Es ist ein trauriger Gedanke, gerade angesichts der Tatsache, daß wir alle immer ziemlich mies darin sind, unsere Gefühle auszudrücken und überhaupt irgendetwas zu formulieren das uns auf dem Herzen liegt. Wahrscheinlich blieben Dinge ungesagt und unerledigt und jetzt ist es zu spät. Ich weiß, mir würde es ebenso ergehen. Ich könnte es nicht besser. Ich wüßte gern, ob sie mit ihrem Tod gerechnet hat. Sie musste ihn irgendwie fürchten, wenn man so eine Diagnose bekommt geht das wohl nicht ohne Angst. Aber ich weiß daß ich lange nicht an die Möglichkeit glauben konnte, sie könnte sterben. Wie ging es ihr? Ich hab sie mal gefragt, ob sie Angst habe. Sie sagte nein, nicht wirklich. Sie vertraue den Ärzten. Ich weiß nicht, ob das wahr war, oder ob sie nur in ihrer typischen Mutterrolle mich beschützen und nicht sorgen wollte. Der mir wichtigste Tag in all den Wochen und Monaten ist jetzt im Rückblick der, an dem ich an ihrem Bett weinte. Kurz vor oder nach Onkel Heinz' Tod, als sie meine Hand hielt und sagte, es sei wohl einfach alles ein bißchen viel als mir die Tränen kamen.
Es geht mir nicht gut. Ihr Geburtstag nächste Woche, die azfkommende Weihnachtsdeko allenthalben, die Aussicht auf all diese Löcher die da sein werden dieses Jahr und in Zukunft. Ich fühl mich, als müßte ich ein bißchen zusammenbrechen. Ich hätte es wissen können. Seit Tagen, Wochen fast kann ich meine Finger nicht stillhalten. Ich zeichne, male, klebe, schneide. Ich produziere ein Bild nach dem anderen, gut wie schlecht, und wenn ich das nicht tue schreibe ich. Ich tu mich wieder schwer mit lesen. Ich stecke wieder mitten drin in der milden Verzweifelung und ich ziehe mich von meinen Freunden zurück. Alles keine guten Zeichen. Wenn ich könnte, würde ich Hilfe suchen?
Ich glaube fast, daß sie einfach keine Zeit hatte für eine Bestandaufnahme, eine Ordnung ihrer Sachen. Oder für Gespräche und Problemlösungen. Sie wurde diagnostiziert, mußte gleich bleiben, bekam schnell die Chemo, wurde unfaßbar schwach und hilflos. Kam wieder ins Krankenhaus, wurde operiert, Komplikationen, Tod. Wann hätte sie sich kümmern sollen? Es ist ein trauriger Gedanke, gerade angesichts der Tatsache, daß wir alle immer ziemlich mies darin sind, unsere Gefühle auszudrücken und überhaupt irgendetwas zu formulieren das uns auf dem Herzen liegt. Wahrscheinlich blieben Dinge ungesagt und unerledigt und jetzt ist es zu spät. Ich weiß, mir würde es ebenso ergehen. Ich könnte es nicht besser. Ich wüßte gern, ob sie mit ihrem Tod gerechnet hat. Sie musste ihn irgendwie fürchten, wenn man so eine Diagnose bekommt geht das wohl nicht ohne Angst. Aber ich weiß daß ich lange nicht an die Möglichkeit glauben konnte, sie könnte sterben. Wie ging es ihr? Ich hab sie mal gefragt, ob sie Angst habe. Sie sagte nein, nicht wirklich. Sie vertraue den Ärzten. Ich weiß nicht, ob das wahr war, oder ob sie nur in ihrer typischen Mutterrolle mich beschützen und nicht sorgen wollte. Der mir wichtigste Tag in all den Wochen und Monaten ist jetzt im Rückblick der, an dem ich an ihrem Bett weinte. Kurz vor oder nach Onkel Heinz' Tod, als sie meine Hand hielt und sagte, es sei wohl einfach alles ein bißchen viel als mir die Tränen kamen.
Es geht mir nicht gut. Ihr Geburtstag nächste Woche, die azfkommende Weihnachtsdeko allenthalben, die Aussicht auf all diese Löcher die da sein werden dieses Jahr und in Zukunft. Ich fühl mich, als müßte ich ein bißchen zusammenbrechen. Ich hätte es wissen können. Seit Tagen, Wochen fast kann ich meine Finger nicht stillhalten. Ich zeichne, male, klebe, schneide. Ich produziere ein Bild nach dem anderen, gut wie schlecht, und wenn ich das nicht tue schreibe ich. Ich tu mich wieder schwer mit lesen. Ich stecke wieder mitten drin in der milden Verzweifelung und ich ziehe mich von meinen Freunden zurück. Alles keine guten Zeichen. Wenn ich könnte, würde ich Hilfe suchen?
Mittwoch, 29. Oktober 2008
Eine Katze aus der Hölle
Eben war ich bei Birger, um an der Seite zu arbeiten. Seine Mit- bewohn- erin hat eine hübsche Katze, die den übelen Namen Special trägt. Und eine Vollmeise hat - so schlimm, daß sie, würde man ihr sagen, daß sie eine Meise hat, sie würde ihren eigenen Kopf angreifen.
Dieses Tier ist der Beweis für die These, daß es Tieren nicht guttut, wenn man keine Zeit für es hat. Auch keiner Katze, egal wie selbstständig diese Viehcher auch sein mögen. Birger und die Katzenherrin verstehen sich nicht besonders gut, also hält sie sich meist fern, bleibt bei ihrem Freund und arbeitet ungefähr immer. Die Psychokatze mit dem Teufelsblick bleibt allein, oder, wenn er zu Hause ist, in Birgers Obhut. Auch diese beiden verstehen sich nicht so glänzend. Ich glaube, daß der arme Special nicht soo viel dafür kann, daß er so verrückt ist. Erstens ist er dumm, zweitens ist er fast blind, was ihn bisweilen seltsam reagieren läßt (und was dem auch etwas dummen Mädel wohl bisher nicht aufgefallen ist... Wie auch:) drittens ist er erst seit einigen Monaten ein Kater. Er hatte ein Genderproblem. Seinem Frauchen ist das ganze erste Jahr, daß sie ihn hatte nicht aufgefallen, daß es sich nicht um eine Katze sondern um einen gut ausgestatteten Kater handelt. Das finde ich erstaunlich, denn sobald die beiden bei Birger eingezogen waren stank die ganze Wohnung wie ein ungeputzter Löwenkäfig und das wird in ihrer bisherigen Bleibe nicht anders gewesen sein. Auf die an prominenter Stelle hervorstechenden Hoden des jungen Mannes angesprochen meinte sie - und das ist jetzt kein Witz, leider - sie habe gedacht, daß seien ihre zugegeben großen Schamlippen. Special ( der von Birger immer nur "das Vieh" und von mir gerne Spezi genannt wird weil er ihn nicht mag und ich zumindest seinen angedachten Namen nicht. Ein Glück für ihn, daß Madame einen zumindest geschlechtslosen dämlichen Namen ausgesucht hat) überstand nur eine knappe Woche als ganzer Mann in der neuen Wohnung weil jedem sofort klar war, daß da ein eklatanter Fehler vorlag. Er verlor einen Großteil seiner frisch entdeckten Männlichkeit in der sterilen Umgebung einer Tierarztpraxis. Armer Kerl. Als eine weitere spezielle Macke unseres kleinen Lieblings wurde angeführt, daß er nicht in der Lage sei, aus einer Schüssel zu trinken. Er wolle nur fließendes Wasser hieß es. Was bedeutete, daß das arme Tier dursten musste solange keiner da war. Oder daß man die ganze Zeit einen Wasserhahn laufen ließ. Schlechter Plan. Birger hat ihm in ein paar wenigen Wochen beigebracht, auch aus Schüsseln zu trinken. Indem er ihm einfach eine hinstellte. Genialer Plan. An seinem grundsätzlicher meschuggenen Zustand ändert aber auch das nichts, seine Verstörtheit war wohl nicht nur auf die ständige Austrocknung zurück zu führen. Und heute abend nun beschloß die Katze, die einen immer anstarrt als sei sie vom Teufel besessen, einen Krallenkampf mit einem Beutel Katzenstreu auszutragen. Sie eröffnete quasi ein Zweitklo für sich, in der Mitte des Badezimmers. Ein Bild davon sehen sie hier. Das dumme Vieh spinnt. Auch toll: er greift einen an. Aus dem Nichts. An meiner linken Hand trage ich ein Pflaster. Vielen Dank. Er ist wie ein amerikanischer Soapdarsteller: nichts als hübsche Fassade...
Flughund, Batman und Mama machen ein Picknick
Ich versuche einen Flughund zu zeichnen - also eigentlich eine Fledermaus, keine Ahnung ob es da tatsächlich nennenswerte biologische Unterschiede gibt, oder ob das nur unterschiedliche regionale Bezeichnungen für Tiere einer Art sind. Hätte ich mein Biostudium damals nicht nach einem Semester hingeschmissen wüßte ich das womöglich. Überhaupt hätte ich eine Menge praktischen Wissens, ich wüßte beispielsweise, wann ich die Pflanzen von meinem Dach reinholen muß. Aber ich schweife ab. Flughund, also. Tjaaa. Irgendwie hab ich's gerade mit mehr oder minder kleineformatigen Wasserfarbebildern. Eine Technik (korrekterweise wohl eher Aquarell genannt) mit der ich ja nur wenig vertraut bin. Ich hab Mamas Malzeug geerbt (sie hatte da mal so eine Selbstfindungsphase nachdem wir, die Kinder, zu groß waren täglicher intensiver Pflege zu bedürfen. Ich erinnere mich, daß sie zu Kursen gegangen ist. Ich erinnere mich an kein einziges fertiges Bild...), und kann mich jetzt erstmal austoben, ohne investieren zu müssen. Naja fast. Gestern erstand ich etwas, das den klangvollen Namen Rubbelkrepp trägt, und das meinen haptischen Vorlieben sehr entgegen kommt.Man streicht damit Flächen auf dem Papier ein, die nichts von der dünnflüssigen und starrsinnig immer überall hinfließenden Farbe abbekommen sollen. Praktisch. Und spaßig, wenn es an die Entfernung geht. Das Zeug bildet einen gummihaften Film, den man hinterher mit dem Finger abrubbelt. So wie wenn man Uhu auf der Handfläche verteilt und es dann abzieht. Oder runterrubbelt. Ich habe merkwürdige Vorlieben. Jedenfalls habe ich mehrere Bilder im Kopf die ich gern machen würde. Nicht nur der Hund. Ich habe gestern drei in mein Notizbuch geschrieben, ich glaube animiert wurde ich davon, wie gut letztendlich mein Kuchenstück aussah. Gestern abend habe ich dann noch mit einem Portrait meines liebsten Turnschuhs angefangen. Vor allem, um besagtes Rubbelkrepp zu testen.. Ich glaube diese Technik würde sich hervoragend eignen, um Geschichten zu illustrieren (darum wohl nutzen sie auch so viele Illustratoren... ;-) ). Blöd, daß ich gerade keine weiß.
Ich würde die Zeichnungen gern mit auf die Homepage nehmen. Ich muß mir nochmal eine gründliche Einführung in die Kamera geben lassen, damit ich in Zukunft nicht immer Birger bitten muß, sondern mir nur die Kamera leihen, das würde so einiges erleichtern.
Heute nacht habe ich von Mama geträumt. Auch von Batman. Ich weiß nicht, wieso mein Hirn oder Unterbewußtsein oder was immer zuständig ist so reale, ernste Dinge mit solchem Humbug verbindet. Jedenfalls war sie in einem Krankenhaus, im Bett, konnte nicht recht sprechen und ich fütterte sie mit Mango und Reis. Nichts davon ist je so passiert, der Raum sah anders aus. Alles war anders als im letzten Sommer. Mein Ich im Traum dachte offensichtlich nicht, daß sie sterben könnte. Ich wurde wach und war traurig. Nächsten Mittwoch, also genau in einer Woche, wäre ihr Geburtstag. Ein Tag, dem wir alle mit mulmigen Gefühlen entgegen sehen. Manchmal kommt mir das alles so weit weg vor. Ich stecke wieder so tief in meinen Alltagssorgen. Ich glaube, ich denke nicht mal mehr täglich an sie. Aber eigentlich ist es nicht lange her. 3 1/2 Monate. In diesem Zusammenhang ist die Zeit seltsam flexibel. Der Selbstschutz läßt die schlimmen Zeiten endlos weit weg erscheinen, wie eine ferne Erinnerung, die schon arg verblasst. Aber manchmal funktioniert das nicht, und ich erschrecke über das Klingeln des Telefons weil ich mit schlimmen Krankenhausnachrichten rechne. Oder ich fahre nach Hause und vergesse auf dem Weg, daß sie nicht da sein wird. Dann merke ich, daß ich mich an ihre Abwesenheit noch nicht gewöhnt habe. Man denkt dann "Hört das denn nie auf?". Dabei macht man das noch nicht allzulange mit. Vielleicht hat Batman mir den Traum erträglich gemacht. Vielleicht kam er auch von dem vorm einschlafen gefassten Flughund-Bild-Plan. Übrigens war's nicht Christian Bale. Ich kannte ihn, hab aber vergessen wer es war. Das finde ich immer bemerkenswert an Träumen: daß ich mich hinterher nur erinnern kann, daß ich das kannte/wußte/merkte. Nicht aber WAS ich kannte/wußte/merkte.
Ich würde die Zeichnungen gern mit auf die Homepage nehmen. Ich muß mir nochmal eine gründliche Einführung in die Kamera geben lassen, damit ich in Zukunft nicht immer Birger bitten muß, sondern mir nur die Kamera leihen, das würde so einiges erleichtern.
Heute nacht habe ich von Mama geträumt. Auch von Batman. Ich weiß nicht, wieso mein Hirn oder Unterbewußtsein oder was immer zuständig ist so reale, ernste Dinge mit solchem Humbug verbindet. Jedenfalls war sie in einem Krankenhaus, im Bett, konnte nicht recht sprechen und ich fütterte sie mit Mango und Reis. Nichts davon ist je so passiert, der Raum sah anders aus. Alles war anders als im letzten Sommer. Mein Ich im Traum dachte offensichtlich nicht, daß sie sterben könnte. Ich wurde wach und war traurig. Nächsten Mittwoch, also genau in einer Woche, wäre ihr Geburtstag. Ein Tag, dem wir alle mit mulmigen Gefühlen entgegen sehen. Manchmal kommt mir das alles so weit weg vor. Ich stecke wieder so tief in meinen Alltagssorgen. Ich glaube, ich denke nicht mal mehr täglich an sie. Aber eigentlich ist es nicht lange her. 3 1/2 Monate. In diesem Zusammenhang ist die Zeit seltsam flexibel. Der Selbstschutz läßt die schlimmen Zeiten endlos weit weg erscheinen, wie eine ferne Erinnerung, die schon arg verblasst. Aber manchmal funktioniert das nicht, und ich erschrecke über das Klingeln des Telefons weil ich mit schlimmen Krankenhausnachrichten rechne. Oder ich fahre nach Hause und vergesse auf dem Weg, daß sie nicht da sein wird. Dann merke ich, daß ich mich an ihre Abwesenheit noch nicht gewöhnt habe. Man denkt dann "Hört das denn nie auf?". Dabei macht man das noch nicht allzulange mit. Vielleicht hat Batman mir den Traum erträglich gemacht. Vielleicht kam er auch von dem vorm einschlafen gefassten Flughund-Bild-Plan. Übrigens war's nicht Christian Bale. Ich kannte ihn, hab aber vergessen wer es war. Das finde ich immer bemerkenswert an Träumen: daß ich mich hinterher nur erinnern kann, daß ich das kannte/wußte/merkte. Nicht aber WAS ich kannte/wußte/merkte.
Montag, 27. Oktober 2008
Irgendwo unterm Staub

Ist immer alles besonders in Bewegung wenn sich die Jahreszeiten ändern? Oder ist das jetzt eine dumme, esotherische Mädchentheorie? Für Teetrinker? Ich darf das sagen, denn erstens bin ich ein Mädchen - oder mal gewesen, mittlerweile wohl faktisch zu alt sich Mädchen zu nennen, und ein "altes Mädchen" möchte man ja nicht sein, weil es kaum etwas trauriger klingendes gibt - und zweitens mag ich keinen Kaffee, was zugegebenerweise ein wenig uncool ist. Ich trinke Tee. Und ich besitze mehr als zwei Schwarzteesorten. Und eigentlich will ich ein Vorurteil pflegen und niemanden mögen auf den das zutrifft. Aber ich rede Unsinn und schweife ab von dem unsinnigen Thema, das ich eigentlich behandeln wollte: den Umbruch um mich herum. Selbst meine virtuellen Stalkingobjekte, meine folridanische Blogsoap - alle brechen sie auf zu neuen Ufern. Der Typ hat jetzt eine Freundin in New York. Sowas passiert einem, wenn man auf Tour gehen kann und überall rumreisen. Eins der Mädels - eigentlich das coolste - zieht weg. Innerhalb Floridas, also nicht unbedingt so richtig weg. Aber trotzdem verändert sie was.
Und hier? Leute werden mit ihren Studien fertig und suchen sich ihre ersten echten Jobs. Verdienen Geld, ziehen weg. Ziehen ins Ausland. Ich spiele Lotto um beides zu erreichen, Geld und Ausland. Kein sehr glohreicher Plan, schon klar. Aber die Arbeit an der Homepage gab mir erstmals seit langem das Gefühl, etwas der Arbeit nicht unähnliches zu tun. Klar, ich sitze nicht nur hier rum und drehe Daumen. Ich produziere ja, neben dem unsäglichen Kinojob, auch ständig Sachen, die ich jetzt da ausstellen will. Aber dennoch ist es anders, fast fühlt es sich an wie Büroarbeit. Ich muß Dinge dafür machen, die ich ungern tue (viel sinnvolles über mich habe ich immernoch nicht hinbekommen. Ein wenig inspiriert wurde ich hiervon. Ich weiß nicht, ob ich die Seite insgesamt so super finde, aber die Art wie der Text formuliert ist gefällt mir irgendwie. Natürlich hat die Gute ein bißchen mehr Relevantes vorzuweisen. Aber die generelle Idee sollte klar sein.) und das klingt doch verdammt nach Arbeit, oder?
Um mich um Sinnvolles zu drücken und mein vertrautes prokrastinieren zu pflegen habe ich heute (außer zwei tiefgründigen, wichtigen Blogs) schon einen Geburtstagsgruß gemalt. Ein Tortenstück, das ich Raphaela geschickt hab, die gestern Geburtstag hatte und die ich da vergaß. Nicht so schlimm, denke ich, sie vergisst mich regelmäßig. Ich bin immer nur zu spät...
Und morgen ist dann Nadjas. Schwierig. Wir haben uns unmerklich ziemlich überworfen. Sie ist böse auf mich, weil ich sie anfangs nach Mamas Tod nicht treffen wollte. Ich konnte einfach nicht, das ist kompliziert. Ich hab es aber nicht geschafft, iht das verständlich zu machen. Ich glaube, ich habe sie sehr verletzt, und das tut mir leid. Ich werde mich auf jeden Fall melden. Auch wenn die Kluft zwischen uns mittlerweile riesig-weit ist, und ich mir nicht so sicher bin, ob ich die jemals überwinden kann. Ganz klar ist aber wohl, daß das meine Aufgabe ist es zu versuchen. Morgen dürfte die beste Gelegenheit sein. Muß ich mal tapfer sein, ich alte feige Ziege.
Nebenbei mal bemerkt finde ich es unerklärlich und schade, daß es (durchaus zu recht, wie ich finde) haufenweise Tomtefans gibt, BOSSE aber nie einen rechten Durchbruch hatte(n). Das ist verkehrt und schade dazu. Irgendwo habe ich gehört, sie hätten ihren Plattenvertrag verloren. Wenn genug Platz auf der Erfolgstreppe ist für Juli und Silbermond und all diese traurigen Gestalten (die ich nicht richtig schlimm sondern vor allem laaaahm finde), dann müßte jemand wie Bosse zumindest soviel Platten verkaufen, daß ihn/sie (nie weiß ich, ob das nun eigentlich nur einer oder doch ne echte Band ist) das eigene Label nicht fallenlassen muss. So wäre die Welt, wäre sie gerecht.
Damn Girl
Ich mag ja nun wirklich Popmusik. Ich mag Rhianna. Ich hab einen Pussycat Dolls Song auf meinem mp3-Player. Gut für den schäme ich mich ein bißchen. Vor allem der Quadratzentimeter meines Herzens der dem Feminismus zugedacht ist mißbiligt deren Tun ganz eindeutig. Dennoch. Es wäre gelogen zu behaupten, daß ich mich den besonderen Qualitätn von Pop besonders gut entziehen könnte: eingängig, Laune hebend, zum Tanz ermunternd. Leicht mitzusingen. Und wenn es zufällig Justin Timberlake ist mit dem man ein einseitiges Duett schmettert Kann der Text dann auch mal so ausfallen:
Don't need no Mybelline
Cause you're a beauty queen.
Don't need no L'Oreal
cause bitch you're hot as hell.
If I'm a casanova?
Then you're a supernova!
Wenn das keine helle Freude ist! Kriegt der wohl Geld für dies nervtötende Brand-Name-Dropping?
Leider muß man an dieser Stelle anmerken daß diese Popvariante, die (mal von dererlei Texteskapaden mal abgesehen) gute Variante von Pop nicht zu verwechseln ist, mit hierzulande entstandenen Schmuckstücken wie Mark Medlock Songs. Irgendwie haben wir das nicht so raus hier...
Don't need no Mybelline
Cause you're a beauty queen.
Don't need no L'Oreal
cause bitch you're hot as hell.
If I'm a casanova?
Then you're a supernova!
Wenn das keine helle Freude ist! Kriegt der wohl Geld für dies nervtötende Brand-Name-Dropping?
Leider muß man an dieser Stelle anmerken daß diese Popvariante, die (mal von dererlei Texteskapaden mal abgesehen) gute Variante von Pop nicht zu verwechseln ist, mit hierzulande entstandenen Schmuckstücken wie Mark Medlock Songs. Irgendwie haben wir das nicht so raus hier...
Sonntag, 26. Oktober 2008
In it for the money
Ich bin ein bißchen ein schlechter Mensch. Wenn das geht.
Statt mit den Annas zur Matinee von Funkhaus Europa zu gehen und Fatima Spar zu gucken (und zu hören...) habe ich Verschlafen vorgetäuscht um nicht mit zu müssen. Warum genau? Ich weiß es nicht. Ich hatte keine wirkliche Lust. Ich wollte nicht von der anderen Anna wegen des Jobs gefragt werden weil ich noch keine Antwort habe. Und ich musste noch weiter Fotos auswählen und beschriften und einen halbwegs ertragbaren Text "Über mich" für die Homepage schreiben. Letzteres war wahrlich keine Lieblingsaufgabe. Ich komme mir dämlich vor, wenn ich etwas über mich sagen soll, eine konkrete Aussage. Und in diesem Falle kommt hinzu, daß ich keinerlei kunstbezogene Vita besitze. Ich habe nicht vorzuweisen und das wird in den paar Zeilen doch recht deutlich. Auch schwierig: ich welcher Person schreibe ich das? In der vorläufigen Menüleiste heißt der Punkt "Über Ute", und beim betrachten vergleichbarer Seiten stellte ich fest, daß das oft in der dritten Person verfasst war. Fiel mir auch leichter. Ob das jetzt wirklich gut ist - ich weiß es nicht. Vermutlich eine reine Geschmackssache, und ich tendiere tatsächlich dazu, das so zu machen. Ich hab's auch in der ersten Person versucht, aber das fühlte sich noch merkwürdiger an. Die Pseudo-Distanz tat dem Text ganz gut wie ich fand. Das sind unangenehme Aufgaben: über sich schreiben, sich quasi verkaufen mit Worten. Auch kaum leichter: Bilder auswählen und dann die Fotos, die sie am besten darstellen. Im Moment ist es noch so, daß das Bild das ich in meinem Kopf von diesem Projekt habe viel viel toller, größer und bunter ist als das, was es jetzt zu werden scheint. Andererseits ist das wohl schlicht noch nicht abzusehen, ich verstehe den technischen Teil auch viel zu wenig, habe keine Ahnung vom programmieren und kann schwer einschätzen was es heißt, wenn Birger sagt: ich kann nicht viel. Immerhin viel mehr als ich. Von den 1Mrd Möglichkeiten, die es vielleicht gäbe kenne ich ja nur ein Promille. Somit ahne ich nichtmal, was ich alles vielleicht verpasse. Ganz gut so. Es wird sehr schlicht werden, aber eigentlich finde ich das gut. Denn diese Sorte Seite muß entweder absolut großartig in ihrer Verspieltheit sein (wie zum Beispiel diese: http://www.eestorey.com/# ) oder eben simpel. Dabei ist dann wichtig, daß es nicht billig aussieht. Bei meiner Seite wird es entscheidend auf die Fotos ankommen, und das macht mir, wie gesagt, noch etwas Sorgen. Sie werden alle mit Pfotoshop bearbeitet werden müssen, sonst geht da nichts. Alle haben einen latenten Gelbstich und sind einfach zu dunkel und zu kontrastarm. An einem haben wir versucht das alles zu korrigieren und das ging ganz gut, bloß wird es ewig dauern, vor allem weil ich das hier und überhaupt nicht kann...
Das war jetzt ein für alle hochgradig langweiliger Eintrag, huh? Vor allem wo ich mich noch immer ziere, die Adresse hier kund zu tun. Kommt ja alles, meine Lieben. Kommt!
Statt mit den Annas zur Matinee von Funkhaus Europa zu gehen und Fatima Spar zu gucken (und zu hören...) habe ich Verschlafen vorgetäuscht um nicht mit zu müssen. Warum genau? Ich weiß es nicht. Ich hatte keine wirkliche Lust. Ich wollte nicht von der anderen Anna wegen des Jobs gefragt werden weil ich noch keine Antwort habe. Und ich musste noch weiter Fotos auswählen und beschriften und einen halbwegs ertragbaren Text "Über mich" für die Homepage schreiben. Letzteres war wahrlich keine Lieblingsaufgabe. Ich komme mir dämlich vor, wenn ich etwas über mich sagen soll, eine konkrete Aussage. Und in diesem Falle kommt hinzu, daß ich keinerlei kunstbezogene Vita besitze. Ich habe nicht vorzuweisen und das wird in den paar Zeilen doch recht deutlich. Auch schwierig: ich welcher Person schreibe ich das? In der vorläufigen Menüleiste heißt der Punkt "Über Ute", und beim betrachten vergleichbarer Seiten stellte ich fest, daß das oft in der dritten Person verfasst war. Fiel mir auch leichter. Ob das jetzt wirklich gut ist - ich weiß es nicht. Vermutlich eine reine Geschmackssache, und ich tendiere tatsächlich dazu, das so zu machen. Ich hab's auch in der ersten Person versucht, aber das fühlte sich noch merkwürdiger an. Die Pseudo-Distanz tat dem Text ganz gut wie ich fand. Das sind unangenehme Aufgaben: über sich schreiben, sich quasi verkaufen mit Worten. Auch kaum leichter: Bilder auswählen und dann die Fotos, die sie am besten darstellen. Im Moment ist es noch so, daß das Bild das ich in meinem Kopf von diesem Projekt habe viel viel toller, größer und bunter ist als das, was es jetzt zu werden scheint. Andererseits ist das wohl schlicht noch nicht abzusehen, ich verstehe den technischen Teil auch viel zu wenig, habe keine Ahnung vom programmieren und kann schwer einschätzen was es heißt, wenn Birger sagt: ich kann nicht viel. Immerhin viel mehr als ich. Von den 1Mrd Möglichkeiten, die es vielleicht gäbe kenne ich ja nur ein Promille. Somit ahne ich nichtmal, was ich alles vielleicht verpasse. Ganz gut so. Es wird sehr schlicht werden, aber eigentlich finde ich das gut. Denn diese Sorte Seite muß entweder absolut großartig in ihrer Verspieltheit sein (wie zum Beispiel diese: http://www.eestorey.com/# ) oder eben simpel. Dabei ist dann wichtig, daß es nicht billig aussieht. Bei meiner Seite wird es entscheidend auf die Fotos ankommen, und das macht mir, wie gesagt, noch etwas Sorgen. Sie werden alle mit Pfotoshop bearbeitet werden müssen, sonst geht da nichts. Alle haben einen latenten Gelbstich und sind einfach zu dunkel und zu kontrastarm. An einem haben wir versucht das alles zu korrigieren und das ging ganz gut, bloß wird es ewig dauern, vor allem weil ich das hier und überhaupt nicht kann...
Das war jetzt ein für alle hochgradig langweiliger Eintrag, huh? Vor allem wo ich mich noch immer ziere, die Adresse hier kund zu tun. Kommt ja alles, meine Lieben. Kommt!
Samstag, 25. Oktober 2008
Seit gestern bin ich stolze Webspace-Besitzerin. Nicht, daß man da schon viel entdecken könnte, denn es ist natürlich weit schwieriger, eine Seite mit Inhalt zu füllen denn sie zu erstehen. Vor allem dann, wenn man Bilder zeigen möchte, die man erst einmal fotografieren muß. Meine Sachen eignen sich nicht so hervorragend wie ich feststellen musste. Zuviel glänzende Flächen, zuviel gewollte Unschärfe die abfotografiert dann plötzlich aussieht wie schlecht aufgenommen... es war ein wenig ermüdend. Ich mach das zusammen mit Birger, dem besten Hobbyfotografen den ich kenne. Vielleicht muß ich letztendlich aber doch über meinen Schatten springen und einen meiner "Profi"Freunde bitten mir zu helfen. Wozu kenne ich all diese Fotodesigner.
Jetzt wo das alles konkret wird werde ich auch wieder unsicher. Beim Sichten und Aussuchen fand ich ungefähr alles schlecht, was ich je gemacht habe. Natürlich ist das Unsinn. Aber... Einfach aber. Ich werde nie zu den Menschen gehören, die wirklich und von tiefstem Herzen an ihre Talente und Fähigkeiten glauben. Ich bezweifele manchmal, auch nur ein Ei vernünftig braten zu können... Der Trick ist wohl das einfach zu ignorieren.
Jetzt wo das alles konkret wird werde ich auch wieder unsicher. Beim Sichten und Aussuchen fand ich ungefähr alles schlecht, was ich je gemacht habe. Natürlich ist das Unsinn. Aber... Einfach aber. Ich werde nie zu den Menschen gehören, die wirklich und von tiefstem Herzen an ihre Talente und Fähigkeiten glauben. Ich bezweifele manchmal, auch nur ein Ei vernünftig braten zu können... Der Trick ist wohl das einfach zu ignorieren.
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Huh?!
Gerade eben noch wußte ich, was ich schreiben wollte. Aber jetzt ist mein Hirn leer und diese Erkenntnis sollte der Grund sein, das hier sein zu lassen. Es kann nichts anderes werden als im Wortsinne egozentrisches Geschwafel. Trotzdem tippen meine Finger unermüdlich weiter. Hm.
Was also tun, um diesen Eintrag noch zu retten, ihn nicht vollkommen überflüssig erscheinen zu lassen? Wie denn? Indem ich versuche, die Inhaltsleere amüsant zu machen. Denn eigentlich dürfen Blogs wohl hohl und oberflächlich und ganz sicher auch egozentrisch sein. Bloß nicht langweilig. Aber das gilt für alle Texte, das wußte schon Oscar Wilde, den ich keinesfalls richtig zitieren kann und mit dem ich hier trotzdem protzen möchte. Heerer Plan, kläglicher Versuch.
Einfacher wäre alles, wenn mir heute etwas wahrlich lustiges passiert wäre. Ein kleines, kaum allein laufenkönnendes Mädchen küsste die Außenwand eines hiesigen McDonald's. Warum weiß ich nicht. Man könnte unken, daß die über irgendwelche Düsen burgeraromatische Lockstoffe versprühen. Das weiß ich nicht. Ein anderes kleines Mädchen von etwa vier streckte mir leidenschaftlich die Zunge raus als wir hintereinander in der Schlange bei Aldi standen. Ich tat's ihr gleich. Sie lachte mich an. Zumindest Kinder finden mich nie erschreckend. Ich hoffe wirklich die Welt erkennt den Wert kleiner Kinder als Quell steter Unterhaltung in ausreichendem Maße an.
Es gibt keine Plattform, in der ich sonst derart verschachtelte Sätze produzieren würde.
Ich habe mir die neue "TV on the Radio"-Platte als solche gekauft. Zu teuer für mein schmales Budget, aber toll, und darum ist's mir egal. Ich bin froh, daß ich sie habe. Aus Geldmangel habe ich mir das (Platten-/CD-) Kaufen ja quasi abgewöhnt, aber heute hab ich mal so getan als sei dem alles nicht so, ich kein armer Mensch und mir eh alles egal. Gut, in dem Moment mußte ich nicht wirklich so tun... Ich hab auch noch ein Buch gekauft, von David Lodge. Mehr als 500 Seiten. Auf das mein Gehirn aufhört zu degenerieren. Dann könnte ich mich zukünftig vielleicht auch an die Geschichten erinnern, die hier viel eher stehen sollten.
Was also tun, um diesen Eintrag noch zu retten, ihn nicht vollkommen überflüssig erscheinen zu lassen? Wie denn? Indem ich versuche, die Inhaltsleere amüsant zu machen. Denn eigentlich dürfen Blogs wohl hohl und oberflächlich und ganz sicher auch egozentrisch sein. Bloß nicht langweilig. Aber das gilt für alle Texte, das wußte schon Oscar Wilde, den ich keinesfalls richtig zitieren kann und mit dem ich hier trotzdem protzen möchte. Heerer Plan, kläglicher Versuch.
Einfacher wäre alles, wenn mir heute etwas wahrlich lustiges passiert wäre. Ein kleines, kaum allein laufenkönnendes Mädchen küsste die Außenwand eines hiesigen McDonald's. Warum weiß ich nicht. Man könnte unken, daß die über irgendwelche Düsen burgeraromatische Lockstoffe versprühen. Das weiß ich nicht. Ein anderes kleines Mädchen von etwa vier streckte mir leidenschaftlich die Zunge raus als wir hintereinander in der Schlange bei Aldi standen. Ich tat's ihr gleich. Sie lachte mich an. Zumindest Kinder finden mich nie erschreckend. Ich hoffe wirklich die Welt erkennt den Wert kleiner Kinder als Quell steter Unterhaltung in ausreichendem Maße an.
Es gibt keine Plattform, in der ich sonst derart verschachtelte Sätze produzieren würde.
Ich habe mir die neue "TV on the Radio"-Platte als solche gekauft. Zu teuer für mein schmales Budget, aber toll, und darum ist's mir egal. Ich bin froh, daß ich sie habe. Aus Geldmangel habe ich mir das (Platten-/CD-) Kaufen ja quasi abgewöhnt, aber heute hab ich mal so getan als sei dem alles nicht so, ich kein armer Mensch und mir eh alles egal. Gut, in dem Moment mußte ich nicht wirklich so tun... Ich hab auch noch ein Buch gekauft, von David Lodge. Mehr als 500 Seiten. Auf das mein Gehirn aufhört zu degenerieren. Dann könnte ich mich zukünftig vielleicht auch an die Geschichten erinnern, die hier viel eher stehen sollten.
Dienstag, 14. Oktober 2008
Fehlerfrei
Ich gebe mir redlich Mühe, nicht alle 36Mio Fehler meines bisherigen Lebens zu wiederholen. Ich will ja nicht törrichter sein als unbedingt nötig. Also keine kupferfarbenen Haartönungen, keine gelben T-Shirts und keine naturwissenschaftliche Studiengänge. Kein Strandurlaub auf sommerlich-verdorrten griechischen Inseln. Und nicht mit jedem schlafen der sich anbietet. Eine Freundin hat. Oder vermutlich doch eher auf Jungs steht - obwohl ich das längst ahnte. Ich gebe zu, mit diesem heeren Plan nicht immer recht voran zu kommen. Ich bin ja von Natur eher der scheiternde Typ Mensch. Und gerade jetzt bin ich ein wenig verwirrt und somit hochgradig dummheitgefährdet. Natürlich eines Mannes wegen. Eines gemeinen Arschlochs wegen um ganz deutlich zu sein. Ich will mal nicht zu sehr ins Detail gehen, bloß mitteilen, daß ich mich angestregt wehre. Ich will nicht wieder in die Falle tappen und am Ende Mädchen Nr 2 oder gar Nr 3 sein. Und nicht immer mit dem gleichen unmöglichen Typen.
Montag, 13. Oktober 2008
Ein Trottel
Kevin Kuranyi beweist ein weiteres Mal, daß der Beruf des Profifußballers zwar allerlei Dinge erfordern mag, übertriebene Intelligenz aber wohl nicht dazu gehört.
Seniorenporno
Gerade habe ich "Woke 9" gesehen, Andreas Dresens letzten Film. Ein erschreckend banale Liebesgeschichte mit einem tragischen Ende, viel Nacktheit und viel Sex. Die Hauptfiguren sind zwischen 65 und 77. Oder so in etwa. Ihr Alter scheint mir der einzige Grund diese Geschichte so zu erzählen. Hm. So richtig gut, oder auch nur schön war das jetzt nicht. Alter schützt vermutlich wirklich nicht vor Torheit, was zwar keine neue Erkenntnis, nichts desto trotz aber auch irgendwie deprimierend ist. Man wird nicht schlauer, die Dinge werden nicht einfacher. Na super. Und natürlich finde ich es nicht wahnsinnig erstaunlich oder gar verwerflich, daß alte Menschen noch ordentlich triebhaft sein können. Schön für sie. Nur gehöre ich schon bei hübschen, straffen Körpern nicht zu denen die so wahnsinnig auf sehr realistische Beischlafdarstellung stehen. Bin ich verklemmt? Nah. Bin ich nicht. Ich find Sex super. Vom rein ästhetischen Standpunkt aber hat er etwas lächerliches. Echter Sex ist auch nicht wirklich sexy - außer man hat ihn selbst. Und dann auch nur, wenn man sich nicht zusehen muß. Ich verstehe Menschen nicht, die ihre eigenen Heimpornos drehen. Nicht mal die nicht-prominenten. Wie narzistisch kann man sein sich selbst in dieser Lage, diesem hilflosen Verknäulen betrachten zu wollen? Selbst, wenn man den hübschesten Hintern und die nettesten Titten überhaupt hat. Oder den größten Schwanz..
Sonntag, 12. Oktober 2008
Leben vs Kunst 2:0
Man sitzt immer da und denkt wie unrealistisch und übertrieben Soaps, Bücher und Filme oft sind. Zuviel Drama und Dummheit und Naivität. Aber vielleicht ist das doch nicht so. Ich ertappe mich oft dabei wie ich mich in meinem Bekanntenkreis umsehe und denke: als wären wir noch immer 17. Menschen können erwachsen werden, mittelalt oder alt. Und trotzdem fühlen sich die zwischenmenschlichen Verwirrungen ebenso kindisch und unreif an wie damals, als wir damit anfingen und auf Schulhöfen um den coolsten Zehntklässler konkurrierten und darüber sämtliche Freunde verloren. Ich bin über dreißig, und der signifikante Unterschied ist, daß heute tatsächlicher Sex involviert ist und nicht nur dummes Geschwätz und Gerüchte darüber.
Da ist zum einen die Geschichte der Zwillinge, Freunde eines Freundes. Ich habe sie vor einigen Jahren mal häufiger gesehen, vor allem beim Ausgehen in diversen Gruppen und auf Parties. Ich fand sie nett, aber nie wurden Telefonnummern getauscht oder Schritte unternommen, sich bewußt und mit Absicht zu treffen. Irgendwann sah man sich einfach nicht mehr. Zu dem Zeitpunkt hatte der eine Bruder schon einige Zeit eine Freunding. Dieses Mädel, einige Jahre jünger als er und somit noch ein paar jünger als ich war ein aufgedrehtes Partymäuschen und alle dachte, daß diese beiden es wohl kaum länger zusammen aushalten würden. taten sie aber, sie waren jahrelang zusammen. Währenddessen ging Bruder2 für einige Monate nach England, machte einen Abschluß (da hatte ich persönlich schon mit beiden nix mehr zu tun und hörte nur manchmal was von besagtem gemeinsamen Freund) und lernte ein Mädel hier in der Stadt kennen das ich schon lange kenne weil sie mit meinem lieben Ex-Freund studiert hatte und eine Zeit sehr eng mit ihm war. Die nun war auch eher ein Partymädchen, und zwar eines, das immer auf der Jagd war nach möglichtst exclusiven Herren. Sie interessierte sich für sämtliche coolen DJs (es gibt furchtbar viele DJs hier, cool und uncool. Erstaunlich angesichts der Tatsache, daß wir hier nicht mit einem enormen Übermaß an Clubs gesegnet sind...), interssierte sich für Designstudenten, Musiker - sie war ein Minipromiluder. Ohne die wirklichen Promis. Sie musste isch aufgrund fehlender echter Alternativen mit denen abgeben, die es eben zu einer gewissen lokalen Bekanntheit geschaft hatten. Ohne Bruder2 beleidigen zu wollen: er gehört eigentlich überhaupt nicht in diese Kategorie. Aber er ist nett und so dachten wir: sie besinnt sich und sucht sich endlich mal Typen die nicht nur cool ansonsten aber Ärsche sind und wählt einen, der sie vielleicht nicht wie ein dummes Groupie scheiße behandelt. Soweit mein Wissenstand diese beiden Jungs betreffend bis Freitag. Da erzähte mir unser Freund Zwilling 1 habe sich von seinem blonden Partyhüpfer getrennt weil sie ihn mit einem besagter "coolen" DJs betrogen habe! Monatelang hat sie anscheinend beiden etwas vorgemacht. Dem DJ hat sie erzählt sie sei nicht mehr mit Bruder1 zusammen, der widerum nichtmal ahnte, daß er mit irgendwem betrogen wurde. Irgendwann kam's aber raus und nun will sie keiner von beiden mehr. Die Gute scheint ein Päckchen Reue zu schleppen, jedenfalls legt sie ihrem Zwilling jetzt Blumen vor die Tür und lauert ihm auf um ihn zurückzugewinnen. Und Zwilling2 ergeht es nur wenig besser! Sein Partymädchen bandelte nämlich auch erneut mit einem (ihr ahnt es!) DJ an, einem der mit dem mit dem Bruder 1 betrogen wurde sogar zusammen auflegt. Bloß versuchen diese beiden das wieder zu kitten und haben sich noch nicht getrennt. Vermutlich war das eine einmalige Sache und kein über Monate gezogener Betrug wie bei Bruder1...
Stellt sich die Frage, ob eineiigen Zwillingen das Schicksal wirklich so ähnlich mitspielen muß? Gibt es da nicht Studien die besagen, daß Zwillinge die, als Babies getrennt, nichtmal voneinander wissen, dennoch fast identische Lebensläufe haben? Zur gleichen Zeit heiraten und sich scheiden lassen? Frauen mit ähnlichen Namen und Haarfarben wählen und gleiche Fehler machen? Wundern würde es mich nicht.
Und wenn man dann noch die Geschichte eines anderen Freundes mit einbezieht der, hier in einer eher unglücklichen Beziehung steckend, mit seiner Freundin ausmachte, daß Internetbetrug keiner sei. Und sich im Second Life tatsächlich eine Geliebte gesucht hat, jemanden aus Australien, deren echten Namen und Alter er zwar nicht kennt, mit der er aber nach eigenem Bekunden sexuelle Erlebnisse hat die intensiver seien als das meiste, was er in der wahren Welt erlebt habe. Ich bin altmodisch, zu romantisch und definitiv nicht postmodern genug für dererlei Dinge! Ich hörte ihm zu und mir wurde ganz traurig zumute. Mag sein, daß ich nicht experimentierfreudig genug bin, aber sowas anstelle einer funktionierenden realen Beziehung zu haben finde ich zutiefst deprimierend. Ich kann mir knapp noch vorstellen, sowas auch mit jemandem zu erleben, den man auch in der Realität trifft. Als man selbst vor allem. Sich auf einer Spielebene soweit vorzubewegen und mit einem für sich erfundenen Charakter sich in einen anderen erfundenen Charakter quasi zu verlieben erscheint mir einfach nicht gesund. Ich würde einen Mensche vermissen, ein Wesen, daß ich auch berühren kann. Ich glaube schon, daß man sich im Internet über die rein "geistige" Ebene in jemanden verliebt (auch wenn ich mir das schwierig vorstelle mit Avataren im 2nd Life!) und ich glaube auch wenn Leute dann sagen, daß ihnen das Aussehen des anderen irgendwann nicht mehr wichtig ist. Schön und gut, vielleicht sogar löblich. Aber muß ein Mensch nicht irgendwann das Bedürfnis haben diesen Internetpartner auch real zu treffen? Ich glaube nicht, daß mich Internetsex auf Dauer glücklich machen könnte, und es geht ja nicht nur um puren Sex. Mit Menschen die einem soviel bedeuten will man doch überhaupt physischen Kontakt. Ich zumindest. Ich glaube nicht, daß mir das online ersetzt werden könnte.
Ich staune also nur was da los ist mit meinen Freunden. Würde ich das im TV sehen wäre ich betsimmt geneigt zu sagen, daß das übertrieben und unglaubhaft sei. Pah.
Da ist zum einen die Geschichte der Zwillinge, Freunde eines Freundes. Ich habe sie vor einigen Jahren mal häufiger gesehen, vor allem beim Ausgehen in diversen Gruppen und auf Parties. Ich fand sie nett, aber nie wurden Telefonnummern getauscht oder Schritte unternommen, sich bewußt und mit Absicht zu treffen. Irgendwann sah man sich einfach nicht mehr. Zu dem Zeitpunkt hatte der eine Bruder schon einige Zeit eine Freunding. Dieses Mädel, einige Jahre jünger als er und somit noch ein paar jünger als ich war ein aufgedrehtes Partymäuschen und alle dachte, daß diese beiden es wohl kaum länger zusammen aushalten würden. taten sie aber, sie waren jahrelang zusammen. Währenddessen ging Bruder2 für einige Monate nach England, machte einen Abschluß (da hatte ich persönlich schon mit beiden nix mehr zu tun und hörte nur manchmal was von besagtem gemeinsamen Freund) und lernte ein Mädel hier in der Stadt kennen das ich schon lange kenne weil sie mit meinem lieben Ex-Freund studiert hatte und eine Zeit sehr eng mit ihm war. Die nun war auch eher ein Partymädchen, und zwar eines, das immer auf der Jagd war nach möglichtst exclusiven Herren. Sie interessierte sich für sämtliche coolen DJs (es gibt furchtbar viele DJs hier, cool und uncool. Erstaunlich angesichts der Tatsache, daß wir hier nicht mit einem enormen Übermaß an Clubs gesegnet sind...), interssierte sich für Designstudenten, Musiker - sie war ein Minipromiluder. Ohne die wirklichen Promis. Sie musste isch aufgrund fehlender echter Alternativen mit denen abgeben, die es eben zu einer gewissen lokalen Bekanntheit geschaft hatten. Ohne Bruder2 beleidigen zu wollen: er gehört eigentlich überhaupt nicht in diese Kategorie. Aber er ist nett und so dachten wir: sie besinnt sich und sucht sich endlich mal Typen die nicht nur cool ansonsten aber Ärsche sind und wählt einen, der sie vielleicht nicht wie ein dummes Groupie scheiße behandelt. Soweit mein Wissenstand diese beiden Jungs betreffend bis Freitag. Da erzähte mir unser Freund Zwilling 1 habe sich von seinem blonden Partyhüpfer getrennt weil sie ihn mit einem besagter "coolen" DJs betrogen habe! Monatelang hat sie anscheinend beiden etwas vorgemacht. Dem DJ hat sie erzählt sie sei nicht mehr mit Bruder1 zusammen, der widerum nichtmal ahnte, daß er mit irgendwem betrogen wurde. Irgendwann kam's aber raus und nun will sie keiner von beiden mehr. Die Gute scheint ein Päckchen Reue zu schleppen, jedenfalls legt sie ihrem Zwilling jetzt Blumen vor die Tür und lauert ihm auf um ihn zurückzugewinnen. Und Zwilling2 ergeht es nur wenig besser! Sein Partymädchen bandelte nämlich auch erneut mit einem (ihr ahnt es!) DJ an, einem der mit dem mit dem Bruder 1 betrogen wurde sogar zusammen auflegt. Bloß versuchen diese beiden das wieder zu kitten und haben sich noch nicht getrennt. Vermutlich war das eine einmalige Sache und kein über Monate gezogener Betrug wie bei Bruder1...
Stellt sich die Frage, ob eineiigen Zwillingen das Schicksal wirklich so ähnlich mitspielen muß? Gibt es da nicht Studien die besagen, daß Zwillinge die, als Babies getrennt, nichtmal voneinander wissen, dennoch fast identische Lebensläufe haben? Zur gleichen Zeit heiraten und sich scheiden lassen? Frauen mit ähnlichen Namen und Haarfarben wählen und gleiche Fehler machen? Wundern würde es mich nicht.
Und wenn man dann noch die Geschichte eines anderen Freundes mit einbezieht der, hier in einer eher unglücklichen Beziehung steckend, mit seiner Freundin ausmachte, daß Internetbetrug keiner sei. Und sich im Second Life tatsächlich eine Geliebte gesucht hat, jemanden aus Australien, deren echten Namen und Alter er zwar nicht kennt, mit der er aber nach eigenem Bekunden sexuelle Erlebnisse hat die intensiver seien als das meiste, was er in der wahren Welt erlebt habe. Ich bin altmodisch, zu romantisch und definitiv nicht postmodern genug für dererlei Dinge! Ich hörte ihm zu und mir wurde ganz traurig zumute. Mag sein, daß ich nicht experimentierfreudig genug bin, aber sowas anstelle einer funktionierenden realen Beziehung zu haben finde ich zutiefst deprimierend. Ich kann mir knapp noch vorstellen, sowas auch mit jemandem zu erleben, den man auch in der Realität trifft. Als man selbst vor allem. Sich auf einer Spielebene soweit vorzubewegen und mit einem für sich erfundenen Charakter sich in einen anderen erfundenen Charakter quasi zu verlieben erscheint mir einfach nicht gesund. Ich würde einen Mensche vermissen, ein Wesen, daß ich auch berühren kann. Ich glaube schon, daß man sich im Internet über die rein "geistige" Ebene in jemanden verliebt (auch wenn ich mir das schwierig vorstelle mit Avataren im 2nd Life!) und ich glaube auch wenn Leute dann sagen, daß ihnen das Aussehen des anderen irgendwann nicht mehr wichtig ist. Schön und gut, vielleicht sogar löblich. Aber muß ein Mensch nicht irgendwann das Bedürfnis haben diesen Internetpartner auch real zu treffen? Ich glaube nicht, daß mich Internetsex auf Dauer glücklich machen könnte, und es geht ja nicht nur um puren Sex. Mit Menschen die einem soviel bedeuten will man doch überhaupt physischen Kontakt. Ich zumindest. Ich glaube nicht, daß mir das online ersetzt werden könnte.
Ich staune also nur was da los ist mit meinen Freunden. Würde ich das im TV sehen wäre ich betsimmt geneigt zu sagen, daß das übertrieben und unglaubhaft sei. Pah.
Samstag, 11. Oktober 2008
"Das muß ich mal überschlagen"
Kein guter Tag für schlimme Politiker. Jörg Haider werde ich nicht vermissen. Natürlich wäre es weniger tragisch gewesen hätte er sich einfach aus der Politik zurückgezogen. Und natürlich weiß ich, daß die Rechte in Östereich damit nicht gestorben ist, daß es Nachfolger geben wird die vermutlich schon mit den Hufen scharren. Vermutlich haben sie wirklich welche.
Und was Mrs Palin betrifft weiß ich eigentlich nicht mehr so recht, was ich sagen soll. Die Frau scheint mir eine Perle unserer Gattung. Wenn man seine Untaten nichtmal ordentlich verschleiern kann eignet man sich schwerlich zum führenden Politiker. Lustig, daß diese rachsüchtige, dumme, neochristliche Dame offensichtlich schlicht ein böser Mensch ist. Was sie vielleicht wieder qualifizieren könnte für das angestrebte Amt. Ach, so zynisch bin ich eigentlich garnicht. Es ist ziemlich billig so auf ihr rumzuhacken. Viel eher läßt sie einen Hoffnung schöpfen, daß sie sich un McCain doch noch selbst aus dem Rennen schießt. Und dann kommt Obama und zeigt uns, was genau er eigentlich wie verändern will. Oder vor allem: kann. Gespannt wie ein Flitzeboge sitzt man da. Wie lang noch? Gut drei Wochen oder? Sollten doch die Republikaner gewinnen wird es schwer nicht einfach müde in den Chor derer einzustimmen, die Amerika für verloren und seine Bewohner für strunzdumm und kulturlos halten (beides beliebte Vorurteile von Leuten, die nie persönlich auf Amerikaner trafen geschweige denn mal da waren. Vorurteile, die mich immer dazu bringen mich dererlei Schwachsinnsdisussionen schlicht zu entziehen.) Das will ich ja eigentlich überhaupt nicht, denn die blasierte und völlig unangebrachte Überheblichkeit der Mensche hier Amerikanern gegenüber zeigt ja eigentlich nur auf, wie dumm hier viele sind, wie unreflektiert und gedankenlos alles nachplappernd. Frau Palin nun macht es einem aber, ebenso wie ihr noch amtierender Präsident, schlicht schwer ihr Volk gegen dererlei Blödsinn zu verteidigen...
Diese beiden Sachen sind mir jetzt dazwischen gekommen. Eigentlich sollte das hier ein Eintrag werden über meine Abenteuer auf dem Amt, denn gestern beantragte ich endlich meinen Pass! Oder über Cybersex, denn gestern abend erzählte mir ein Freund, den ich länger nicht gesehen hab einigermaßen gruselige Erlebnisse jenseits der faßbaren Realität. Allzu postmodern wenn man mich fragt. Aber hinter den toten Rechten und die böse Kandidatin passt das alles mal so überhaupt nicht. Vielleicht starte ich später einen neuen Versuch. So ist das immer. Mein eigenens Leben kann einfach nicht mithalten..!
Und was Mrs Palin betrifft weiß ich eigentlich nicht mehr so recht, was ich sagen soll. Die Frau scheint mir eine Perle unserer Gattung. Wenn man seine Untaten nichtmal ordentlich verschleiern kann eignet man sich schwerlich zum führenden Politiker. Lustig, daß diese rachsüchtige, dumme, neochristliche Dame offensichtlich schlicht ein böser Mensch ist. Was sie vielleicht wieder qualifizieren könnte für das angestrebte Amt. Ach, so zynisch bin ich eigentlich garnicht. Es ist ziemlich billig so auf ihr rumzuhacken. Viel eher läßt sie einen Hoffnung schöpfen, daß sie sich un McCain doch noch selbst aus dem Rennen schießt. Und dann kommt Obama und zeigt uns, was genau er eigentlich wie verändern will. Oder vor allem: kann. Gespannt wie ein Flitzeboge sitzt man da. Wie lang noch? Gut drei Wochen oder? Sollten doch die Republikaner gewinnen wird es schwer nicht einfach müde in den Chor derer einzustimmen, die Amerika für verloren und seine Bewohner für strunzdumm und kulturlos halten (beides beliebte Vorurteile von Leuten, die nie persönlich auf Amerikaner trafen geschweige denn mal da waren. Vorurteile, die mich immer dazu bringen mich dererlei Schwachsinnsdisussionen schlicht zu entziehen.) Das will ich ja eigentlich überhaupt nicht, denn die blasierte und völlig unangebrachte Überheblichkeit der Mensche hier Amerikanern gegenüber zeigt ja eigentlich nur auf, wie dumm hier viele sind, wie unreflektiert und gedankenlos alles nachplappernd. Frau Palin nun macht es einem aber, ebenso wie ihr noch amtierender Präsident, schlicht schwer ihr Volk gegen dererlei Blödsinn zu verteidigen...
Diese beiden Sachen sind mir jetzt dazwischen gekommen. Eigentlich sollte das hier ein Eintrag werden über meine Abenteuer auf dem Amt, denn gestern beantragte ich endlich meinen Pass! Oder über Cybersex, denn gestern abend erzählte mir ein Freund, den ich länger nicht gesehen hab einigermaßen gruselige Erlebnisse jenseits der faßbaren Realität. Allzu postmodern wenn man mich fragt. Aber hinter den toten Rechten und die böse Kandidatin passt das alles mal so überhaupt nicht. Vielleicht starte ich später einen neuen Versuch. So ist das immer. Mein eigenens Leben kann einfach nicht mithalten..!
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Im Planwagen von Mexiko nach Kanada....
Wie sich herausstellte hatte ich heute meine letzte Schicht mir meinem eigentlich liebsten Filmvorführer. Ich mag ihn nicht, weil er der hübscheste ist, und auch nicht, weil wir mal ein bißchen was miteinander hatten. Das sind vielleicht eher die Schattenseiten dieser Beziehung. Ich mag ihn weil man die besten Unterhaltungen mit ihm hat. Weil wir die gleichen Dinge mögen, größtenteils, und weil wir uns schlicht verstehen. Im Wortsinn. Ich hatte immer das Gefühl er begreift sofort was ich meine. Er hat sich einen besser bezahlten Job gesucht, den er tagsüber machen kann. Und im Janur geht er nach Mexico für ein paar Monate. Ich werde ihn wohl mehr vermissen als mir recht sein kann...
Daß er allerdings auch für einige Monate ins Ausland geht werte ich mal als Zeichen. Morgen früh gehe ich los und beantrage, was nötig ist für mein Kanada-Visum. Zuallererst mal einen neuen Pass. Ich war in den letzten Jahren so arm, daß ich nach ablaufen meines letzten keinen neuen mehr brauchte, weil ich es eh nie viel weiter als Holland schaffte... Ich bin ja mal gespannt. Auf die Biometrie. Oder heißt es Biometrik? Wie von einem erwartet finde ich das ja eigentlich natürlich überhaupt nicht gut. Ich will auch niemandem meine Fingerabdrücke geben. Auch wenn ich akut kein terroristisches oder sonswie geartetes Verbrechen plane, weiß man doch nie was für Nöte einen vielleicht später mal reiten. Scherz, das. Vermutlich habe ich mich mit dieser Bemerkung in diesem dummen Blog gerade um die Chance gebracht, jemals wieder in die USA einzureisen. Zumindest dann, wenn McCain gewählt wird.
Passend dazu werde ich auch gleich mein polizeiliches Führungszeugnis beantragen. 13.- kostet das. Erwartungsgemäß ist ein solches Zeugnis nur sehr begrenzt "gültig", wenn ich erst nächsten Sommer einreisen will könnte ich längst eine Reihe frischer Verfehlungen angehäuft haben. Haben die das nicht bedacht? Brauche ichzur Einreise ein Neues? So 100% genau weiß ich über diese ganze Sache noch immer nicht Bescheid...
*heute, so circa eine Woche später weiß ich Folgendes zu berichten: das war nicht unsere letzte Schicht, zum Beispiel haben wir gestern nochmal zusammen gearbeitet. Auch kann es durchaus nochmal dazu kommen, denn sein Mexico-Abflugtermin hat sich radikal nach vorn verschoben und er kam zu der glohreichen Erkenntnis ein Jobwechsel lohne da ja garnicht mehr. Nicht, daß das von sagenhafter Signifikanz wäre.
Daß er allerdings auch für einige Monate ins Ausland geht werte ich mal als Zeichen. Morgen früh gehe ich los und beantrage, was nötig ist für mein Kanada-Visum. Zuallererst mal einen neuen Pass. Ich war in den letzten Jahren so arm, daß ich nach ablaufen meines letzten keinen neuen mehr brauchte, weil ich es eh nie viel weiter als Holland schaffte... Ich bin ja mal gespannt. Auf die Biometrie. Oder heißt es Biometrik? Wie von einem erwartet finde ich das ja eigentlich natürlich überhaupt nicht gut. Ich will auch niemandem meine Fingerabdrücke geben. Auch wenn ich akut kein terroristisches oder sonswie geartetes Verbrechen plane, weiß man doch nie was für Nöte einen vielleicht später mal reiten. Scherz, das. Vermutlich habe ich mich mit dieser Bemerkung in diesem dummen Blog gerade um die Chance gebracht, jemals wieder in die USA einzureisen. Zumindest dann, wenn McCain gewählt wird.
Passend dazu werde ich auch gleich mein polizeiliches Führungszeugnis beantragen. 13.- kostet das. Erwartungsgemäß ist ein solches Zeugnis nur sehr begrenzt "gültig", wenn ich erst nächsten Sommer einreisen will könnte ich längst eine Reihe frischer Verfehlungen angehäuft haben. Haben die das nicht bedacht? Brauche ichzur Einreise ein Neues? So 100% genau weiß ich über diese ganze Sache noch immer nicht Bescheid...
*heute, so circa eine Woche später weiß ich Folgendes zu berichten: das war nicht unsere letzte Schicht, zum Beispiel haben wir gestern nochmal zusammen gearbeitet. Auch kann es durchaus nochmal dazu kommen, denn sein Mexico-Abflugtermin hat sich radikal nach vorn verschoben und er kam zu der glohreichen Erkenntnis ein Jobwechsel lohne da ja garnicht mehr. Nicht, daß das von sagenhafter Signifikanz wäre.
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Können Sie das groß machen, bitte?!
Meine vom Muttertod indizierte Schonzeit ist eindeutig vorbei. Alle Welt pröckelt an meinen Zukunftsaussichten, will Pläne hören, macht sich Sorgen, drängelt und drangsaliert. Was wollt ihr denn Leute? Was genau bringt das Faß denn just jetzt zum Überlaufen? Wieso jetzt, wieso diese Woche? Ich will da nicht drüber reden, wirklich nicht. Ich will in Ruhe gelassen werden und für mich tüfteln was es für Wege gibt. Natürlich weiß ich, daß ich nicht gut in diesen Dingen bin, daß ihr euch alle sorgt und mir nur helfen wollt. Aber ich fühle mich in die Ecke gedrängt, und das brauche ich nicht von meinen Freunden, nicht wenn es die allgemeine Situation schon tut! Ihr habt doch alle haufenweise eigenen Probleme. Laßt mir meine, akzeptiert daß es mir nicht so wahnsinnig blendend geht. Und daß ihr mir nicht helfen könnt. Nicht indem ihr schlau auf mich einredet. Gebt mir Raum. Ich ertappe mich schon dabei, wie ich mich in meine Höhle verziehen und einfach nicht mehr ans Telefon gehen möchte. Wo ich das als Option sehe. Ihr treibt mich von euch weg, so. Das klappt nicht verdammt!
Ich muß was backen. Kein gutes Zeichen. Backen ohne Anlaß tue ich nur in Zeiten ordentlichen Unglücks und übermäßiger Nervosität. Ihr seid schuld Leute, und nein, ihr bekommt nichts ab!!!
Ich muß was backen. Kein gutes Zeichen. Backen ohne Anlaß tue ich nur in Zeiten ordentlichen Unglücks und übermäßiger Nervosität. Ihr seid schuld Leute, und nein, ihr bekommt nichts ab!!!
TIERE UND MENSCHEN
Ich teile meine Wohnung mit allerlei Getier. Es gibt zu jeder Jahreszeit rotäugige Fruchtfliegen und Motten in übertriebener Anzahl. Und gegen Herbst erscheinen kleine gelbliche Raupen mit braunem Kopf. Das ist unschön und verleitet zu der Annahme, ich müsse ein reichlich unhygenisch veranlagter Mensch sein. Das sit so nicht richtig. Ich bin durchaus bereit einzugestehen, daß ich ordentlicher sein könnte, regelmäßiger mit Spülen befaßt. Auch entsorge ich meinen Hausmüll nicht täglich. Aber jeden zweiten oder dritten Tag. Was bei Temperaturen von 14°C außen und ca 19°C innen aber auch genügen müßte - vor allem wo ich mich wenig bekoche und meist von restlos zu vertilgendem Toastbrot ernähre. Nein, mein Lebenswandel allein kann der Grund für diese tierische Überbevölkerung nicht sein. Ich mache das alles schon immer so, in jeder Wohnung. Nie hatte ich mehr Zulauf als die obligatorischen sommerlichen Exemplare besagter Fruchtfliegen mit den häßlichen Augen. Hier ist alles anders. Im Sommer, beispielsweise gibt es auch übermäßig viel gemeine Stubenfliegen, brummselnde Mistviehcher die nachst in meinem Schlafzimmer umherirren und mich nicht schlafen lassen. "Ließen" sollte ich sagen, denn zumindest die halten sich in ihren Lebensspannen an jahrtausendealte, natürliche Vorgaben. Nun könnte man vermuten ich sei an den Stadtrand gezogen, näher hin zur Natur, die, wie man meinen sollte, das natürlichere Territorium für meine kleinhirnigen Mitbewohner darstellt. Aber nein. Ich wohne im am wenigsten grünen Teil der Innenstadt, ein Viertel gern als sozialer Brennpunkt verschrien und hauptsächlich von Alkoholikern und Drogensüchtigen bewohnt. Und von Studenten und ausländischen Familien. Leben bei denen auch die Raupen? Was sind das überhaupt für Wesen, Raupen? Gibt es welche die immer Raupen sind, oder sind das immer nur Zwischenwesen auf dem Weg zum fliegenden Ungeziefer oder Schmetterlingsschönling? Während ich das so vor mich hin tippe entdeckt mein manchmal etwas langsamer Verstand eine eklatante Verbindung zwischen Raupentierchen und all den Motten. Ich habe also nur zwei nicht drei verschiedenen Plagegeister, die einen erscheinen nur in unterschiedlichen Darreichungsformen. Ich bin schon manchmal etwas träge im Kopf und die Dinge werden mir erst klar, wenn ich sie auch ausformuliere. Doh!
Gut, wo das jetzt geklärt wäre entscheide ich mich dafür möglichst gründlich nach den Raupen zu suchen. Die lassen sich von Wand und Decke sammeln, ihre albernen Versuche sich schützend aufzurollen nützen gegen meine spitzen Finger ja mal gar nichts. Und dann werfe ich sie raus. Ich bin immer nicht so dafür Ungeziefer zu töten, meist macht das unschöne Flecken. Ich lasse sie lieber draußen erfrieren oder im Dauerregen ertrinken. Ich bin auch kein waschechter Tierfreund. Bleibt jetzt nur noch die Frage wo und wann und wie (schnell) die sich eigentlich verwandeln? Von der Raupe zur staubigen Motte - das geht doch nicht ohne ordentliche Verpuppung oder? Bei genauerer Inspektion der Decken-Ecken finden sich tatsächlich Spuren, winzige faserige, wattige Fleckchen die, mit dem langen Linal von der Decke gekrazt, schimmernde gelbliche Häute mit rötlichbraunem Ende enthalten. Jetzt weiß ich Bescheid und hab immernoch keine Ahnung was dagegen zu tun ist. Stellt sich die Frage, was einem sein ungesundes Halbwissen in so einem Falle nun bringt? Wie immer weiß man nur etwas von einem Sachverhalt, einen Teil. Und wie fast immer ist es der Teil der einem keinerlei praktischen Nutzen die eigentliche Problemlösung betreffend bietet. Mir scheint wir treffen hier wieder einmal auf ein klassisches Dilemma des modernen Menschen. Und darum mag ich keine Insekten. Sie deprimieren mich.
Gut, wo das jetzt geklärt wäre entscheide ich mich dafür möglichst gründlich nach den Raupen zu suchen. Die lassen sich von Wand und Decke sammeln, ihre albernen Versuche sich schützend aufzurollen nützen gegen meine spitzen Finger ja mal gar nichts. Und dann werfe ich sie raus. Ich bin immer nicht so dafür Ungeziefer zu töten, meist macht das unschöne Flecken. Ich lasse sie lieber draußen erfrieren oder im Dauerregen ertrinken. Ich bin auch kein waschechter Tierfreund. Bleibt jetzt nur noch die Frage wo und wann und wie (schnell) die sich eigentlich verwandeln? Von der Raupe zur staubigen Motte - das geht doch nicht ohne ordentliche Verpuppung oder? Bei genauerer Inspektion der Decken-Ecken finden sich tatsächlich Spuren, winzige faserige, wattige Fleckchen die, mit dem langen Linal von der Decke gekrazt, schimmernde gelbliche Häute mit rötlichbraunem Ende enthalten. Jetzt weiß ich Bescheid und hab immernoch keine Ahnung was dagegen zu tun ist. Stellt sich die Frage, was einem sein ungesundes Halbwissen in so einem Falle nun bringt? Wie immer weiß man nur etwas von einem Sachverhalt, einen Teil. Und wie fast immer ist es der Teil der einem keinerlei praktischen Nutzen die eigentliche Problemlösung betreffend bietet. Mir scheint wir treffen hier wieder einmal auf ein klassisches Dilemma des modernen Menschen. Und darum mag ich keine Insekten. Sie deprimieren mich.
Dienstag, 7. Oktober 2008
Verbal-Luftbrücke
(Fast) Jeder meiner Posts auf dieser ersten Seite hat eine englische Überschrift. Was soll das denn? Meist sind das Songtitel oder -zeilen die mir gerade durch den Kopf gingen beim schreiben. Aber eigentlich komme ich mir zumindest leicht albern vor....
Worse Things Happen at Sea
Ich war Kaffe trinken mit meiner Freundin Andrea. Das war ernüchternd. Andrea ist die, die ihr Leben zumindest soweit im Griff hat, daß sie schuldenfrei und mit einem festen Job ausgestattet in der Lage ist, sich wann immer nötig ein paar Schuhe für mehr als 15.- zu kaufen. Ein Zustand mit dem ich schon halbwegs zufrieden wäre. Das ist deprimierend, wenn man sich das klar macht. Nun je. Besagte Andrea also. Sie fragte mich, was ich denn nun tun möchte. Wovon leben`? Ich muß machen was ich machen muß. Ich war nur mal wieder erstaunt wie unterschiedlich sie im Vergleich zu mir denkt. Und wie unterschiedlich unsere Idee sind, wie das Leben idealerweise aussehen sollte. Sie sucht den Mann, will die Familie, will sie bald. Und setzt sich total unter Druck mit dieser Erwartungshaltung ans Leben. Vielleicht erwarte ich zu wenig, bin zu wenig konkret um irgendwohin zu kommen. Ich erwarte nur, irgendwann mal glücklich zu sein. Ich habe wenig genaue Ideen dazu, wie es aussehen muß, das Glück. Mann und Kind sind da nur eine Option unter vielen. Also Ehe-Mann. Gar kein Partner würde mich auf lange Sicht vermutlich schon eher unglücklich sein lassen. Aber ich sehe mich nicht zwangsläufig mit einer richtigen Familie. Ich sehe mich nämlich eigentlich überhaupt nicht, nicht in einer viel weiteren Zukunft als übermorgen. Oder von mir aus dem nächsten halben Jahr. So ziellos zu sein ist kein attraktiver Zug wie mir scheint. Jede 1 1/2 Kontaktanzeige auf der Welt sucht nach einem Menschen der weiß, was er will. Das ist scheinbar das meistgewünschte Attribut in einem potenziellen Partner. Blöd, wenn genau das fehlt. Andrea würde sagen, daß sie mir das nicht glaube. Daß ich bloß verdränge weil ich Angst habe. Oder daß ich nur nicht richtig formulieren kann, was ich möchte. Ich weiß nicht. Ich weiß ganz gut, was ich nicht will. Dumm, daß das Leben das ich bisher so führe da eher auch dazu gehört. Eine Veränderung ist also unabdingbar. Ich drehe mich im Kreis und wiederhole mich. Etwas passiert, eine Veränderung kommt, und alle 5Mio Minuten mal freue ich mich auch darauf. Die meiste Zeit aber schlottern mir die Knie, ich bin ein Feigling, das wird sich wohl auch nicht mehr ändern.
Montag, 6. Oktober 2008
If Dalì could spray...
Seit gestern ist Constance wieder weg, Birger ist traurig, ich bin traurig angesichts der Aussicht, daß er in etwa einem halben Jahr auch weg seinwird. Ich lenke mich ab wie ich mich immer ablenke. Wenn ich nicht gerade trinke. Ich "mache was". Ich tue mich schwer dem sprichwörtlichen Baby einen Namen zu geben. Ich tendiere dazu es Bilder zu betiteln, weiß aber, daß man damit gemeinhin nicht zufrieden ist: "Das ist doch kein Bild! Bilder sind gemalt. Oder gezeichnet! Aber doch nicht sowas!". A-ha. Also vielleicht Papierobjekte. Was albern klingt in meinen Ohren. Birger sagt: "Du machst Kunst!" und ich wünschte ich wäre ähnlich überzeugt. Andererseits bin ich nie von irgendwas überzeugt, und eigentlich ja längst an diesen Zustand gewöhnt. Ich muss Sachen machen bei denen ich nicht sicher bin, sonst passiert mal nix. Also arbeite ich an dieser Website. Ich habe Webspace - ja was? gekauft? gemietet? Ich hab welchen. Allerdings gibt es da noch nichts. (Hey! Diesen lezten Satz habe ich blind geschrieben! Wow. Ich kann mehr als erwartet..) Aber der traurige Birger wird zur Hilfe eilen, ein guter Samarieter sein und sich ablenken...
"Is' das Ghetto oder was?"
Mein Vater ist für ein paar Tage auf Sylt. Super Wetter für solch extravagante Exkursionen, huh? Bevor er fuhr sagte er mir ich solle doch bitte ein, zwei Mal "nach dem Haus" sehen. Und dann meinte er ich solle bitte zuerst außen ums Haus rumgehen und gucken, ob es eingeschlagenen Scheiben gäbe. Und wenn dem so sei solle ich nicht "reingehen und Held spielen!"! Mein lieber Papa! Ich musste an mich halten nicht loszulachen, aber gerührt war ich auch schon wieder. Ich werde es genau so machen. Und hoffen, daß etwaige Einbrecher so dilletantisch wären ein Fenster einzuschlagen statt es mit dem über-simpelen Schloß an der hinteren Türe zu versuchen...
Samstag, 4. Oktober 2008
A walk in the park
Heute morgen war ich im Museum. Nicht, daß Dortmund berühmt wäre für seine kulturellen Stätten, welcher Art auch immer. Aber wie haben ein Museum für Gegewartskunst in einem so tollen Gebäude daß ich allein darum schon halbwegs regelmäßig dort vorbei gehe, ganz egal was sie zeigen. Oftmals bekommt man merkwürdige Sachen zu sehen in den jeweiligen Wechselausstellungen, dann gehe ich nach oben in die Hausausstellung und gucke den einsamen (nicht sehr schönen) Picasso an, ein bißchen Beuys'schen Käse - so Sachen. Ich mach das auch oft unter der Woche und bin dann alleine da mit einem wilden Mob an Ausichtspersonal daß mir nachschleicht und sich laut wie ein Donnerschlag räuspert damit ich nicht vergesse, daß sie da sind und nicht auf dumme Gedanken komme. Auf die ich in der tat bei solchen Gelegenheiten regelmäßig komme, besonders bei Skulpturen weiß ich einfach, daß sie angefaßt werden möchten. Warum sollte jemand so viel Arbeit auf die Erzeugung einer glatte Oberfläche verwenden wenn der Betrachter sie dann nicht berühren darf. Ich weiß ja. All die Besucher und ihre fettigen, unvorsichtigen Pfoten die den Tod einer Oberfläche bedeuten können. Trotzdem juckt es mich, denn ich bin eine Anfasserin. Ich fasse Dinge an. Und ich bewerte vieles danach, wie es sich anfühlt. Selbst passabeles Essen kann verlieren wenn es eine doofe Konsistenz hat. Aber ich schweife ab. Interessant wird mein kleiner Museumsbericht jawohl erst dadurch daß ich folgendes vermelde: es war schön! Es gab Werke von Otto Piene. Den ich Banausin bis heute nicht kannte. Es gab mittelgute Bilder, eher nicht so gute Objekte/Skulpturen. Und Lichtobjekte! Wow. Die nannten das Lichtballette, und das passte ganz gut. In stockfinsteren Räumen aufgestellte Lichtquellen, die per Zeitschaltuhr aufleuchteten. Nacheinander oder zusammen. Egal. Sie machten mich geradezu glücklich. Es war sehr beruhigend und schön, wandernde Lichtpunkte, hoch- und runtergedimmtes Licht. Schwierig in gute Worte zu fassen, aber etwas, daß ich spontan für hier wollte. Für zu Hause, als etwas, daß meine Stimmung heben und mir ein gutes Gefühl beschaffen könnte. Ich bin tendenziell immer sehr skeptisch was jede Form von "medialer" oder auch nur elektrisch betriebener Kunst angeht. Ich mag keine Videos und keine Klangcollagen und meist keine rotierenden Maschienchen. Aber Licht funktionierte hervorragenden. Dieses Licht zumindest. Bildende Kunst hat ja vielleicht oft das Problem, den Rezipienten schwere auf der emotionalen Ebene zu erreichen. Ich finde vieles schön, teils wunderschön. Ich bin oft beeindruckt vom Können der Künstler. Aber die wenigsten Exponate berühren mich wirklich. Ich werde nicht traurig/glücklich/gerührt/ergriffen - na ja. Letzteres vielleicht schon bei manch monumentalem Bild-Werk. Aber - wie soll ich es formulieren? - bildende Kunst geht mir nicht so ans Herz, beeinflußt meine Stimmung und meine Gefühle nicht so. Meistens jedenfalls, denn wie immer gibt es Ausnahmen. Nicht nur bei dererlei Objektkunst wie der heute. Da aber besonders. Lichtstimmungen dringen wie Töne von Musik in mich ein. Darum fand ich die Betitelung "Ballett" auch ganz schön.
Ich lese den letzten Abschnitt und stelle mit Erschrecken fest, was für einen hahnebüchenen Unsinn ich da schwafele. Oder besser wie sehr das nach ebensolchem klingt. Denn eigentlich stimmt es ja, bloß erscheint die Übersetzung dessen was ich da empfand in Worte gar grauselig. Will ja nur sagen: ich war beeindruckt und schlage vor, sich das bei Gelegenheit mal vor Ort zu Gemüte zu führen. Mal sehen, ob man sich anschließend nicht auch in einer blumig albernen Schwafelstimmung wiederfindet....
Ich lese den letzten Abschnitt und stelle mit Erschrecken fest, was für einen hahnebüchenen Unsinn ich da schwafele. Oder besser wie sehr das nach ebensolchem klingt. Denn eigentlich stimmt es ja, bloß erscheint die Übersetzung dessen was ich da empfand in Worte gar grauselig. Will ja nur sagen: ich war beeindruckt und schlage vor, sich das bei Gelegenheit mal vor Ort zu Gemüte zu führen. Mal sehen, ob man sich anschließend nicht auch in einer blumig albernen Schwafelstimmung wiederfindet....
Mittwoch, 1. Oktober 2008
It's not a party if it happens every night
Kanada wäre womöglich möglich. Ich muß nur eisern sparen. "Nur" ist einigermaßen ironisch gemeint...
Ich muß anfangen, Bilder zu verkaufen. Mehr Bilder. Ich muß selbstbewußt werden und darf nicht jedem der "ooh wie schön sagt" etwas schenken wofür er mir Geld gäbe. Das muß aufhören, ernsthaft. Und ich muß mich um diese Homepage kümmern. Und daaan. Werde ich berühmt und reich. Und dann gibt mir Kanada nicht gnädig dieses Visum, nein sie werden sich begeistert zeigen und mir einen Präsentkorb schicken. Ja, ich habe eine alberne Ader. Nichts desto Trotz muß ich diese Dinge tun. Vor allem die Homepage.
Ich muß anfangen, Bilder zu verkaufen. Mehr Bilder. Ich muß selbstbewußt werden und darf nicht jedem der "ooh wie schön sagt" etwas schenken wofür er mir Geld gäbe. Das muß aufhören, ernsthaft. Und ich muß mich um diese Homepage kümmern. Und daaan. Werde ich berühmt und reich. Und dann gibt mir Kanada nicht gnädig dieses Visum, nein sie werden sich begeistert zeigen und mir einen Präsentkorb schicken. Ja, ich habe eine alberne Ader. Nichts desto Trotz muß ich diese Dinge tun. Vor allem die Homepage.
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